Doppelpacker Dallinga dreht das Spiel – der 1. FC Köln startet mit drei Punkten in die Saison | OneFootball

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·29. August 2026

Doppelpacker Dallinga dreht das Spiel – der 1. FC Köln startet mit drei Punkten in die Saison

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Doppelpacker Dallinga dreht das Spiel – der 1. FC Köln startet mit drei Punkten in die Saison

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Elias Schnaubelt

29 August, 2026

Dank eines Doppelpacks von Thijs Dallinga ist der FC mit einem Sieg in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Der 1. FC Köln gewinnt gegen die TSG Hoffenheim 3:2. Dabei liefen die Kölner gleich doppelt einem Rückstand hinterher.

Zweites Spiel, zweiter Sieg – nach dem glücklichen Pokal-Erfolg über die Würzburger Kickers haben die Geißböcke auch in der Liga den ersten Sieg eingefahren. Gegen hoch gehandelte Sinsheimer gewann der FC 3:2. Die Führung von Adam Daghim glich Said El Mala aus, das 1:2 durch Ozan Kabak drehte Thijs Dallinga mit einem Doppelpack.

Thijs Dallinga jubelt nach seinem Debüt-Treffer für den 1. FC Köln

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Schon kilometerweit vor dem Stadion konnte man die Vorfreude auf die neue Bundesliga-Saison förmlich greifen. Die Euphorie der heimischen Fans kannte trotz des fragwürdigen Auftritts gegen Würzburg keine Grenzen. Aus diesem leitete René Wagner einen entscheidenden Schluss ab: Johannesson muss offensiver spielen. Folgerichtig wurde der Isländer zu Beginn gegen Hoffenheim von einer Doppel-Sechs abgesichert, wodurch Paul Okon-Engstler durchaus überraschend in die Startelf rutschte. Der junge Australier übernahm damit den Platz von Marius Bülter in der ersten Elf. Ansonsten vertraute der Cheftrainer demselben Personal wie noch im Pokalspiel am Montag. Auf Seiten der TSG nahm Toptalent Nathan De Cat zunächst auf der Bank Platz.

Die Südkurve war von Beginn an buchstäblich heiß, schon vor Anpfiff waberte dichter roter Rauch durch die müngersdorfer Nachmittagsluft. Die daraus resultierende kurze Verzögerung des Anpfiffs irritierte die Männer in Weiß keineswegs. Die Mannschaft positionierte sich im Ballbesitz vom Start weg enorm hoch, sowohl Mensah als auch Castro-Montes lauerten sofort auf Höhe der letzten Hoffenheimer Kette. Gegen den Ball formierte sich der FC in einem kompakten 4-3-3.

Angezündete Kölner dominieren die Anfangsphase

Der Beginn der Partie war mit dem in Würzburg nicht zu vergleichen. Schnell wurden die Räume hinter der Sinsheimer Abwehr offenbart, so auch ein erstes Mal in der fünften Spielminute. Über das Bindeglied Ragnar Ache fand ein langer Ball den durchstartenden Said El Mala, dessen abgeblockter Abschluss die erste Chance der Partie markierte. Keine zwei Minuten später sorgte eine Kölner Ecke abermals für Gefahr, aus einem unübersichtlichen Gestocher im Sechzehner konnten sich die Gäste jedoch befreien. Diese taten sich in den Anfangsminuten sichtlich schwer, was auch an der konsequenten Zweikampfführung der Geißböcke lag. Zudem wirkten sie fast schon eingeschüchtert von der atemberaubenden Atmosphäre. In der elften Minute wagten sich die Kraichgauer in Folge eines Freistoßes dann aber doch mal nach vorne, Neuzugang Wimmer kam aus halbrechter Position im Strafraum relativ frei zum Abschluss. Zum Glück aus FC-Sicht bekam Ache seinen Kopf in die Schussbahn gehalten und klärte so für seinen Schlussmann.

Brutale Hoffenheimer Effizienz

Von nun an gestaltete sich die Partie ausgeglichener, die Chancendichte nahm erkennbar ab. Das Szenario erweckte den Anschein eines kollektiven Durchschnaufens nach einem intensiven Beginn. Aus dieser Phase erwachten die Hoffenheimer in der 27. Spielminute mit brutaler Effizienz. In Folge eines strittigen Freistoßes aus dem Halbfeld spielten sich die Gäste um den Kölner Sechzehner fest, an der rechten Strafraumkante kam Adam Daghim an die Kugel. Ohne viel Kraft aber mit der Präzision eines Chirurgen legte der Neuzugang das Leder punktgenau ins kurze Eck. Marvin Schwäbe streckte sich vergebens, das 0:1 konnte auch er nicht verhindern. Nach der Gäste-Führung plätscherte das Geschehen gemächlich vor sich hin, das Team von Christian Ilzer übernahm in dieser Phase die Kontrolle. Aus dem Nichts stellten die Hoffenheimer jedoch selbst urplötzlich ein Geschenk an die Gastgeber aus.

Deine FC-Noten

Bewerte die Spieler nach dem Spiel

1 = sehr gut · 6 = ungenügend

Marvin Schwäbe

1

2

3

4

5

6

Ø –

Gideon Mensah

1

2

3

4

5

6

Ø –

Luka Lochoshvili

1

2

3

4

5

6

Ø –

Jahmai Simpson-Pusey

1

2

3

4

5

6

Ø –

Alessio Castro-Montes

1

2

3

4

5

6

Ø –

Tom Krauß

1

2

3

4

5

6

Ø –

Paul Okon-Engstler

1

2

3

4

5

6

Ø –

Isak Johannesson

1

2

3

4

5

6

Ø –

Said El Mala

1

2

3

4

5

6

Ø –

Jan Thielmann

1

2

3

4

5

6

Ø –

Ragnar Ache

1

2

3

4

5

6

Ø –

Ellyes Skhiri

1

2

3

4

5

6

Ø –

Thijs Dallinga

1

2

3

4

5

6

Ø –

Linton Maina

1

2

3

4

5

6

Ø –

Joel Schmied

1

2

3

4

5

6

Ø –

Marius Bülter

1

2

3

4

5

6

Ø –

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Ein katastrophaler Fehlpass in der eigenen Hälfte brachte Said El Mala in Aktion, der frei vor Baumann zum Abschluss kam. Da fehlte dem 19-Jährigen jedoch die Abgezocktheit, im erfahrenen Schlussmann fand er seinen Meister. Diese Großchance sollte die letzte des ersten Abschnitts gewesen sein, in welchem die Kölner nach energischem Beginn zusehends die Kontrolle abgaben und sich kaum noch vielversprechende Gelegenheiten erspielten. Es ist nun also an René Wagner, die Flamme für den zweiten Durchgang erneut zu entfachen.

Furioser Start, grandioser Schwäbe

Flammen brannten zunächst in der Kölner Südkurve, wie schon zu Beginn des Spiels wurden die 22 Akteure mit Rauchzeichen begrüßt. Das Personal blieb auf beiden Seiten zunächst unverändert. Und scheinbar übertrug sich die Flamme tatsächlich von den Fans auf den Rasen. In der 51. Spielminute ertönte das erste Trömmelche der neuen Saison. Seine starke Form untermauernd steckte Johannesson die Kugel im Mittelfeld auf Said El Mala durch, der auf einmal viele Meter Rasen vor sich hatte. Unvergleichglich drang der Youngster in den Sechzehner ein, bat die Hoffenheimer Innenverteidigung zum Tänzchen und versenkte trocken ins lange Eck.

Etwas zu motiviert agierte in der Folge des 1:1 Jahmai Simpson-Pusey. Ungestüm fällte er in der 56. Minute im eigenen Strafraum den Hoffenheimer Angreifer Conte, der sich mit dem Rücken zum Tor um den Engländer herumwand. Einen erneuten Stimmungsdämpfer wollte Kapitän Schwäbe aber auf keinen Fall hinnehmen. Obwohl Moerstedt den Strafstoß nicht schlecht platzierte, war der Keeper zur Stelle und hexte den Versuch aus der rechten Ecke. Zwei Minuten später bekam das sinsheimer Talent abermals die Chance, scheiterte jedoch wieder an dem zu Hochform auflaufenden Schwäbe. Auch Luka Lochoshvili zeigte im Anschluss seinen Wert für die Wagner-Elf. Der Georgier grätschte zunächst eine Großchance im letzten Moment ab (61.), bevor er auf der anderen Seite einen Eckball nur knapp am Kasten von Baumann vorbeiköpfte (64.).

Kölsches Comeback nach Rückstand

Den Einschlag zum 1:2 konnten die beiden wenig später aber doch nicht verhindern. Vorlagen-Spezialist Vladimir Coufal servierte einen Eckball in der 67. Spielminute präzise auf den Schädel von Ozan Kabak, der die Gäste-Führung wiederherstellte.

Doch auch davon ließen sich die Geißböcke nicht aus der Fassung bringen. Dabei war es ausgerechnet der eingewechselte Thijs Dallinga, der in Müngersdorf seinen verloren geglaubten Torriecher wiedererlangte. Im Stile eines Strafraumräubers befand sich der Niederländer in der 72. Minute zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wie schon im letzten Spiel wurde der ebenfalls eingewechselte Linton Maina mit einem Steckpass in die tiefe gefunden und glänzte mit einer punktgenauen Vorlage. Flach und scharf legte der Flügelflitzer das Leder auf den eingelaufenen Dallinga zurück, der trocken zum 2:2 einnetzte.

Von nun an schnupperten plötzlich wieder die Kölner an der Führung. Während Tom Krauß noch kläglich vergab, machte es Dallinga besser. Als hätte er nie ein Formtief durchgemacht, schweißte der Neuzugang das Leder aus 14 Metern aus einem wilden Durcheinander sowas von trocken in die Maschen und drehte die Partie in der 82. somit vollständig.

Köln am Freitag in Stuttgart

Bei den Kraichgauern war die Luft in der Folge raus, auch die Einwechselspieler brachten die TSG nicht mehr auf die Anzeigetafel. Somit beendet Florian Badstübner die Partie mit einem Spielstand von 3:2 für den 1. FC Köln. Ein furioser Heimerfolg des Teams von René Wagner, das vor allem aus der grandiosen Stimmung im heimischen Stadion viel Energie ziehen konnte und sich den Rückschlägen unbeeindruckt entgegenstellte. Einfacher wird es für den FC aber nicht, am kommenden Freitag ist man beim VFB Stuttgart zu Gast. Diese wollen das Debakel gegen den Rekordmeister schnellstmöglichst aus den Köpfen verbannen und auch in diesem Jahr wieder die Champions-League-Plätze angreifen.

1. FC Köln: Schwäbe – Mensah, Lochoshvili, Simpson-Pusey, Castro-Montes Schmied (90.+2) – Krauß (Bülter 90.), Okon- (Skhiri 66.) – El Mala (Maina 66.), Johannesson, Thielmann – Ache (Dallinga 66.); Tore: Daghim 0:1 (26.), El Mala 1:1 (51.), Kabak 1:2 (67.), Dallinga 2:2 (72.), 3:2 (82.)


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