Vertikalpass
·13. April 2026
Die Führungsstärke von Sebastian Hoeneß

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·13. April 2026

Über was sollen wir nach dem souveränen 4:0-Sieg gegen den HSV sprechen: Über die Chancenverwertung?
Über den verschossenen Elfer von Deniz Undav und seine dumme fünfte gelbe Karte?
Über die nach wie vor harmlosen Standards (Ausnahme Maxi Mittelstädt)?
Die teilweise wunderbaren Spielzüge?
Darüber, dass die Tore alle über die Mitte gefallen sind, obwohl der VfB so stark über außen ist? (Der Rasenfunk vergleicht Mittelstädt/Führich mit Prime-Ribery/Lahm und Grifo/Günther)
Die zwei, drei verheerenden Abspielfehler, die bessere Teams ausnutzen?
Das überragende Gegenpressing?
Oder doch die spektakuläre Choreo?

Einfach Wow, was wir in der Cannstatter Kurve sahen!
„Aufreger” ist natürlich, dass sich Chris Führich und Ermedin Demirovic über ihre Auswechslung beschwert haben. Der eine gestenreich, der andere ratlos. Und wie geht Sebastian Hoeneß damit um? Souverän, haben wir auch nicht anders erwartet, oder?
Einerseits reagiert er nicht beleidigt, dass seine Spieler seine Entscheidungen anzweifeln. Er muss nicht demonstrativ um Autorität ringen. Anderseits macht er klar, dass er solches Verhalten in der Öffentlichkeit nicht duldet. Er tut dies ruhig, glaubwürdig, äußert Verständnis und zeigt gleichzeitig Strenge. Macht sich überdies für die Spieler ab Platz 12 stark, die sowieso einen guten Einfluss aufs HSV-Spiel hatten: Mit Niko Nartey und Bilal El Khannouss kam mehr Dynamik und Spielwitz ins Spiel, Tiago Tomas holte den Elfer heraus. Hoeneß hat gezeigt, dass er der Trainer für alle Spieler ist, nicht nur für die vermeintlichen Stamm- und Unterschiedspieler.
Neben seiner Fähigkeit, Spieler besser zu machen, ist es die Führungsstärke, die Hoeneß auszeichnet. Immer die richtigen Worte zu finden, Personalfragen sowohl nach außen als auch nach innen nachvollziehbar und unaufgeregt zu moderieren. Einzelne Spieler selten bis nie in der Öffentlichkeit loben, andererseits Druck von ihnen zu nehmen, immer das Positive zu sehen, selbst nach einem Fehltritt: Wie nach dem HSV-Spiel bei Demirovic („ein feiner Kerl und ein guter Typ“) und Undav (“Capaldos Foul war schon ein sehr hartes Ding“).
So kommt es, dass “die Mannschaft funktioniert“, wie Hoeneß es nennt. Das gilt sowohl von der Haltung her, wie auch spielerisch und taktisch, aber ebenso mannschaftsintern. Als Mittelstädt offensichtlich seinen Elfer an Undav abtrat. Als sich wirklich das gesamte Team mit Mittelstädt beim 3:0 freute und gleichzeitig seine Heldentat auf der Linie abfeierte. Es wird gegönnt.
Routinierte Sky Kommentatoren sagen es, Markus Söder formuliert es, wenn er modern klingen will: es ist Crunchtime. Der VfB scheint dafür gerüstet zu sein. Ob es gegen Bayern Münchenr reicht, die gegen den VfB die Meisterschaft klar machen können und schon das Weißbier kalt stellen, werden wir sehen. Erwarten wir viel beim “Südgipfel” nächste Woche?
Zum Weiterlesen: Auch in einem weiteren Text steht Hoeneß im Mittelpunkt: Beim Transfer von Grischa Prömel.
Rund um den Brustring sieht “ein leichtes Spiel”, aber auch Raum für Verbesserung.
Bilder: Alex Grimm/Getty Images, Vertikalpass
Das Schwierige Umfeld hat in Cannstatt einen schweren Stand. Seit Sebastian Hoeneß ab April 2023 auf der Trainerbank sitzt, geht es stetig aufwärts. Aber natürlich ist der neue Sweater, der in enger Kooperation mit mystu entstanden ist, ein perfektes Statement, sollte man auch nach einem 4:0 gegen den HSV das Haar in der Suppe finden. Spätestens nach einer Niederlage gegen die Über-Bayern passt der Sweater perfekt! Also holt Euch das Teil – und vergesst den Code “vp10” nicht!
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