come-on-fc.com
·8. März 2026
DFB räumt Fehler ein – Dennoch: Der 1. FC Köln, der VAR und eine fast schon unendliche Geschichte

In partnership with
Yahoo sportscome-on-fc.com
·8. März 2026


Simon Bartsch
8 März, 2026
Das Handspiel von Yan Couto in der Nachspielzeit sorgte verständlicherweise bei den FC-Protagonisten für viel Ärger. Nun räumte der DFB gegenüber dem SID auch den Fehler der Unparteiischen ein. Beim möglichen Handspiel von Couto spreche aus Sicht der Schiri GmbH „deutlich mehr“ für eine strafbare Bewertung, eine Intervention wäre daher angebracht gewesen. Die Geschichte mit dem VAR und dem FC geht damit in dieser Spielzeit in die nächste Runde.

Lukas Kwasniok kann die Entscheidung nicht verstehen
Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.



Es gibt durchaus Statistiken und Untersuchungen die beweisen sollen, dass sich Glück und Pech in einer Saison bei den Clubs nivellieren. Und sollte das beim 1. FC Köln auch der Fall sein, dann können sich die Geißböcke auf eine hohe Anzahl an Entscheidungen pro Köln freuen. Denn tatsächlich gab es in dieser Spielzeit schon einige VAR-Eingriffe oder eben Nicht-Eingriffe, die von Kölner Seite durchaus verständlicherweise kritisiert wurden. Alleine Ragnar Ache hätte in den Begegnungen gegen Leipzig und Stuttgart zwei Elfmeter für die Kölner zugesprochen bekommen können. Gegen den VfB vor drei Wochen wurde der Angreifer beim Sprung geschubst, gegen Leipzig einen Spieltag zuvor wurde dem 27-Jährigen laut Trainer Lukas Kwasniok „das Trikot zerrissen und unten noch das Bein weggeflext“.
Sicherlich „Kann-Entscheidungen“ – deutlicher war dagegen gegen die Sachsen das Handspiel von Christoph Baumgartner. Der Österreicher verhinderte auf der Linie ein klares Tor, doch es gab weder Elfmeter noch die Rote Karte. Und das, weil die Unparteiischen auf Abseits entschieden hatten. Eine Millimeter-Entscheidung, die auch Marvin Schwäbe am Samstagabend wieder aus der Erinnerungskiste hervorkramte. Und zwar, weil gleich zwei Aspekte zur Diskussion führten. Zum einen die Frage, ob zuvor David Raum den Ball als gewollte Abwehraktion verteidigt hatte, denn dann wäre es eine neue Spielsituation gewesen und Abseits hätte nicht gelten dürfen. Zum anderen steht nach wie vor die Frage nach der richtigen Kalibrierung im Raum.
Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, eine genaue Abseits-Linie sei gar nicht exakt möglich – folglich eine klare Linie bei Millimeter-Entscheidungen auch kein klarer Beweis. Genauso gibt es aber auch Experten, die die Linie durchaus als exakt bezeichnen. Zwei Mal war in diesem Jahr auch schon Alessio Castro-Montes von VAR-Entscheidungen betroffen. Zunächst wurde der Belgier im Spiel gegen Heidenheim vor dem zweiten Tor des Tabellenletzten gefoult. Der Pfiff blieb aus, das Tor zählte – kein Eingriff des VAR. Gegen Freiburg bekam der Schienenspieler die Kugel an den Arm, es gab Elfmeter. Und das, obwohl die Kugel von der Hüfte gegen den Arm sprang und das laut Regelwerk in dem Fall dann kein zwingendes Handspiel ist. Auch Kristoffer Lund bekam nach einem Handspiel im Rheinderby einen Elfmeter gegen sich gepfiffen.
Und das, nachdem der US-Amerikaner zuvor bereits einen Foul-Elfmeter verursacht hatte. Beide Entscheidungen äußert hart, beide Entscheidungen wieder im Bereich des Möglichen. Das erste Mal sorgte der VAR in dieser Spielzeit im Duell der Kölner in Wolfsburg für Unmut. Damals trafen die Kölner früh, das Tor wurde aber zu recht zurückgenommen, weil Joel Schmied seinen Gegenspieler umgeschubst hatte. Das Ärgerliche: Vor dem 1:1 der Wolfsburger wurde Timo Hübers ähnlich zu Fall gebracht und der Video-Assistent griff nicht ein. „Die 50:50-Aktionen haben wir im Moment gegen uns“, sagte Marvin Schwäbe am Samstagabend. Schwäbe war im Hinspiel gegen den VfB Stuttgart ebenfalls in eine VAR-Situation verwickelt. Damals kam der Keeper gegen Ermedin Demirović einen Schritt zu spät. Es gab zu recht Elfmeter.
Glück mit dem VAR hatten die Kölner in dieser Saison eher selten, sie hatten es aber. So zum Beispiel als Ache im Derby gegen Borussia Mönchengladbach einen Strafstoß zugesprochen kam. Einer, der ganz sicher keiner war. Dennoch hat das Pech aktuell deutlich die Überhand.
Live


Live







































