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·29. November 2025

Doppelter Boyd: Mannheim gewinnt mit 3:2 in Schweinfurt

Artikelbild:Doppelter Boyd: Mannheim gewinnt mit 3:2 in Schweinfurt

Im letzten Spiel des Samstags konnte der SV Waldhof Mannheim mit 3:2 beim 1. FC Schweinfurt gewinnen. Was nach Spektakel klingt, war über weite Strecken aber eine träge Partie. Zwei Mal konnten die Schnüdel ausgleichen – am Ende hatte jedoch Boyd das letzte Wort. 

Gut gestartet, schnell nachgelassen

Im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Rostock veränderte Schweinfurt-Coach Kleinhenz seine Startelf auf einer Position: Doktorczyk rückte für Trslic hinein. Sein Gegenüber Holtz nahm nach dem 1:0-Erfolg gegen den SV Wehen Wiesbaden drei Wechsel vor: Michel, Ferati und Shipnoski begannen für Yigit, Diakhaby und Iwe. Die Mannheimer erwischten den besseren Start und setzten die Schnüdel früh unter Druck. Bereits nach vier Minuten schlugen die Buwe zu: Okpala dribbelte bis in den Strafraum, sein Schuss ins lange Eck wurde von Stahl nach vorne abgewehrt – dort stand Boyd goldrichtig und schob zum 1:0 ein. Ein vielversprechender Auftakt, der sich im weiteren Verlauf jedoch nicht fortsetzte.


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Mit zunehmender Spieldauer verflachte die Partie, wodurch die Gastgeber etwas besser ins Spiel fanden. Der erste Abschluss der Schweinfurter gehörte Wintzheimer, dessen Versuch jedoch zu zentral war und Nijhuis vor keine großen Probleme stellte. Nach einem Doppelpass konnte Doktorczyk halblinks in den Strafraum ziehen und in den Rückraum ablegen, doch der Ball geriet zu kurz, sodass Mannheim klären konnte (22.).

Eine Szene, die sinnbildlich für beide Teams stand: Häufig fehlte die Präzision im letzten Pass, hinzu kamen zahlreiche Fouls. Erst in der 40. Minute wurde es wieder gefährlich: Eine Ecke von Geis köpfte Doktorczyk auf das Tor, wurde jedoch von Klünter geblockt. Den Nachschuss wuchtete Böhnlein Richtung Kasten, doch erneut war ein Mannheimer Abwehrspieler im Weg. Hoffmann klärte per Kopf – musste anschließend allerdings behandelt werden.

Boyd kontert erneutem Ausgleich – Nijhuis rettet drei Punkte

Auf die schwache erste Halbzeit nach dem Führungstreffer reagierte Holtz konsequent: Er brachte Rieckmann und Diakhaby für Ferati und Sietan. Doch eine echte Besserung war aus Sicht des Trainers nicht erkennbar. Stattdessen setzten die Schnüdel ihren couragierten Auftritt fort – und diesmal waren sie es, die früh im zweiten Durchgang trafen. Allerdings wurde es zunächst chaotisch: Dellinger hatte auf links viel Platz und schickte Wintzheimer die Linie entlang. Der legte quer auf Celebi, der freistehend zunächst den Pfosten traf und den Ball im zweiten Versuch einschob (52.). Die Schweinfurter Freude hielt jedoch exakt eine Minute und 14 Sekunden. Okpala tankte sich auf der linken Seite stark durch, ließ im Strafraum zwei Gegenspieler stehen und schob den Ball präzise ins rechte untere Eck – ein bitterer Rückschlag für die Gastgeber, aber ein sehenswertes Tor des Waldhof.

Mannheim legte in der Folge nach und arbeitete am 3:1. Boyd versuchte es zunächst mit einem artistischen Scherenschlag, traf den Ball aber nicht richtig (58.). Die beste Möglichkeit hatte erneut Okpala, der nach einer Flanke von Boyd völlig frei zum Kopfball kam, diesen aber knapp am Pfosten vorbeisetzte (68.). Anschließend flachte die Partie wieder ab – bis die Schnüdel erneut das Feuer entfachten. Celebi schlug eine Flanke in den Strafraum, Tranziska traf per Kopf zunächst nur die Latte. Sechelmann konnte den Abpraller nicht klären, Krätschmer reagierte am schnellsten und drosch den Ball aus kurzer Distanz zum 2:2 über die Linie (76.).

Schweinfurts Drangphase hielt an, Celebi zwang Nijhuis mit einem Distanzschuss zu einer starken Parade (81.). Doch mitten in diese Phase hinein schlug Mannheim wieder zu: Nach einer Ecke setzte sich Boyd im Strafraum robust durch und brachte den Ball per Flugkopfball aufs Tor. Vom Pfosten sprang er schließlich hinter die Linie – 3:2 für den SVW (83.). Wie schon nach dem zweiten Führungstreffer drängten die Mannheimer auf die Entscheidung, ließen aber Chance um Chance liegen. Die größte Gelegenheit vergab erneut Okpala, der eine flache Hereingabe aus fünf Metern freistehend am Tor vorbeischob (87.). Das hätte sich beinahe noch gerächt: Tranziska zog aus dem Rückraum direkt ab – der Ball wäre wohl im rechten Kreuzeck eingeschlagen. Doch Nijhuis verhinderte mit einer sensationellen Flugparade den erneuten Ausgleich und sicherte dem SVW damit den zweiten Sieg in Folge. Damit klettern die Kurpfälzer auf den sechsten Tabellenplatz – Schweinfurt bleibt nach der 14. Pleite im 16. Spiel Tabellenletzter. Am kommenden Spieltag empfangen die Mannheimer den 1. FC Saarbrücken, Schweinfurt gastiert beim TSV 1860 München.

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