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·30. November 2025

Erkenntnisse: Kompanys Aufstellung sagt viel über den Status dieser Bayern-Stars

Artikelbild:Erkenntnisse: Kompanys Aufstellung sagt viel über den Status dieser Bayern-Stars

Der FC Bayern gewinnt nach Rückstand zuhause gegen den FC St. Pauli. FCBinside liefert drei Erkenntnisse zur Partie.

Die Bayern konnten das Spiel gegen die Hamburger durch zwei Treffer in der Nachspielzeit noch mit 3:1 für sich entscheiden. Das Spiel lieferte folgende Erkenntnisse:


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1. Kompanys Aufstellung sagt viel über den Status dieser Bayern-Stars

Vor dem Spiel gegen St. Pauli hatten viele mit großflächigen Veränderungen in der Bayern-Startelf gerechnet, schließlich hatte die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany das Champions-League-Topduell beim FC Arsenal hinter sich und gleichzeitig steht am kommenden Mittwoch das Pokal-Achtelfinale bei Union Berlin an. Trotzdem änderte Kompany dann gar nicht so viel. Und die dosierte Rotation des Bayern-Trainers sagt viel aus über den aktuellen Status mehrerer Bayern-Stars.

Leon Goretzka beispielsweise bekam zuletzt nicht mehr so viel Vertrauen von Kompany wie noch zu Beginn der Saison. Im Spiel bei Arsenal setzte der Belgier auf das Duo Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic in der Zentrale – und auch gegen St. Pauli gönnte er Pavlovic keine Schonung. Das Bayern-Eigengewächs hat Goretzka, dessen Vertrag nach der Saison ohnehin ausläuft, jetzt offensichtlich endgültig verdrängt.

Noch weniger Spielzeit als zuletzt Goretzka bekommt Sacha Boey. Kompany rotierte gegen St. Pauli lieber Youngster Tom Bischof als Linksverteidiger rein, als den Franzosen zu bringen. Bei Boey stehen die Zeichen auf Abschied, vielleicht sogar schon in der anstehenden Wintertransferperiode.

Einen bittersüßen Nachmittag hatte Nicolas Jackson. Er schoss zwar den Treffer zum 3:1-Endstand, kann aber mit seiner Einsatzzeit nicht zufrieden sein. Der Leihstürmer vom FC Chelsea wurde erst in der 83. Minute als letzter Bayern-Spieler eingewechselt. Bei seiner Verpflichtung hatte man noch gedacht, genau in solchen Spielen wie gegen St. Pauli könnte er auch mal Harry Kane eine Pause verschaffen oder zusammen mit dem Top-Torjäger auflaufen. Stattdessen wird auch bei Jackson immer klarer: Beim FC Bayern hat er wohl keine langfristige Zukunft.

2. Bayern zeigen wichtige Qualitäten

Zu Beginn der Saison wurden die Gegner noch regelmäßig abgeschossen. Jetzt, da die Saison immer länger wird und die Temperaturen kälter werden, muss sich der Rekordmeister die Punkte auch erkämpfen und nicht nur erspielen. Die Bayern zeigen aktuell wichtige Qualitäten.

Abgesehen von der Niederlage bei Arsenal konnten sich die Münchner immer wieder rankämpfen. In der Bundesliga bei Union Berlin und zuhause gegen Freiburg kam man jeweils kurz vor der Pause noch zum Ausgleich – genau wie gegen St. Pauli durch den Treffer von Raphael Guerreiro zum 1:1. In Berlin schaffte man dann in der Nachspielzeit nochmal den Ausgleich und verhinderte eine Pleite, gegen Freiburg gewann der FCB nach 0:2-Rückstand noch deutlich mit 6:2. Gegen St. Pauli traf Luis Diaz in der Nachspielzeit zum 2:1, bevor Jackson mit seinem Tor den 3:1-Endstand besiegelte.

Dabei zeigt die Mannschaft aktuell eine hervorragende Mentalität. Das Kompany-Team lässt sich von Rückschlägen nicht unterkriegen und bleibt bis zum Ende gefährlich. Das zeichnet erfolgreiche Mannschaften aus. Mannschaften, die am Ende auch Titel gewinnen.

Ein Titel, den die Bayern endlich mal wieder holen wollen, ist der DFB-Pokal. Am Mittwoch in Berlin wird höchstwahrscheinlich wieder nicht die spielerische Komponente im Vordergrund stehen. Die Bayern erwartet an der Alten Försterei ein echter Pokalfight. Im Moment scheint die Mannschaft dafür gut gerüstet.

3. Diaz ist schon unverzichtbar für die Bayern

Im Spiel bei Union wird auch Luis Diaz wieder eine wichtige Rolle spielen. Der Kolumbianer war gegen St. Pauli Man of the Match. Das 1:1 durch Guerreiro bereitete er artistisch auf dem Boden sitzend vor, den Treffer zum 2:1 in der Nachspielzeit markierte er selbst. Das Spiel gegen die Hamburger in Verbindung mit dem Auftritt zuvor in London zeigt, wie wichtig Diaz jetzt schon für die Bayern ist.

Im Duell mit Arsenal fehlte Diaz wegen seiner unnötigen Rotsperre – und die Bayern verloren zum ersten Mal in dieser Saison. Gegen St. Pauli fand der Neuzugang in den spielentscheidenden Szenen auch in der eng gestaffelten Defensive der Gäste die Lücken.

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Foto: Getty Images

Diaz überzeugt zum einen mit seinen Statistiken: In 19 Pflichtspielen beim FCB kommt er auf 18 Scorerpunkte. Zum anderen macht ihn seine engagierte Spielweise so wichtig.

Nach dem Spiel gegen St. Pauli gab es viel Lob für Diaz. Trainer Kompany erklärte bei der Pressekonferenz nach der Partie, dass er es selbst „eklig“ gefunden hätte, „gegen so einen Spieler zu spielen“. Sportdirektor Christoph Freund schwärmte: „Er ist ein absoluter Winner-Typ. Er ist immer fokussiert. Er bringt in fast jedem Spiel seine Leistung. Er lässt sich nicht rausbringen, wenn es mal schwieriger läuft oder er Chancen vergeben hat. Wir haben von Anfang an gesagt, dass das ein Top-Transfer für uns ist.“

Ein Top-Transfer war Diaz wirklich. In kurzer Zeit ist er schon unverzichtbar für die Bayern geworden.

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