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·29. August 2026
Ein Blick in die Glaskugel: Die Saisonvorhersage der come-on-fc-Redaktion

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Redaktion
29 August, 2026
Kurve kriegen oder großes Zittern? Sechs FC-Autoren wagen die Saisonvorhersage. Schafft es die Wagner-Elf im zweiten Jahr nach dem Aufstieg, sich in der Liga zu etablieren oder droht wieder der Kampf gegen den Abstieg? Wer wird zum Publikumsliebling, wer zur Randnotiz? Und wie weit trägt der Effzeh sein Pokalglück? Zwischen vorsichtigem Optimismus und ausgewachsenen Hottakes haben unsere Autoren ihre ganz persönliche Prognose gewagt, natürlich ganz ohne Anspruch auf Korrektheit.
Wie läuft die Saison für den 1. FC Köln? (Foto: come-on-fc.com)
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Andreas Breuer
Die Bundesliga-Historie zeigt: Das zweite Bundesligajahr nach einem Aufstieg ist leichter als das erste. Klingt komisch, ist aber so! Die Wagner-Truppe wird also – statistisch gesehen – besser abschneiden, als vergangene Saison. Faktisch ticken beim Effzeh die Uhren aber schon immer anders. Und so scheint auch diesmal vom einstelligen Tabellenplatz (und Teneriffa-Sandstrand-Träumereien) bis zu Abstiegskampf pur (und regelmäßigen „Wagner raus“-Chören) alles drin.
Aber da die Kölsche ja im Hätze Sunnesching han, war der holprige Auftritt in Würzburg vermutlich der Startschuss für einen beeindruckenden DFB-Pokal-Run. Der FC erreicht im kommenden Jahr, beflügelt von der Neuauflage des 1983er Pokalsieger-Trikots, mindestens das Halbfinale. Und weil diesmal 80 % der Neuzugänge (allen voran Heskey und Dallinga) einschlagen, gelingt den Geißböcken in Kombination mit der Achse El Mala-Skhiri-Lochoshvili-Schwäbe eine solide Bundesliga-Spielzeit ohne Aschermittwoch-Blues.
Daniel Mertens
Der FC schafft den Klassenerhalt dank Ragnar Ache, der hinter Harry Kane Toptorjäger der Bundesliga wird und im kommenden Sommer für 50 Millionen Euro nach Dortmund wechselt. Saison-Highlight wird das Pokal-Achtelfinale auf Schalke, bei dem der FC durch ein Eigentor von Dejan Ljubicic in der 118. Minute gewinnt. Im Viertelfinale ist jedoch trotz eines Dreierpacks von Said El Mala zuhause gegen den BVB Endstation. Evangelos Sbonias wird der erste Co-Trainer der BL-Geschichte, der wegen einer Gelbsperre ein Spiel pausieren muss.
Luca Kaiser
Der FC steht vor einer schwierigen zweiten Saison nach dem Aufstieg. Die Mannschaft wird lange gegen den Abstieg spielen und sich erst im letzten Heimspiel gegen Paderborn durch ein Eigentor von Steffen Tigges retten. Ragnar Ache wird trotz der schwachen FC-Saison 15 Treffer erzielen und damit bester Torschütze werden, während Thijs Dallinga die Saison ohne eigenen Treffer beendet. Malek El Mala kommt in dieser Saison einmal als Ersatz für Ache zum Einsatz und erzielt dabei einen Treffer, der natürlich von seinem Bruder vorbereitet wird.
Ache spielt sich dank seiner Treffer ins Blickfeld von Jürgen Klopp und wird einmal für den DFB nominiert. Bei den Kölnern gibt es nach dem Aus von Thioune in Bremen zudem den zweiten Trainerwechsel. Für René Wagner übernimmt in der Rückrunde Christian Eichner, der am Ende den Klassenerhalt feiern kann. Anders als in der Liga läuft es für den FC im Pokal besser. Nach Siegen gegen den BVB, Leipzig und Leverkusen scheitert die Mannschaft erst im Halbfinale nach Elfmeterschießen am FC Bayern.
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Matthias Wilhellm
Der FC beendet die Saison in der oberen Tabellenhällfte, wobei mindestens einmal Said und Malek El Mala gemeinsam in der Startelf stehen. Zum Durchstarter der Saison entwickelt sich Patrik Kristal, der sich in der Mannschaft festspielt und dem Verein trotz lukrativer Angebote treu bleibt. Nach einigen Verletzungen auf der Torwartposition muss zudem Neuzugang Martin James einspringen und hütet unter anderem im Pokal-Viertelfinale gegen den VfB Stuttgart das Tor. Mit drei gehaltenen Elfmetern avanciert er zum Matchwinner, im Halbfinale ist jedoch gegen Essen Schluss. Die Torschützen bei RWE heißen Marvin Obuz und Jaka Potocnik.
Hendrik Broschart
Nach einem holprigen Start mit gerade mal einem Sieg aus den ersten 10 Spielen stabilisiert René Wagner seine neu formierte Mannschaft und spielt eine alles überragende Rückrunde. Zwischen den beiden Extremen pendelt sich der FC am Saisonende im Tabellenmittelfeld ein. Mikey Moore, am Deadline Day in einem Kraftakt von Kessler dann doch noch zum 1. FC Köln geholt, enttäuscht die riesigen Erwartungen an seine Person, Jan Thielmann dagegen findet seinen Funken wieder, tritt aus dem Schatten seines Rufs als Ewiges Talent und entpuppt sich auf dem Feld als einer der sportlichen Schlüsselfiguren.
Thijs Dallinga schlägt am Geißbockheim ein wie das erste Kölsch nach der Fastenzeit, krönt sich beim FC zum Topscorer, noch vor Ragnar Ache, der ebenfalls eine ordentliche Saison aufs grüne Parkett zaubert. Said El Mala macht dort weiter, wo er in der abgelaufenen Saison aufgehört hat – alles andere würde der Bürde der frischgebackenen Nummer 10 nicht gerecht werden. Die wackelige Defensive der letzten Saison ist spätestens mit der Rückkehr von Timo Hübers kein Thema mehr.
Elias Schnaubelt
Der FC steht vor einer Saison mit vielen Aufs und Abs, landet am Ende aber im gesicherten Niemandsland der Tabelle (12.), was vor allem daran liegen wird, dass einige Teams noch schlechter sind. Thijs Dallinga wird sich zunächst über Jokereinsätze empfehlen, spielt sich aber im Laufe der Saison fest und trifft zweistellig. Während dieser Transfer aufgeht entpuppt sich Gideon Mensah als Fehleinkauf und ist spätestens nach dieser Saison wieder weg. Beim FC wird in der zweiten Saisonhälfte mal wieder Jugend forscht ausgepackt und Evan Brown aus der zweiten sammelt 5 Einsätze.
Simon Bartsch
Die Bundesliga wird sich in dieser Saison als deutlich ruhigeres Fahrwasser für den FC darstellen. Dennoch könnte der Name des Trainers am Ende der Spielzeit ein anderer als zu Beginn sein (Funkel wird es nicht). Said El Mala erhält im Winter Angebote von Dortmund, Leipzig, Chelsea, Tottenham, Juve, Milan […] und Bröndby – da Malek El Mala aber gerne noch den Karneval mitnehmen wird, ist ein Wechsel erst für die kommende Transferphase angedacht. Malek bekommt dafür eine Vertragsverlängerung und aus der 19 wird die 48 (mit ordentlicher PR-Maschinerie).
Und jetzt ein ernst gemeinter Hottake: Reigan Heskey kommt trotz der Konkurrenz am Ende der Spielzeit auf zehn Scorer. Und ja: Mikey Moore wird das FC-Trikot tragen (wenn auch nur im eigenen Wohnzimmer beim Pokalfight Köln gegen Greuther Fürth in der 2. Runde (4:5 aus Kölner Sicht, nachdem sich ein nicht namentlich genannter Spieler beim Elferschießen den Ball ans eigene Knie bugsiert)).
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