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·22. Januar 2026
"Enorm wichtiges Spiel": Ulm gegen Aue unter großem Druck

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Der Plan des SSV Ulm, mit einem Sieg gegen Wiesbaden direkt zum Auftakt der Rückrunde bis auf drei Zähler an das rettende Ufer heranzurücken, ist nicht aufgegangen. Entsprechend groß ist nun der Druck vor dem Auswärtsspiel in Aue, das derzeit auf dem rettenden 16. Platz steht. Trainer Pavel Dotchev ist sich der Bedeutung der Partie bewusst.
Er redete bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag nicht drumherum: "Die Bedeutung dieses Spiels ist schon sehr, sehr groß", sagte Pavel Dotchev und sprach von einem "enorm wichtigen Spiel". Mit einem Sieg könnte Ulm bis auf drei Punkte an Platz 16 heranrücken, bei einer neuerlichen Niederlage hingegen könnte der Rückstand im schlechtesten Fall auf bis zu neun Punkte anwachsen. Dann würde der Klassenerhalt in weite Ferne rücken. Um als Sieger vom Platz zu gehen, "wird es entscheidend sein, dass wir uns nur auf das Spiel fokussieren und alles andere ausblenden. Denn wir brauchen dringend Punkte und Siege".
Auch von der Kulisse dürfe sich sein Team nicht beeinflussen lassen, sagte der 60-Jährige. Stattdessen soll diese eher motivieren. "Wir werden nicht dahin fahren und sagen, dass wir der Außenseiter sind. Im Gegenteil. Wir haben in den vergangenen Partien gegen Spitzenteams gezeigt, dass wir auf Augenhöhe sind." Nur die Ergebnisse hätten nicht gestimmt. "Warum sollen wir jetzt in Aue nicht unsere Chance auch wahrnehmen?"
Auch für Dotchev ist es ein besonderes Spiel, war er doch in drei Amtszeiten als Trainer für die Veilchen aktiv und kennt den Großteil der aktuellen Mannschaft noch. "Ich habe eine schöne Zeit gehabt", blickte der 60-Jährige zurück, wenngleich der Abschied im Dezember 2024 eher frostig war. Dennoch betonte der Drittliga-Rekordtrainer, dass er kein schlechtes Wort über seinen Ex-Klub verlieren werde. "Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht in die falsche Kabine gehen", witzelte Dotchev, der Änderungen in der Startelf andeutete.
Unter anderem deswegen, weil Aue viel auf Standards setzt. "Da werden wir richtig gefordert sein und müssen gut verteidigen." Eine Änderung wird es in jedem Fall geben, da Leon Dajaku gelb-gesperrt ist. Wer den 24-Jährigen ersetzen wird, wollte Dotchev aber noch nicht verraten. Personell kann der Ulmer Coach aus dem Vollen schöpfen, wenngleich er Streli Mamba und Niko Vukancic noch nicht bei 100 Prozent sieht.
Unter der Woche waren 27 Spieler im Training, was aus Sicht des 60-Jährigen "nicht optimal" ist. Zwar sei die Qualität des Trainings dadurch nicht beeinträchtigt, "aber mein Wunsch wäre natürlich, dass wir den Kader reduzieren und wir ein paar Spieler abgeben, die uns momentan nicht weiterhelfen. Wir haben auch schon einige Gespräche geführt." Namen nannte Dotchev zwar nicht, betonte aber, dass niemand vom Hof gejagt oder aussortiert werden soll. "Das ist nicht meine Art."
Gleiches gilt im Hinblick darauf, jetzt schon aufzugeben. Zwar ärgerte sich der 60-Jährige darüber, nicht wie erhofft schon mehr Punkte für eine bessere Ausgangslage im Abstiegskampf gesammelt zu haben (nur drei Zähler in sechs Spielen), "aber das ist für mich kein Grund, jetzt alles anzuzweifeln und infrage zu stellen. Wir sind auf einem guten Weg und müssen weitermachen." Ein positiver Trend sei in jedem Fall zu sehen. Dieser soll am Samstag auch in Form von Punkten sichtbar werden.







































