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·28. Februar 2026
"Ehrenrunde": Schweinfurt peilt Wiederaufstieg im Abstiegsfall an

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Angesichts von 18 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer hat der 1. FC Schweinfurt keine realistischen Chancen mehr auf den Klassenerhalt. Dennoch glauben die Verantwortlichen an das Wunder, beschäftigen sich aber auch längst mit den Planungen für die Regionalliga. Klar: Sollte es nach nur einem Jahr wieder runter gehen, soll der direkte Wiederaufstieg her.
Nur zehn Punkte in 25 Spielen: Der 1. FC Schweinfurt spielt bislang eine desaströse Saison, die aller Voraussicht nach mit dem Abstieg enden wird. Nachdem die Schnüdel 23 Jahre gebraucht hatten, um in den Profifußball zurückzukehren, wird das Abenteuer 3. Liga vorerst ein einmaliges bleiben. Dabei sei das Team aus Sicht von Geschäftsführer Markus Wolf "fußballerisch nicht zu schlecht für diese Liga", wie er in einem Interview mit der "Main Post" sagt. Allerdings sei es eine "falsche Einschätzung" gewesen, die Liga nur mit guten Fußballern halten zu können. "Im Nachhinein hätten ein paar mehr Spieler, die ihre Stärken in der Mentalität und Athletik haben, dem Gefüge sicherlich gutgetan." Die Erkenntnis kam jedoch zu spät, der Klassenerhalt ist angesichts von 18 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer nicht mehr realistisch.
Sollte es am Saisonende wieder zurück in die Regionalliga gehen, soll dies nun eine "Ehrenrunde" sein, wie Wolf betont. "Demnach heißen die Ziele: Profibedingungen und Wiederaufstieg. Sonst können wir es auch sein lassen. Ob es realisierbar ist, kann ich erst am Saisonende sagen." Personelle und infrastrukturelle Komponenten sollen aber "weitgehend" erhalten bleiben, wenn auch in etwas kleinerem Rahmen. Ende März sind die Gespräche mit den wichtigsten Sponsoren geplant, um ihnen das Konzept zu vermitteln. Denn klar ist: Auf die finanzielle Unterstützung der Sponsoren sind die Schnüdel weiterhin angewiesen. Zwar stellt auch Wolf eine Summe zur Verfügung, diese werde sich jedoch nicht verändern.
Für den direkten Wiederaufstieg plant der FC05 mit einem Kader aus maximal 25 Spielern. "Qualität statt Quantität", soll die Maßgabe lauten. "Und mehr darauf achten, dass das Team vom Tempo, der Schnelligkeit und Robustheit her ausgewogener ist." Derzeit sei das Team "etwas zu weich", so Wolf. "Manchmal habe ich das Gefühl, da spielt David gegen Goliath. Wir werden oft körperlich aus dem Spiel genommen."
Ob es mit Trainer Jermaine Jones im wahrscheinlichen Abstiegsfall weitergeht, ist noch offen. Der Vertrag des früheren Bundesliga-Spielers läuft nur bis zum Ende der Saison, und ein Bekenntnis für einen Verbleib hat er bislang nicht abgegeben. Wolf sagt dazu: "Es wäre jedoch fatal gewesen, erneut einen Trainer mit einem Eineinhalbjahresvertrag auszustatten und im Sommer vielleicht wieder einen neuen holen zu müssen." Am Sonntag feiert Jones im Duell mit dem 1. FC Saarbrücken sein Heimdebüt. Die Saarländer stehen derzeit auf dem rettenden 16. Platz, sodass ein Sieg absolute Pflicht ist, wenn das Wunder noch gelingen soll.









































