Eigengewächse vs. internationale Youngster: „Wir werden keinen Spieler, der bereit ist, Bundesliga zu spielen, verhindern“ | OneFootball

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·22. August 2026

Eigengewächse vs. internationale Youngster: „Wir werden keinen Spieler, der bereit ist, Bundesliga zu spielen, verhindern“

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Eigengewächse vs. internationale Youngster: „Wir werden keinen Spieler, der bereit ist, Bundesliga zu spielen, verhindern“

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Simon Bartsch

22 August, 2026

Mit Fynn Schenten haben die Kölner wieder ein vielversprechendes Talent verliehen, einige U21-Spieler sind zurück im Kader der Reserve. Auf der anderen Seite holen die FC-Bosse internationale Youngster für die Profis des 1. FC Köln: Eigengewächse oder internationale Youngster? Die Antwort ist kein Widerspruch.

Bei den eigenen Talenten wählen die Kölner oft den Weg der Leihen, so wie gerade bei Fynn Schenten und Kerkrade. Mit Julian Pauli und Elias Bakatukanda könnten zwei weitere folgen. Auf der anderen Seite wird der Kader mit internationalen Youngster aufgefüllt. Das ist aber kein Widerspruch.

René Wagner ließ eine Handvoll Nachwuchsspieler bei den Profis mittrainieren

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Am Rande der Generalprobe für den Pokalauftakt gegen Würzburg am Montag machte Thomas Kessler gleich zwei interessante Ankündigungen. Zum einen deutete der Geschäftsführer Sport an, dass es Transfers geben würde, zum anderen wurden harte Entscheidungen für die kommenden Tage in Aussicht gestellt. Eine knappe Woche später sind die Ergebnisse, die nach außen gedrungen sind, höchst unterschiedlich. Bei den Transfers gab es zwei Neuverpflichtungen, die erwartbar waren, vor allem aber eine Vertragsverlängerung, die so ziemlich alle Erwartungen und Gerüchte in den Schatten stellte. Durch den Verbleib von Said El Mala gerieten die Transfers von Ellyes Skhiri und Thijs Dallinga ein wenig in den Hintergrund, obwohl diese doch als besonders wichtig erachtet wurden. Doch Kessler hatte in diesem Punkt also nicht nur Wort gehalten, er setzte mit der El-Mala-Bombe noch ein Sahnehäubchen obendrauf.

Die ersten U21-Spieler wieder zurück bei der Reserve

Bei den harten Entscheidungen ist bislang dagegen relativ wenig nach Außen gedrungen. Gut möglich, dass es Gespräche mit dem einen oder anderen Spieler gegeben hat. Doch Ulf Sobek hatte noch zu Beginn der vergangenen Woche im Podcast der „Thekenphilosophen“ erklärt, man werde ohnehin keinen Spieler wegschicken, vielleicht aber dem ein oder anderen die Zukunftschancen aufzeigen. Direkte Kaderveränderungen waren dann aber doch zu sehen. Denn René Wagner reduzierte den Kader auf eine ihm sinnvolle Größe. Dem fielen gleich mehrere U21-Spieler zum Opfer. Sieben Spieler hatte der Cheftrainer aus dem Nachwuchs zu den Profis nach oben gezogen, fünf waren bereits am Donnerstag wieder Teil der Nachwuchsmannschaft. Darunter auch David Fürst, der laut Wagner ebenfalls überzeugt hatte, dem man nach der Verletzung von Sebastian Sebulonsen durchaus Chancen für einen Kaderplatz ausgerechnet hatte. Doch Wagner erklärte, er habe andere Ideen als Castro-Montes-Backup.

Jonathan Friemel und Patrik Kristal könnten also in Würzburg durchaus dabei sein. Das Thema Nachwuchsspieler ist bekanntlich ein heiß diskutiertes rund um den FC. Der Stachel, den die Personalie Florian Wirtz hinterlassen hat, sitzt nach wie vor tief. Immer wieder geistert der Begriff „Talenteflucht“ über dem Geißbockheim. Und schon fast obligatorisch wird der Abgang eines Nachwuchsspielers von viel Kritik begleitet, selbst wenn sich viele der abgewanderten Talente bei ihren neuen Vereinen dann auch schwer tun. Für den ein oder anderen Außenstehenden wirken die Ausleihen von Talenten wie Fynn Schenten, der in der vergangenen Spielzeit immerhin sein Bundesliga-Debüt feierte, und die gleichzeitige Verpflichtung von Spielern wie Reigan Heskey nicht unbedingt schlüssig. Und genau diese Frage ploppte auf dem Mitglieder-Stammtisch am Freitagabend auf.

„Das größte Talent auf dieser Position“

„In einer der besten aller Welt haben wir immer den Anspruch, die Jungs von innen heraus in den Profibereich zu bekommen. Wenn wir die Möglichkeit haben, Spieler von intern nach oben zu bringen, dann werden wir die immer bevorzugen im Gegensatz zu externen Neuzugängen“, entgegnete Thomas Kessler. „Jetzt hatten wir aber die Chance, bei sehr talentierten internationalen Spielern den Zugriff zu bekommen. Wir haben vereinzelt Spieler in den Kader dazubekommen, die über Profile oder Qualitäten verfügen, die wir aktuell nicht in unserer Akademie abgebildet haben.“ Vor allem Reigan Heskey gilt als besonders vielversprechender Transfer, aber auch die mögliche Verpflichtung von Mikey Moore würden wohl genau in diese Kategorie fallen. „Wir haben mit Reigan jemanden bekommen, der in England als das größte Talent auf dieser Position angesehen wird“, unterstrich Wagner, erklärte aber auch, dass man auch ihm die nötige Zeit geben müsse.

„Das ist aller Ehren wert“

Immerhin sei die Situation für den jungen Engländer, der es bei Manchester City gewohnt war, immer den Ball zu haben, spielen zu können, nun in einem fernen Land, mit einer anderen Art des Fußballs, eine komplett andere. Heskey kenne die Wucht des Stadions, der Fans nicht, erklärte der Coach. „Wir müssen die Entscheidung treffen, ist der Spieler aus der U19 besser oder können wir extern einen Spieler dazunehmen, der uns vom Potenzial her das Gefühl gibt, dass er – wenn er sich angepasst hat – besser ist, als einer der jetzt schon angepasst ist“, so Wagner weiter. Dabei betonen die Verantwortlichen immer wieder, den eigenen Nachwuchs durchaus im Blick zu haben. „Wir machen in unserer Akademie einen Topjob. Dass wir unter unseren Bedingungen immer unter den Topmannschaften der Bundesliga unterwegs sind, das ist aller Ehren wert“, sagte Kessler. Mahnte aber auch, dass es zwischen der A-Jugend und den Profis noch „etwas ganz anderes“ sei.

Und dennoch verschließen die Beteiligten nicht die Augen vor möglichen Talenten. So erklärte Kessler, dass mit Wagner ein Cheftrainer im Amt sei, der nicht weggucke. Und jener Cheftrainer gab auch ein Versprechen ab: „Wir werden einen Spieler, der noch nicht bereit ist, nicht überfordern. Dann passiert das Gegenteil: Der Junge hat das Gefühl, er kann nicht schwimmen und wenn er nicht schwimmen kann, dann geht er unter und stirbt“, so Wagner. „Wir werden aber auch keinen Spieler, der bereit ist Bundesliga zu spielen, verhindern. Wenn ein junger Spieler, egal wo er herkommt, bereit ist, Fußball-Bundesliga zu spielen, dann wird er das auch tun.“  


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Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf der Position des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

Setzt der 1. FC Köln auf den eigenen Nachwuchs?

Die Kölner Nachwuchsabteilung gilt als besonders erfolgreiche. Die A-Junioren standen zuletzt zwei Mal im Finale um die Deutsche Meisterschaft und konnten diese auch 2025 gewinnen. Meist ist der Weg der Spieler in den Profibereich einer über Leihen. Wie bei Tim Lemperle (nun Hoffenheim), Jonas Urbig (nun Bayern) oder Julian Pauli.

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