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·9. August 2026
Die Hoffnung auf den Anruf – Diese FC-Spieler könnten von einer Berufung in die deutsche Nationalmannschaft träumen

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Elias Schnaubelt
9 August, 2026
Jürgen Klopp hat unlängst das Zepter bei der deutschen Nationalmannschaft übernommen. Im ersten Interview sprach er von 57 Namen, die auf einer erweiterten Liste stehen sollen. Welche Spieler sich auf dieser Liste wiederfinden, ist Inhalt zahlreicher Spekulationen. Einige Profis werden mit Sicherheit besonders motiviert in die neue Saison starten.

Bundestrainer Jürgen Klopp (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Ein neuer Trainer ist immer auch ein Neuanfang, der viele Chancen birgt. Chancen für Spieler, sich zu beweisen und einen Platz in einem der Lehrgänge zu ergattern. Dabei ist es ein bekanntes Stilmittel neuer Nationaltrainer, kürzlich erbrachte Leistungen sowie formstarke Spieler zu honorieren, um das Leistungsprinzip zu betonen. Demnach kommt es vor allem zu Beginn einer Amtszeit oft zu Nominierungen, die im Nachhinein Stirnrunzeln und Verwunderung auslösen. Eine Nominierung, welche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in diese Kategorie fallen wird, ist die von Said El Mala. Sein Engagement in der Nationalmannschaft scheint nur eine Frage der Zeit zu sein und diese Zeit wird sehr bald kommen.
Das sportliche Bewerbungsschreiben des Flügelspielers aus der Vorsaison hätte in den Augen vieler bereits mit einem Ticket zur Weltmeisterschaft belohnt werden sollen, wurde es aber nicht. Ein Politikum, das schon im Vorfeld des Turniers die Kredibilität von Ex-Trainer Julian Nagelsmann in Frage stellte, welcher selbst lange Zeit das Leistungsprinzip propagiert hatte. Auch deshalb wird Jürgen Klopp nicht in Kauf nehmen, den 19-Jährigen außen vor zu lassen, zu groß wäre der Aufschrei der Nation.
Nun ist es endgültig vorbei. Die Ära von Manuel Neuer wird als eine der größten jemals in die Nationalmannschaftsgeschichte eingehen, wurde aber wahrscheinlich mit dem Auftritt bei der jüngsten Weltmeisterschaft überreizt. In seinem Schatten wird beim FC Bayern bereits Jonas Urbig herangeführt, der mit jedem Tag beim Rekordmeister sichtlich wächst und dem fünfmaligem Welttorhüter spielerisch gefühlt immer ähnlicher wird. Der 22-Jährige ist die naheliegende Wahl, wenn es um die Nachfolge beim DFB geht, aber auch ein Noah Atubolu wird ein Wörtchen mitzureden haben. Dass Marvin Schwäbe sich keine Hoffnungen auf den Stammplatz im Tor der Nationalmannschaft machen wird, ist klar. Allerdings werden, wie in jedem Verein auch, stets mehrere Torhüter in einem Kader benötigt. Doch was ist das typische Anforderungsprofil an eine Nummer drei? Ein erfahrener, souveräner Torwart, der das Niveau im Training hochhält und ohne große Formschwankungen sein Spiel aufziehen kann, sollte er einmal gebraucht werden.
Ein Spieler, der seine Persönlichkeit im Dienst der Mannschaft zurückstellen kann und keine schlechte Stimmung verbreitet, wenn er nicht spielt. Liest man diese Jobbeschreibung, ist der Name Marvin Schwäbe plötzlich nicht mehr so abwegig. Mit inzwischen 31 Jahren verfügt der Keeper über eine Menge Erfahrung und steht für die Konstanz im Kölner Kasten. Bereits zur Amtszeit von Hansi Flick soll sich Schwäbe im Dunstkreis der Nationalmannschaft befunden haben. Zudem hat der Kölner Kapitän bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass er die Rolle im Hintergund bekleiden kann. In der Zweitliga-Saison setzte man beim FC zunächst auf Juwel Jonas Urbig, Schwäbe musste sich hintanstellen. Er akzeptierte seine Rolle und blieb. Als er schließlich gebraucht wurde, war er sofort zur Stelle und lieferte prompt wieder die gewohnte Konstanz. Sollte Schwäbe seine Chance beim DFB erhalten und als Nummer drei überzeugen, könnte durchaus ein Kaderplatz für die Europameisterschaft 2028 möglich sein.
Viele haben es versucht, so ganz zufrieden wurde man nie. Deutschland sucht seinen Neuner – und das schon seit Jahren. Einen klassischen Stürmer, der das Zentrum hält, Bälle festmachen und verteilen kann und die meisten der Angriffe abschließen soll. Zuletzt sah man beim DFB bevorzugt Kai Havertz in der zentralen Rolle, einen fluiden und versatilen Offensivspieler. Trotzdem blieb immer das latente Gefühl, dass etwas fehle. Eine Körperlichkeit, eine Präsenz. Die deutsche Suche nach diesem Spieler kanalysierte sich in Spielern wie Niclas Füllkrug, Tim Kleindienst oder Nick Woltemade. Während die ersten beiden stark von Verletzungen zurückgehalten wurden, läuft der Newcastle-Stürmer seit geraumer Zeit seiner Form hinterher. Ein Kapitel, oder eher eine Anekdote, die oft vergessen wird, ereignete sich im Oktober 2023. Julian Nagelsmann sondierte das deutsche Stürmer-Sortiment und stieß auf einen bulligen Neuner von 1,85 Metern Körpergröße. Das Bewerbungsschreiben umfasste vier Tore in den ersten beiden Bundesligaspielen für Union Berlin.
So kam es tatsächlich dazu, dass Kevin Behrens mit 32 Jahren sein Debut für die deutsche Nationalmannschaft gab, geboren aus der Sehnsucht nach einem klassischen Neuner. Einen solchen hatte auch der FC in der abgelaufenen Saison. Ragnar Ache ist eine physische Bedrohung für jede Abwehrreihe. Der bullige Stürmer wirkt auf dem Spielfeld größer als er ist, nicht zuletzt aufgrund seiner Sprungkraft, welche ihn zu einem exzellenten Kopfballspieler macht. Seine außergewöhnliche Athletik kann spätestens nach seinem Fallrückzieher-Tor, welches zum Tor des Jahres in der Bundesliga gekürt wurde, niemand mehr infrage stellen. Außerdem kann der 28-Jährige durch seine Physis Bälle festmachen und mit seinem Körper abschirmen.
Die gute Synergie mit Said El Mala ist kein Zufall, der Stürmer setzt seine Nebenleute immer wieder herausragend in Szene. Was sich wie das Profil eines Topstürmers liest, wurde jedoch Zeit seiner Karriere immer wieder von Verletzungen ausgebremst. Die Verfügbarkeit ist das größte Fragezeichen hinter dem Angreifer. Vielleicht sind die Chancen auf eine Nominierung für den DFB minimal, doch auch bei einem Niclas Füllkrug glaubte man die längste Zeit nicht an den letzten Schritt, den er schließlich machte. Daher heißt es für Ragnar Ache: Ranhalten, abliefern und hoffen, dass das Telefon klingelt.







































