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·30. September 2026
Matthäus widerspricht Schweinsteiger: Darin sieht er das wahre DFB-Problem

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Bastian Schweinsteiger sieht die deutsche Nationalmannschaft nur noch als Mittelmaß. Lothar Matthäus widerspricht deutlich und macht ein anderes DFB-Problem aus.
Wie stark ist die deutsche Nationalmannschaft tatsächlich noch? Nach dem enttäuschenden Start unter Jürgen Klopp gehen die Einschätzungen zweier früherer Weltmeister deutlich auseinander. Lothar Matthäus widerspricht Bastian Schweinsteiger vor allem bei der Frage, ob dem DFB-Team grundsätzlich die individuelle Klasse fehlt.
Schweinsteiger hatte nach der 0:1-Niederlage gegen Griechenland ein ernüchterndes Urteil gefällt. „Wir sind keine Topmannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen. Wir haben nicht mehr diese Spieler, die den Unterschied ausmachen“, erklärte der frühere Nationalspieler als Experte in der ARD.
Matthäus bewertet die Situation anders. „Unsere Nationalmannschaft ist kein Mittelmaß!“, stellte der Rekordnationalspieler gegenüber der „Bild“ klar. Aus seiner Sicht stehen weiterhin genügend Profis zur Verfügung, die sich regelmäßig auf höchstem Vereinsniveau beweisen.
Als Beispiele für die vorhandene Qualität nennt Matthäus unter anderem Kai Havertz und Karim Adeyemi. Auch Jamal Musiala, Florian Wirtz und Kapitän Joshua Kimmich gehören für ihn zu den Spielern, die der Mannschaft entscheidend helfen können. Schwächen im Kader sieht der 63-Jährige zwar durchaus, allerdings nicht in einem Ausmaß, das Schweinsteigers grundsätzliche Einschätzung rechtfertigen würde.
Die Ursache für die bisherigen Probleme verortet Matthäus deshalb an anderer Stelle. „Die Nationalspieler haben kein Qualitäts-, sondern ein Mentalitätsproblem!“, lautet seine Diagnose. Deutschland müsse wieder zu einer Mannschaft werden, die für Gegner nur schwer zu bezwingen sei.
Dabei setzt Matthäus große Hoffnungen auf Klopp. Der neue Bundestrainer verkörpere nach seiner Einschätzung genau jene Mentalität, die dem Team momentan fehle. „Wenn es einer kann, sie auf diese Mannschaft zu übertragen, dann er“, sagte Matthäus.
Damit herrscht zwischen den beiden Weltmeistern zwar Uneinigkeit über die Qualität des aktuellen Kaders. Dass Klopp bei der sportlichen Wende eine entscheidende Rolle spielen kann, traut Matthäus dem neuen Bundestrainer jedoch ausdrücklich zu.







































