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Selina Eckstein·1. Oktober 2026

Er kommt ohne WM-Last: Wird dieses DFB-Juwel jetzt zur Säule von Klopp?

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Der zweite DFB-Kader von Jürgen Klopp zeigt den Blick in die Zukunft auf. Einige unbekümmerte, junge Talente, die nun ihre Chance erhalten, sich für die A-Nationalmannschaft zu empfehlen. Spieler, die vielleicht auch schon in den Gedanken von Julian Nagelsmann eine Rolle spielten und von einem Platz im WM-Kader geträumt haben, letztlich aber noch nicht zum Zug kamen.

Tom Bischof hatte in dieser Länderspielpause besonders viel zu tun. Nach Absprache der Trainer wurde der Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft sowohl von U21-Coach Antonio Di Salvo als auch von Jürgen Klopp berufen. Nach dem souveränen 4:0-Sieg in der EM-Qualifikation gegen Lettland reiste der Profi vom FC Bayern direkt weiter zum A-Team. Er kam somit mit einem Erfolgserlebnis, genau das, was Klopp gegen Serbien auch gut gebrauchen könnte. 


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Während Bischof bei der U21 gesetzt ist, kommt er nun in der Rolle des Herausforderers zum neuen Bundestrainer. "Beide Rollen tun mir einfach mal sehr, sehr gut – weil hier kann ich brutale Verantwortung übernehmen, das muss ich aber oben auch. Ich bin da kein anderer Mensch, benehme mich genau gleich wie hier", sagte der 21-Jährige (Zitat via 'kicker').

Im neu formierten DFB-Mittelfeld geht es für Bischof nun darum, auf sich aufmerksam zu machen. Zwar sucht Klopp in erster Linie nach einem geeigneten Nebenmann für Joshua Kimmich, doch nach dessen Abreise steigen zumindest Bischofs Chancen auf einen Einsatz gegen Serbien oder Griechenland. Neben Bischof hoffen allerdings auch Aleksander Pavlović, Anton Stach und Vitaly Janelt auf ihren Einsatz.

Für Kimmich ist die Zuschauerrolle ungewohnt und bitter. Erst recht, weil das Spiel gegen Serbien in seinem "Wohnzimmer", der Allianz Arena, stattfindet. "Ich hatte bis zuletzt gehofft zu bleiben und wäre natürlich gerne dabei gewesen", gab der DFB-Kapitän nach der Pleite gegen Griechenland offen zu.

Die nominierten Bayern-Spieler, zu denen auch Bischof zählt, dürfen sich wiederum auf das besondere Heimspiel freuen. Jürgen Klopp wiederum darf sich auf Bischofs Qualitäten im Gegenpressing verlassen. Seit seinem Wechsel an die Isar hat sich das Talent noch einmal spürbar weiterentwickelt. "Tom ist ein ganz feiner Fußballer, hat enorm viel strategisches Talent und ist einfach ein fantastischer Typ", lobte der Bundestrainer bereits bei der Kaderbekanntgabe.

Aus dem Verein kennt Bischof die Rolle als Herausforderer, die ihn nun auch beim DFB erwartet, gut. Er kämpft im Mittelfeld mit Pavlović um den Platz neben Joshua Kimmich. Die Konkurrenz schreckt ihn jedoch nicht ab, denn alle drei würden sich gegenseitig anspornen, verriet Bischof im Juli gegenüber den vereinseigenen Medien: "Jeder will spielen, dadurch werden alle besser und das hilft der ganzen Mannschaft. Ich traue mir diese Rolle definitiv zu." 

Dass er vor Selbstbewusstsein strotzt, zeigte sich auch bei der Trikotwahl. Bischof übernahm in München die prestigeträchtige Rückennummer 8 von Leon Goretzka. Wie er gegenüber 'ran.de' verriet, gab es dafür sogar einen augenzwinkernden Spruch vom Vorgänger: "Er war auf dem Trainingsgelände und meinte, weil ich noch seine Schlappen anhatte: 'Klaust du mir jetzt alles?!' Aber ich glaube, er freut sich ehrlich für mich."

Mit dieser Mischung aus Unbekümmertheit, Spielwitz und gesunder Selbsteinschätzung bringt Tom Bischof alles mit, um nicht nur beim FC Bayern, sondern auch unter Jürgen Klopp im DFB-Team zur tragenden Säule zu werden. Die Chance ist da, er muss sie nur noch nutzen. 


📸 Alexander Hassenstein - 2026 Getty Images

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