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·30. September 2026

DFB-Team: Matthäus sieht anderes Problem als Schweinsteiger – Havertz und Adeyemi als Belege

Artikelbild:DFB-Team: Matthäus sieht anderes Problem als Schweinsteiger – Havertz und Adeyemi als Belege

Bastian Schweinsteiger hatte die Nationalmannschaft im Mittelmaß verortet. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus widerspricht deutlich – und benennt eine ganz andere Baustelle. Dabei verweist er auf Kai Havertz und Karim Adeyemi.

Die Qualitätsdebatte um die Nationalmannschaft hat nach dem 0:1 gegen Griechenland geht weiter. Lothar Matthäus stellt sich gegen die Einordnung von Bastian Schweinsteiger (42), der die DFB-Auswahl als ARD-Experte im "Mittelmaß" angekommen sah.


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"Unsere Nationalmannschaft ist kein Mittelmaß!", sagte der Rekordnationalspieler im Interview mit SPORT BILD. Es gebe genügend Spieler, die bei Klubs wie Bayern, Barcelona oder Arsenal Woche für Woche hohe Qualität nachweisen. Seine Diagnose: "Die Nationalspieler haben kein Qualitäts-, sondern ein Mentalitätsproblem!"

Havertz und Adeyemi als Belege

Als Kronzeugen nennt Matthäus zwei Angreifer. Kai Havertz (27) spiele "nicht umsonst im Sturm beim englischen Meister und Champions-League-Finalisten Arsenal London".

Der Mittelstürmer kommt in dieser Saison auf sieben Einsätze und 530 Minuten für die Gunners, in denen er drei Treffer erzielte. Für Arsenal, das 2023 rund 70 Millionen Euro an Chelsea überwies, stehen inzwischen 118 Pflichtspiele mit 39 Toren und 17 Vorlagen zu Buche.

Adeyemi "in der Form seines Lebens"

Karim Adeyemi (24) zeige sich beim FC Barcelona "in der Form seines Lebens", so Matthäus. Der Rechtsaußen wechselte im Juli für eine Sockelablöse von 22 Millionen Euro von Borussia Dortmund nach Katalonien und unterschrieb bis 2031. In acht Pflichtspielen für den Tabellenführer der La Liga gelangen ihm drei Tore und zwei Vorlagen.

Bemerkenswert: Erst zwei Tage zuvor hatte Matthäus in seiner Sky-Kolumne Adeyemis Chancenverwertung in den Länderspielen gegen die Niederlande und Griechenland kritisiert.

Hoffnung auf Klopp

Weiter hob Matthäus das Offensivduo Jamal Musiala und Florian Wirtz hervor, dazu Joshua Kimmich (31) als "echten Leader" in der Zentrale. Auch die Innenverteidigung mit Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah sowie Yann Aurel Bisseck fanden lobende Erwähnung. Zu Bisseck verwies Matthäus auf seinen früheren Mitspieler Giuseppe Bergomi, der den Inter-Verteidiger als "schon jetzt Weltklasse" eingeordnet habe.

Die Hoffnung des Weltmeisters von 1990 liegt beim neuen Bundestrainer. Deutschland müsse die alte Siegermentalität zurückgewinnen, so Matthäus: "Wenn es einer kann, sie auf diese Mannschaft zu übertragen, dann er."

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