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·12. August 2026

DFB widerspricht Havelse: Freigabe für Eilenriedestadion weiter offen

Artikelbild:DFB widerspricht Havelse: Freigabe für Eilenriedestadion weiter offen

Auch nach dem Auftaktspiel gegen Stuttgart II ist weiterhin offen, ob der TSV Havelse seine Heimspiele künftig im Eilenriedestadion austragen kann. Während der Klub auf eine zeitnahe Genehmigung hofft, macht der DFB deutlich, dass eine Freigabe derzeit noch aussteht. Hintergrund sind unter anderem offene Fragen zum Brandschutz sowie erst kurzfristig eingereichte Unterlagen.

Holzbohlen als Knackpunkt?

Für Verwirrung sorgt dabei die unterschiedliche Darstellung der Abläufe. Während Havelse zuletzt erklärt hatte, die erforderlichen Dokumente rechtzeitig eingereicht zu haben, schildert der DFB den Vorgang anders. Nach Angaben des Verbandes hatte der TSV im Zulassungsverfahren zunächst ausschließlich die Heinz von Heiden Arena als Spielstätte gemeldet. Der Antrag auf Zulassung des Eilenriedestadions als zusätzliche Spielstätte sei erst drei Tage vor dem Saisonstart eingereicht worden.


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Wie die "Neue Presse" unter Berufung auf den DFB berichtet, wurden dabei rund 1.000 Seiten an Unterlagen übermittelt. Die letzten Dokumente seien allerdings erst am Donnerstagabend eingegangen. Aufgrund des Umfangs der Unterlagen und offener Prüfungen sei eine rechtzeitige Entscheidung nicht möglich gewesen. Als Hauptgründe für die ausstehende Freigabe nennt der Verband offene Fragen zum Brandschutz sowie zur Windlast der mobilen Zusatztribünen. Nach Angaben der Zeitung sollen insbesondere Holzbohlen unter den Zusatztribünen eine Rolle spielen, deren Feuerbeständigkeit offenbar erneut überprüft werden muss.

Kurios dabei: Die Stadt Hannover hat das Eilenriedestadion bereits genehmigt. Ein Sprecher bestätigte, dass aus baurechtlicher Sicht einschließlich Brandschutz und Statik keine Einwände bestehen. Der DFB verweist jedoch darauf, dass neben behördlichen Genehmigungen auch verbandsrechtliche Anforderungen erfüllt werden müssen.

Heimspiele in der 96-Arena belasten den Klub

Bis zu einer Entscheidung muss Havelse seine Heimspiele weiterhin in der deutlich größeren Heinz von Heiden Arena austragen. Für den TSV bedeutet die Ausweichlösung einen erheblichen wirtschaftlichen Nachteil. Neben höheren Mietkosten fallen auch zusätzliche Ausgaben für Sicherheit und Organisation an. Geschäftsführer Björn Benke machte keinen Hehl daraus, dass sich die Situation finanziell bemerkbar macht: "Je mehr Spiele wir dort spielen, desto schwieriger wird es wirtschaftlich." Auch, weil gegen Stuttgart II am Samstag gerade mal 750 Fans kamen.

Benke zeigt sich dennoch optimistisch, dass das nächste Heimspiel gegen Waldhof Mannheim am 30. August im Eilenriedestadion ausgetragen werden kann. Der Verein befinde sich weiterhin im Austausch mit allen Beteiligten. Beim DFB gibt man sich dagegen zurückhaltender. Ein Zeitrahmen für die Entscheidung lasse sich erst nach vollständiger Prüfung aller Unterlagen abschätzen. Fest steht: Solange die Freigabe fehlt, bleibt die Heinz von Heiden Arena die offizielle Heimspielstätte des TSV Havelse. Damit könnte die Stadionfrage den Aufsteiger auch in den kommenden Wochen weiter begleiten.

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