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·24. September 2026
Schwierige Situation: René Wagner gewinnt Spieler für den 1. FC Köln, aber nur wenige Spiele

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Matthias Wilhelm
24 September, 2026
Cheftrainer René Wagner hat aktuell einen schweren Stand. Nach einem 3:2-Heimsieg zum Saisonauftakt gegen die TSG Hoffenheim folgten in den anschließenden drei Partien nur ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Präsident Jörn Stobbe hält den Übungsleiter hingegen weiterhin für den richtigen Mann. Er betonte insbesondere auch die Qualitäten, die über den Alltag auf dem Trainingsplatz hinausgehen.
René Wagner auf der PK
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Obwohl der FC in der vergangenen Saison sicherlich auch dank der Unfähigkeit der Konkurrenz in der Liga blieb, hielt Sportchef Thomas Kessler an Wagner fest und machte ihn vom Interimstrainer zum Hauptverantwortlichen. Eine Entscheidung, die nicht gerade bei den Fans nicht überall positiv aufgenommen wurde. Nachdem es zum Saisonstart noch so aussah, als ob die Rechnung aufgehen könnte, ließen die Auftritte zuletzt einiges vermissen und so wachsen die Misstöne in den Sozialen Medien. Präsident Stobbe fordert Zeit für einer seiner vielleicht wichtigsten Mitarbeiter: „Bei René ist es ganz klar so, dass wir glauben, dass die Spiele, in denen er nicht die volle Punktzahl abräumt, dass er die noch nachbessern kann. Mit jedem Spiel kommt mehr Erfahrung bei ihm dazu“, so der Präsident im Podcast „Dreierkette Köln„.
Dennoch stehen nun nach elf Ligaspielen unter Wagner gerade einmal zwei Siege und neun Punkte auf der Haben-Seite. Die reine Statistik spricht nicht für den Coach und auch die Art und Weise der Auftritte überzeugte vor allem zum Ende der Vorsaison eher selten. Fakt ist, Wagner gewinnt zu wenig Spiele, laut dem Präsidenten gewinnt er aber die Spieler. Auch wenn der Trainer selbst die Akteure nicht aussucht, soll der 38-Jährige doch einen großen Anteil an der finalen Verpflichtung haben. Laut Stobbe war zudem auch die Vertragsverlängerung von Said El Mala, die wohl alle Neuzugänge des Sommers überschattete, nicht zuletzt auf Wagner zurückzuführen. „Ein Mikey Moore wäre ohne René gar nicht gekommen. Gleiches gilt für Said El Mala. René hat der Familie ein so gutes Gefühl gegeben, dass der Junge weiter bei uns spielt“, erzählte der Präsident.
Allein diese Qualität soll den Verantwortlichen die Arbeit vereinfacht haben. Zudem scheint der Trainer auch bei einigen seiner Akteure den richtigen Ton zu treffen. Im Trainingslager in Kitzbühel war an manchen Stellen durchaus zu hören, wie gut die Profis mit der Kommunikation des Trainers klar kämen. Wagner gewann also auf mehreren Ebenen Spieler für sich und für den FC, die Anzahl an gewonnenen Spielen seit seiner Übernahme ist weiter überschaubar. Gegen Gladbach soll sich das ändern. Ein gewonnenes Derby hat bisher jedem FC-Trainer geholfen, seine Position im Umfeld zu stärken. Dabei sollen die durch Wagner verpflichteten Spieler eine entscheidende Rolle einnehmen. Am Ende wird schließlich jeder Trainer an sportlichen Erfolgen gemessen.
Nach der Länderspielpause stehen für den FC sechs Pflichtspiele an, bevor der Ligabetrieb erneut für ein Wochenende ruht. In diesem Zeitraum gilt es für die Domstädter, endlich wieder Zählbares zu holen. Neben fünf Partien in der Bundesliga steht außerdem am 27. Oktober die zweite Runde des DFB-Pokals an. Die Geißböcke empfangen dafür Union Berlin in Müngersdorf, bevor es fünf Tage später in der Liga erneut gegen die Eisernen geht. Neben dem Derby und den beiden Duellen mit Union warten außerdem Spiele gegen Frankfurt, Schalke und Leverkusen auf die Geißböcke. Trainer und Spieler haben die Gelegenheit zu beweisen, dass sie noch mehr zeigen können als in den vergangenen Wochen. Sollten Ergebnisse und Leistungen sich nicht verbessern, dürfte die Luft für Wagner irgendwann dünn werden. Präsident Stobbe sieht für die Situation eine einfache Lösung: „Jetzt müssen wir natürlich schauen, dass wir die Ergebnisse kriegen, weil dann hört so eine Diskussion schnell auf.“























