Nur die Raute
·11. August 2026
Dompé außen vor: So denkt die HSV-Kabine darüber

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·11. August 2026

Die Entscheidung ist gefallen, die Fronten sind seit mittlerweile einer Woche geklärt: Jean-Luc Dompé spielt beim HSV keine Rolle mehr.
Der 30-Jährige wurde am vergangenen Montag freigestellt, reiste nicht mit ins Trainingslager nach Herzogenaurach und fehlte anschließend auch beim 2:2 im Test gegen den OSC Lille. Daran dürfte sich in naher Zukunft auch nicht allzu viel ändern. Während Sportvorständin Kathleen Krüger und Sportdirektor Claus Costa nun an einer Lösung für die Zukunft des Franzosen arbeiten, hat sich nach dem Lille-Spiel erstmals auch die Mannschaft zur Ausbootung des einstigen Publikumslieblings geäußert.
Besonders deutlich wurde Nicolai Remberg. „Ich mag ihn als Menschen und kam immer gut mit ihm klar“, erklärte der 26-Jährige. „Er hat unfassbare Qualität, das würde ich ihm nie absprechen wollen.“ Gleichzeitig deutete Remberg an, warum der Linksaußen nicht mehr in das aktuelle Anforderungsprofil des HSV passt. „Für die intensive Art, mit der wir spielen wollen, war es vielleicht ein bisschen zu wenig. Er ist ein anderer Spieler“, sagte der Kapitän.

Foto: IMAGO
Eine Einschätzung, die sich mit den Aussagen von Trainer Merlin Polzin deckt. Der HSV-Coach hatte bereits zuvor betont, dass die Trennung nicht auf einem einzelnen Vorfall beruhe, sondern das Ergebnis einer längeren Entwicklung sei. „Es ist dann einfach die Summe, wie wir uns verändern wollen und wie es dann auch im Umgang zusammenpasst“, erklärte Polzin. Irgendwann müsse man sich „in die Augen schauen und sagen: Okay, das passt halt nicht mehr“.
Innerhalb der Mannschaft soll die Entscheidung laut Mopo-Meldung derweil „mit gemischten Gefühlen“ aufgenommen worden sein. Zwar genießt Dompé im Team insgesamt viele Sympathien, gleichzeitig stieß sein körperlicher Zustand nach der Sommerpause bei einigen Mitspielern auf Unverständnis. Der Eindruck: Wer die geforderte Intensität nicht mitbringt, gefährdet die gemeinsamen Ziele.
Remberg selbst wollte die Personalie trotz aller Andeutungen letztlich nicht abschließend bewerten. „Es wurde so entschieden und ich muss als Kapitän voll dahinterstehen“, sagte er und ergänzte nüchtern: „Das ist der Fußball.“ Sein Noch-Teamkollege Dompé trainiert währenddessen weiterhin individuell. Weder eine Rückkehr ins Profi-Team noch Einsätze bei der U21 sind aktuell vorgesehen.







































