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·22. August 2026
Elfmeterschießen ohne Happy-End: Köln und FCS scheitern vom Punkt

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Dramatik pur im Ludwigspark und im Sportpark Höhenberg. Sowohl der 1. FC Saarbrücken als auch Viktoria Köln retteten sich durch späte Tore in die Verlängerung und erreichten noch das Elfmeterschießen. Dort gab es sowohl für die Kölner gegen den 1. FC Nürnberg als auch Saarländer gegen Hertha BSC jedoch kein Happy End.
Von einem 50/50-Spiel sprach Herthas Trainer Leitl vor der Partie. FCS-Trainer Giannikis sah das naturgemäß anders. Er nahm einen Wechsel vor: Broll startete im Tor für Bignetti. Die Hertha begann druckvoll und hatte bereits nach vier Minuten die erste Chance: Sessa legte im Strafraum auf Zeefuik ab. Der Niederländer donnerte das Leder aus sieben Metern auf das kurze Eck – Broll riss gerade noch die Fäuste hoch und lenkte den Ball über die Latte. Zwar versteckte sich der FCS nicht, dennoch war die Hertha das Team mit den besseren Gelegenheiten. Zunächst schlenzte Zeefuik aus halblinker Position den Ball an die Latte, anschließend lenkte Broll einen Schuss von Thorsteinsson gerade noch um den Pfosten (16.). Auch Grönning hatte nicht mehr Glück: Sein Kopfball ging knapp am Pfosten vorbei (18.). Die Gäste nahmen anschließend etwas Tempo heraus, blieben jedoch spielbestimmend. Saarbrücken kam kurz vor der Pause erstmals gefährlich in den gegnerischen Strafraum: Nankishi ließ Zeefuik aussteigen und schloss aus spitzem Winkel ab. Gersbeck wehrte den Versuch mit der Brust ab (42.).
Wie schon in der ersten Halbzeit drängten die Gäste auf die Führung. Sessa versuchte es mit einem Flachschuss aus zwölf Metern, doch Keeper Broll war auf dem Posten (51.). Fast im Minutentakt kam Hertha BSC nun zu Chancen. Erst schoss Sessa knapp am Tor vorbei (55.), dann köpfte Gouram über den Kasten (59.), ehe erneut Sessa den Abschluss suchte. Seinen Versuch begrub Broll unter sich (62.). Nachdem auch Thorsteinsson kein Glück hatte und aus 24 Metern knapp vorbeischoss, war der Bann nach rund 70 Minuten gebrochen – und zwar per Traumtor. Seguin zog aus 25 Metern aus dem Stand ab und traf sehenswert in den linken oberen Winkel. Die Partie lebte vor allem von der Spannung, da Hertha die Entscheidung verpasste. Wieder war es Sessa, dessen Abschluss aus 18 Metern nur knapp über das Tor flog (80.). Nur 60 Sekunden später prüfte Alfa-Ruprecht Broll mit einem wuchtigen Versuch aus halblinker Position, doch der Keeper parierte. So kam es aus Sicht der Herthaner, wie es kommen musste: Fahrner legte sich nach einer Klärungsaktion den Ball mit der Brust vor und traf per Dropkick zum späten Ausgleich (90.+2).
In der ersten Halbzeit der Verlängerung knüpfte Hertha BSC zunächst an die bisherige Partie an und hatte die erste Chance: Klemens köpfte aus sieben Metern knapp am Tor vorbei (92.). Danach verflachte die Partie allerdings etwas. Dennoch waren die Berliner der erneuten Führung nahe: Schuler traf zunächst aus kurzer Distanz das Gesicht von Broll. Im Nachgang traf Brekalo den Ball nicht richtig, beinahe senkte sich das Leder aber noch ins lange Eck (112.). Apropos Schuler: Der wurde von Sessa geschickt und war eigentlich schon auf und davon, legte sich den Ball aber viel zu weit vor (116.). Die Entscheidung musste schließlich vom Punkt fallen. Die ersten drei Schützen trafen, dann verschoss ausgerechnet Pick. Schuler verschaffte den Berlinern schließlich einen Vorteil, den sich die Hertha nicht mehr nehmen ließ. Nachdem Rizzuto und Sessa trafen, scheiterte Brünker an Gersbeck entscheidend. In der Liga empfängt Saarbrücken am Sonntag, den 30. August, Hansa Rostock (13:30 Uhr).
Zehn Jahre nach dem letzten Aufeinandertreffen im DFB-Pokal spielten Viktoria Köln und der 1. FC Nürnberg in der 1. Runde erneut gegeneinander. Kölns Trainer Wilhelm nahm eine Änderung vor: Tonye verdrängte Prokopenko auf die Bank. Köln legte gut los und war früh der Führung nahe: Wolf bediente Castelle, dessen Direktabnahme Fynn Otto jedoch ins Toraus abfälschte (6.). Zwei Minuten später versuchte es David Otto am ersten Pfosten per Hacke. Auch dieser Ball wurde noch touchiert – dieses Mal von einem Mitspieler, wodurch er knapp am Tor vorbeiging (8.). Chancen hatte weiterhin nur der Drittligist. Castelle legte nach einer Freistoßflanke auf David Otto ab, dessen Versuch kurz vor der Linie gestoppt wurde (20.). Sechs Minuten später versuchte es Kloss per Kopf – Reichert parierte den wuchtigen Kopfball stark (26.). Kurz vor der Pause ließ Köln den nächsten Hochkaräter liegen: Tonye legte auf Duman ab, dessen Schuss jedoch zu zentral geriet (41.).
In der zweiten Halbzeit war der Club deutlich aktiver und bestrafte Kölns Chancenwucher aus den ersten 45 Minuten. Scobel drehte sich kurz hinter der Strafraumlinie um Kloss und vollstreckte anschließend wuchtig und ins rechte Eck (56.). Wenngleich Nürnberg nun besser in der Partie war, steckte Köln nicht auf. Zunächst setzte Maboulou im Eins-gegen-eins mit Reichert seinen Heber zu hoch an (64.), anschließend köpfte David Otto in Rücklage über den Kasten (65.). Auf der Gegenseite hatte Scobel das 2:0 auf dem Fuß. Schulz konnte eine Flanke nicht ausreichend klären, sodass der Nürnberger aus der Drehung abschließen konnte. Kurz vor der Linie retteten mehrere Kölner (71.). Der Ausgleich wäre mehr als verdient gewesen, doch Köln nutzte seine Chancen einfach nicht: Verteidiger Sponsel lief frei auf Reichert zu, schob das Leder aber am Pfosten vorbei (74.). Moustfa wehrte eine Hereingabe genau vor die Füße von Maboulou, dessen Direktabnahme ebenfalls am Tor vorbeiging (89.). Es sollte für die Viktoria einfach nicht sein, oder? In der letzten Aktion der Partie hob Fallmann einen Freistoß in den Strafraum, wo Sponsel den Ball aus kürzester Distanz über die Linie drückte (90.+5) – Verlängerung!
In der ersten Halbzeit der Zugabe kontrollierte Nürnberg zunächst das Geschehen, Köln verteidigte jedoch diszipliniert. Die beste Chance in den ersten 15 Minuten hatte somit auch der Club: Mandic köpfte eine Ecke von Justvan knapp über die Latte (105.+1.). In der zweiten Halbzeit der Verlängerung passierte nichts Nennenswertes, sodass es wie vor zehn Jahren erneut ins Elfmeterschießen ging. Die ersten vier Schützen verwandelten sicher, dann scheiterte zunächst Fallmann an Reichert. Masouras hatte anschließend die Chance, Nürnberg wieder in Führung zu bringen, schoss jedoch über das Tor. Eisenhuth nutzte dies und glich im Elfmeterschießen wieder aus. Fernandez jagte den Ball ebenfalls in den Himmel, wodurch Köln die Chance auf die Pokal-Überraschung hatte. Swider peilte wie zuvor Masouras und Fernandez das linke obere Eck an – auch er verfehlte das Gehäuse. Im Sudden Death verwandelten die ersten drei Schützen, ehe Jahn an Reichert scheiterte. Für die Viktoria geht es am Mittwoch im Landespokal gegen Union Schafhausen weiter. In der Liga empfangen die Rheinländer am Sonntag, den 30. August, Preußen Münster (19:30 Uhr).
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