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·4. Februar 2026
Dotchev warnt trotz Aufwind: "Der Weg ist noch lang"

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Nach zwei Siegen in Folge ist der SSV Ulm zurück im Rennen um den Klassenerhalt. Trainer Pavel Dotchev mahnt trotz des Aufschwungs zur Vorsicht, sieht sein Team aber auf dem richtigen Weg. Gegen den SV Waldhof Mannheim wartet nun die nächste schwere Aufgabe – mit besonderer Brisanz für Ex-Waldhof-Spieler Marcel Seegert.
Nach dem 0:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden schien die Hoffnung beim SSV Ulm bereits zu schwinden. Zwei Wochen später sieht die Welt bei den Spatzen jedoch wieder deutlich freundlicher aus. Dank zuletzt zwei Siegen in Folge ist das rettende Ufer wieder in Sichtweite – nur noch ein Punkt fehlt. Entsprechend gut sei die Stimmung innerhalb der Mannschaft, "das war sie aber auch schon vorher", betonte Cheftrainer Pavel Dotchev im Mediengespräch vor der Partie. "Wir dürfen uns nicht verstecken, wenn es schlecht läuft. Man ist besser und kreativer, wenn man positiv an die Sache herangeht." Trotz der kleinen Erfolgsserie warnt der 60-Jährige jedoch vor zu viel Euphorie: "Der Weg ist noch lang."
Die nächste Hürde wartet mit dem SV Waldhof Mannheim. Dotchev rechnet mit einer "sehr athletischen Mannschaft", die ein ähnliches Problem habe wie sein eigenes Team: die Defensive. Während die Mannheimer bislang 41 Gegentore kassierten, sind es bei den Ulmern deren 45. Mut macht Dotchev dabei die jüngste Entwicklung im Abwehrverhalten. Gegen Erzgebirge Aue habe man in der ersten Halbzeit noch einige Möglichkeiten zugelassen, gegen den MSV Duisburg hingegen einen "sehr sicheren Eindruck hinterlassen". Ausschlaggebend dafür war auch die erstmals eingesetzte Innenverteidigung mit Marcel Seegert und Luca Bazzoli. "Das hat mir sehr gut gefallen – vor allem, wie sie die Außenverteidiger abgesichert haben. Oft war vorher eine große Lücke, aber sie haben gut eingeschoben, wenn unsere Außenverteidiger ins Eins-gegen-eins mussten."
Auf das Duo wartet am Freitagabend allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe. Der Waldhof sei "sehr variabel", wechsle häufig die Positionen und verfüge mit Terrance Boyd über "eine echte Waffe". Einer, der die Mannheimer bestens kennt, ist Seegert selbst. Der Innenverteidiger stand von 2014 bis 2017 sowie von 2019 bis 2025 für die Buwe auf dem Platz. Für ihn werde die Rückkehr "sicherlich besonders". Ob er dem Trainer wertvolle Hinweise geben könne? "Ich werde mit ihm sprechen, ansonsten läuft aber alles wie immer. Ich habe dort oft gespielt und kenne die Gegebenheiten: ein enges Stadion, eine hitzige Atmosphäre." Zudem sei kürzlich ein neuer Rasen verlegt worden, "weshalb der Boden wohl tief sein wird".
Am Deadline Day blieb es beim SSV Ulm ruhig – bewusst. "Ich hätte mir noch gewünscht, ein oder zwei Spieler abzugeben, um konzentrierter arbeiten zu können", erklärte Dotchev. Luis Görlich war ein Kandidat. Aufgrund der Kadergröße habe er jedoch auf weitere Neuzugänge verzichtet: "Sonst kann die Stimmung kippen." Nun gehe es darum, Spieler, die eigentlich abgegeben werden sollten, "auf ein Niveau zu bringen, dass sie uns helfen können, wenn wir sie brauchen". Einen positiven Eindruck hinterließ Rückkehrer Aleksandar Kahvic. Er bringe eine "gewisse Statur" mit und mache auf ihn einen sympathischen Eindruck. Für einen Einsatz in der Startelf könnte jedoch noch zu früh kommen: "Dafür müssen wir erst seinen Zustand abwarten." Personell kann Dotchev am Freitagabend bis auf die Langzeitverletzten sowie Sadin Crnovrsanin aus dem Vollen schöpfen.








































