FCBinside.de
·9. Februar 2026
Drei Bayern-Erkenntnisse: Nur Neuers Patzer trübt die Stimmung

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·9. Februar 2026

Der FC Bayern siegt am 21. Spieltag deutlich gegen die TSG Hoffenheim. FCBinside liefert drei Erkenntnisse zur Partie.
Nach zwei sieglosen Bundesligaspielen in Folge gewannen die Bayern klar mit 5:1 gegen die Kraichgauer. Das Spiel lieferte folgende Erkenntnisse:
Vor Anpfiff des Spiels gegen Hoffenheim war Borussia Dortmund bis auf drei Punkte an den FC Bayern herangerückt. Die Münchner hatten zuletzt fünf Punkte in der Bundesliga liegen lassen: Bei der Heimpleite gegen Augsburg und beim Unentschieden in Hamburg.
Gegen den Tabellendritten aus Hoffenheim ging es also auch mit einer gewissen Nervosität in die Partie. Das gab Harry Kane nach dem letztlich deutlichen Sieg zu: „Nach zwei sieglosen Spielen herrschte diese Woche einige Unruhe im Team. Es war wichtig, ruhig zu bleiben“, sagte der Engländer.
Kane verwies darauf, dass jetzt die entscheidenden Spiele anstehen, die über die Titel entscheiden: „Wir sind gut in Form. Die Saison beginnt jetzt erst richtig“, so der Torjäger.
Die Bayern haben gegen Hoffenheim tatsächlich wieder in die Spur gefunden. Der Spielverlauf spielte der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany auch in die Karten. Der erste Elfmeter für den FCB war zumindest diskussionswürdig, durch die Rote Karte für Kevin Akpoguma wurden die Gäste gleich doppelt hart bestraft. Hätten die Hoffenheimer länger zu elft gespielt, wäre die Aufgabe für die Bayern deutlich schwieriger geworden.
Aber Fußball entscheidet sich nicht im Konjunktiv, am Ende konnte der Rekordmeister seinen Vorsprung auf den BVB wieder auf sechs Punkte ausbauen. Das war ein wichtiges Signal: Die Bayern sind wieder deutlicher auf Meisterkurs. Trotz der Unruhe nach den vergebenen Punkten in den Spielen zuvor.
Die Allianz Arena war gegen Hoffenheim die Bühne für die nächste große Luis-Diaz-Show. Der Kolumbianer war an jedem Treffer der Bayern beteiligt: Beide Elfmeter, die Kane souverän verwandelte, holte Diaz raus. Dann schnürte der 29-Jährige einen Dreierpack.
Die FCBinside-Note 1 war hochverdient für diese Weltklasse-Leistung. Diaz verkörpert diese absolute Weltklasse seit seiner Ankunft in München. Denn: Es gibt weltweit nur wenige offensive Flügelspieler, die ihre Rolle so interpretieren wie Diaz und solche Zahlen vorweisen können. Nach 30 Einsätzen für die Bayern steht er bei 32 Scorerpunkten. 18 Tore und 14 Assists steuerte Diaz in seiner ersten FCB-Saison schon bei.
Zum Vergleich: Bayern-Legende Franck Ribery gelangen in der Saison 2011/12 44 Scorerpunkte, Arjen Robben schaffte 2013/14 insgesamt 38 Torbeteiligungen. Diese Werte scheinen für Diaz alles andere als unerreichbar.

Foto: IMAGO
Eigentlich war er im Sommer nicht die erste Wahl der Bayern-Bosse gewesen, doch Diaz wurde zum echten Top-Transfer. Nicht nur seine Scorerwerte sind beeindruckend. Auch seine Einstellung und seine Konstanz sind unfassbar wertvoll für die Mannschaft. Diaz kämpft und rackert, bereitet vor und trifft und verpasst kaum ein Spiel.
Es muss auch nicht immer ein Weltklasse-Auftritt wie gegen Hoffenheim sein: Den Bayern-Fans wird Luis Diaz noch lange Freude bereiten.
Der einzige Gegentreffer für die Bayern ging klar auf die Kappe von Manuel Neuer. Der FCB-Kapitän wollte zu lässig Fisnik Asllani mit einem Chipball überspielen, doch der Ball kam zu niedrig und der Hoffenheim-Stürmer konnte ihn runterpflücken und in die Mitte zu Andrej Kramaric spielen. Der Kroate musste nur noch zum zwischenzeitlichen 1:1 einschieben.
Neuers Patzer war beim starken Auftritt der Bayern der einzige Wermutstropfen. Übrigens auch bei seiner eigenen Leistung, denn ansonsten machte Neuer eigentlich ein gutes Spiel und zeigte zwei Glanzparaden. Doch mit Blick auf die kommenden Aufgaben – besonders die K.o.-Spiele in Champions League und DFB-Pokal – beschleicht einen ein mulmiges Gefühl bei dem Gedanken, dass Neuer immer wieder für einen Patzer gut ist. Man denke an das Champions-League-Halbfinale im Jahr 2024, als Neuer die Bayern den Finaleinzug kostete.
Mit Blick auf die WM im Sommer sammelte Oliver Baumann im Tor der Hoffenheimer im direkten Duell mit Neuer Punkte. Klar, Neuer hat bisher noch gar nicht seinen Hut in den Ring geworfen. Aber nach der erneuten Verletzung von Marc-Andre ter Stegen wird die Torwartfrage im DFB-Tor dringlicher.
Auch, wenn das bei fünf Gegentoren komisch klingt, zeigte Baumann in München eine überzeugende Leistung. Der Keeper verhinderte mit vielen guten Paraden Schlimmeres und strahlte durchweg große Ruhe aus. Neuer zeigte sich dagegen in einer Szene zu locker und verschuldete so ein absolut unnötiges Gegentor.









































