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·19. September 2026
"Du siehst bei jedem das Strahlen im Gesicht": Welche Stärke Gersbeck bei Hertha BSC sieht

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Besser hätte Hertha BSC nicht in die Saison starten können. Torwart Marius Gersbeck spricht von Mentalität und Gemeinschaft, die die Mannschaft zusammenwachsen lässt.
Es läuft die 59. Minute und der VfL Onsabrück bekommt einen Elfmeter zugesprochen. Stürmer Robin Meißner läuft an, aber scheitert an Marius Gersbeck! Der Keeper von Hertha BSC hat die Ecke erahnt und ist parierte den nach rechts geschossenen Elfer. Nach dem Pokalspiel beim 1. FC Saarbrücken hat der 31-Jährige erneut unter Beweis gestellt, dass er in dieser Disziplin Qualitäten aufweisen kann. Einen Blackout beim zwischenzeitlichen 1:2 musste er aber dennoch hinnehmen – Hertha siegte mit 3:1.
Aktuell läuft es bei den Berlinern rund. Gersbeck weiß das: "Wir sind so gut zusammengewachsen, dass wir das alle genießen. Du siehst bei jedem das Strahlen im Gesicht, auch bei den Spielern, die nicht so viel spielen. Das macht es so schön und besonders", sagte er in einem Interview mit der Bild vor dem Topspiel bei Dynamo Dresden. Als Tabellenführer und den vollen 15 Punkten reist Hertha in die sächsische Landeshauptstadt, wo der sechste Ligasieg gefeiert werden soll.
Trotz des unerwartbar Höhenflug-artigen Starts warnt Gersbeck, dass man noch immer am Anfang der Saison stehe. "Es kommen noch Spiele, die uns nicht gefallen werden", prophezeit der Torwart, der von sich behauptet "ein Spiel gut lesen" und "gut mitspielen" zu können.
Die Alte Dame hat sich über den Sommer stark verändert – Leistungsträger wie Kapitän Fabian Reese haben den Verein verlassen. Viele außenstehende Personen schrieben Hertha ab und sahen bereits den Abstieg auf den Hauptstadtklub zurollen. Aber es kam anders: mit einer neuen Spielidee, einem verjüngten und kleineren Kader und der Motivation von hochgezogenen Talenten wie Soufian Gouram hat sich Hertha an die Spitze gesetzt.
Gersbeck, der für den in die Niederlande abgewanderten Tjark Ernst im Tor steht, kann die aktuelle Lage nur so beschreiben: "Gemeinschaft". Das Team hat "es geschafft, die Mentalität hochzuschrauben. Unsere Mentalität gepaart mit der Qualität, die wir haben, das ist überragend". Dies müsse man "jeden Tag fördern", zum Beispiel durch ein gemeinsames Essen nach jedem Spiel. Zuletzt besuchten die Hertha-Profis beim Goltz-Kebab am Berliner Richard-Wagner-Platz.
Als nächstes folgt nun die Aufgabe in Dresden, wo die Blau-Weißen keine organisierte Unterstützung bekommen werden. Die Fanszene boykottiert die Partie aufgrund der Auflagen des DFBs nach den Ausschreitungen im April. Zum einen wurde das Gästekontigent halbiert und zum anderen nur personalisierte Tickets ausgestellt. Gersbeck und sein Team werden gegen Dynamo so auskommen müssen – das Sportliche passiert auf dem Platz.







































