MillernTon
·30. September 2026
Die Hymnen der Vereine in der 2. Bundesliga

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Der FC St. Pauli ist noch auf der Suche nach einer neuen Hymne, doch was wird bei den anderen Vereinen so abgespielt? Titelfoto: Stefan Groenveld
Der FC St. Pauli hat vor kurzem den St. Pauli Song Contest gestartet. Bis zum 15. Oktober können Vorschläge für eine neue potentielle Vereinshymne eingereicht werden. Auch eigene Songs, selbst wenn sie noch nicht ganz fertig sind, können mit dabei sein. Alle möglichen Fragen zum SPSC beantwortet der Verein hier. Auch Tim hat bereits ein Kommentar zum Song Contest veröffentlicht. Und solange der FC St. Pauli noch auf der Suche ist, gucken wir doch mal, was wir bei unseren Gegnern der 2. Bundesliga so zu hören bekommen. Verschaffen wir uns also mal einen Überblick.
Bei der SpVgg Fürth hört man im Stadion die „Kleeblatthymne„. Gut zum Mitsingen und viel Nanana und logischerweise im tiefsten fränkischen Dialekt. Ein zunächst etwas langsameres Lied, was mittendrin noch etwas Fahrt aufnimmt. Kann man schon machen.
Bei Holstein Kiel hört man die Denkendrans mit „Keine andere Stadt, keine andere Liebe, kein anderer Verein„. Der Song wurde bei den Kielern erst 2018zur offiziellen Hymne. Mir werden Kieler mit hoher Wahrscheinlichkeit widersprechen, aber für mich gehört die Hymne in die Kategorie „insert Vereinsbezug here“. Also eine eher 0815-Vereinshymne, die man für jeden anderen Verein genauso schreiben könnte. Sorry, Kiel.
Kaiserslautern hingegen ist für mich das Gegenteil zu Kiel. Dort ist die Hymne das „Betzelied„. Man muss es nicht mögen, aber Ohrwurm-Charakter hat diese Hymne auf alle Fälle. Entstanden ist das Betzelied 1978 durch Horst Schneider, auf Wunsch der Vereinsikone Fritz Walter (der auch namentlich im Lied genannt wird). Im Jahre 2021 ist Horst Schneider verstorben, durch sein Lied lebt er immerhin im Stadion weiter.
„Arminia, unser Herz schlägt nur für dich“ von Willy D’Villa wurde 2005 zum 100. Geburtstag von Arminia Bielefeld zur Hymne. Sie gehört für mich auch zur eher austauschbaren Kategorie mit zusätzlicher rauer Dramatik in der Stimme.
Die Wolfsburger Hymne „Immer nur Du“ schlägt in eine ähnliche Kerbe wie die der Bielefelder. Nicht mein Fall, für Wolfsburger wird es aber schon irgendwie eine Bedeutung haben. Und vielleicht mag Wölfi sie ja auch.
„Wir kommen auch morgen noch wieder“ wurde 2014 von Alexander Knappe geschrieben und etablierte sich zur Hymne von Energie Cottbus. Eine etwas langsamere Hymne, die in die emotionale Kerbe schlägt.
„Super Team aus Baaaden“…“KSC Olé Olé„, gesungen von Sabine Wittwer, wird wohl jedem Fußballfan bekannt sein. Auch die Hymne „Für immer KSC“ hat Sabine Wittwer eingesungen. Etwas theatralischer im Vergleich zum doch fast ikonischen oder zumindest bekannteren KSC Olé Olé.
In Hannover läuft „96 – alte Liebe„. Lyrisch auch kein Meisterwerk. Fällt wohl auch in die Kategorie der eher austauschbaren Vereinshymnen. Mein Fall ist es nicht.
Der nächste Ohrwurm: „Die Sonne scheint“ (Olé, olé, ola!) von Alberto Colucci. Die Hymne von SV Darmstadt ist wohl eine der ikonischsten der ganzen Liga. Ich für meinen Teil habe regelmäßig einen Ohrwurm davon und bin ein bisschen neidisch.
Auch der 1. FC Nürnberg hat wohl eine der bekanntesten Hymnen in ganz Fußball-Deutschland. „Die Legende lebt“ kann jeder Fußball-Fan mitsingen, ob Nürnberg-Fan oder nicht und auch abgesehen davon, ob einem die Hymne gefällt. Theatralik und Panflöte, aber irgendwie funktioniert es.
Beim 1. FC Magdeburg läuft die Hymne „Heja Heja wir sind vom FCM„. Eine Hymne mit klassischem Gitarren-Vereinshymnen-Riff und Klavier-Akkord-Romantik.
Die Hymne des VfL Bochum gehört auch zu einen der bekanntesten Hymnen der Liga. Eingesungen von Herbert Grönemeier hat „Bochum“ einen ganz klaren Wiedererkennungswert und ist auch live etwas ganz besonderes.
Bei Dynamo Dresden wird „Der 12. Mann“ als Hymne gespielt. Seit 1989 ist sie bei jedem Spiel zu hören und wurde komponiert von Bernd Aust. Beim Mitsingen wird ein lautes „DYNAMO, DYNAAAMO“ im Stadion nicht fehlen.
Beim 1. FC Heidenheim gibt es mit „1846 FCH Olé“ eine weitere theatralische Gitarren-Riff Vereinshymne. Einfacher Text, die Heidenheimer scheinen es zu mögen, mein Fall ist es leider nicht.
„Wir sind alle ein Stück VfL Osnabrück“ hört man an der Bremer Brücke. Durch die Liedzeile, die auch der Titel des Liedes ist, hat die Hymne einen Wiedererkennungswert. Aber auch hier viele dramatische Gitarren-Einsätze.
Eine weitere Hymne, die wohl jeder kennt, hat Hertha BSC zu bieten: „Nur nach Hause“ von Frank Zander wird seit über 30 Jahren bei den Spielen der Berliner gespielt. Muss man kennen, wird man kennen.
Auch bei Eintracht Braunschweig gab es Uneinigkeit, welche Hymne nun am Spieltag gespielt werden soll. Ab Januar 2025 wurde, eingesungen durch die Braunschweiger Ultra-Szene, die erste Vereinshymne Braunschweigs „Es soll uns Spiel und Sport entflammen“ gespielt. Das hielt sich allerdings nur einige Monate. Nun ist „You’ll never walk alone“ wieder die Hymne, nachdem die rekonstruierte Vereinshymne durch die Mitglieder wieder abgewählt wurde.
Für alle St. Pauli Fans wird es spannend, wie der Song Contest laufen wird und welche Lieder zur Auswahl stehen werden. Klar ist: Vielen fehlt eine Hymne und so soll doch bald wieder eine gefunden werden. Egal was es wird, es wird nicht allen direkt gefallen, doch jede Hymne braucht auch ihre Zeit. Ich für meinen Teil bin sehr gespannt, was bei dem Song Contest herauskommt. Vielleicht ja ein Banger-Hit wie von SV Darmstadt. Und wenn wir schon von Favoriten sprechen: Was sind so eure liebsten Hymen im Fußball, auch außerhalb der 2. Bundesliga? Macht euch noch eine entspannte Länderspielpause!
Immer weiter vor!// Nina
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