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·16. Februar 2026
Erneut nur Joker: Lukas Kwasniok ist bei Said El Mala in einem Dilemma

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Simon Hense
16 Februar, 2026
Die Leistungen in den vergangenen Wochen waren eher schwach, trotzdem fordern viele FC-Fans mehr Startelfeinsätze für den Linksaußen beim 1. FC Köln: Kwasniok ist bei Said El Mala in einer Zwickmühle.

Said El Mala im Spiel gegen den VfB Stuttgart (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Es ist eines der wohl größten Diskussionthemen rund um den 1. FC Köln in dieser Saison: Sollte Said El Mala öfter in der Startelf stehen? Viele FC-Fans würden diese Frage wohl eindeutig mit Ja beantworten. Trainer Lukas Kwasniok sieht das aber eher anders. In den bisherigen 22 Liga-Spielen stellte er El Mala nur neunmal von Beginn auf und brachte ihn stattdessen 13 Mal von der Bank. Auch am vergangenen Wochenende kam der Youngster nur für 22 Minuten. Das ist bestimmt nicht die Einsatzzeit, die sich der Kölner Shootingstar vorstellt.
Die wohl aus seiner Sicht fehlende Spielzeit sorgt mit Sicherheit gleichzeitig nicht dafür, dass der 19-Jährige noch für eine längere Zeit in Köln bleiben möchte. Die Bild berichtete nun, dass Brighton & Hove Albion weiter sehr am Linksaußen interessiert sei und ihn gerne möglichst schnell verpflichten möchte. Auch solle sich El Mala einen Wechsel nach England durchaus vorstellen können. Das bringt Kwasniok in eine Zwickmühle. Denn eigentlich müsste der Trainer mehr auf das Top-Talent setzen, um die Chancen zu erhöhen, ihn über die aktuelle Spielzeit hinaus in der Domstadt zu halten. Zusätzlich ist es für den Marktwert des Youngsters nicht gerade zuträglich, wenn er die Entwicklung zu einem Stammspieler nicht schafft.
Allerdings gibt es auch Gründe dafür, warum Kwasniok ihn zum Beispiel am vergangenen Wochenende gegen Stuttgart erst als Joker gebracht hat. In der Partie wollte der Coach den Gegner in viele Eins-gegen-Eins-Duelle verwickeln. In der Hinsicht ist El Mala aber eine Schwachstelle, da sein Defensivverhalten noch sehr ausbaufähig ist. Der 19-Jährige verteidigt etwa nicht mit dem gleichen Einsatz wie zum Beispiel ein Jakub Kaminski oder ein Jan Thielmann, die in der Startelf standen. Außerdem hat der Youngster in den vergangenen Wochen nur bestenfalls durchwachsene Leistungen gezeigt – durchaus verständlich bei einem so jungen Spieler. Eine Woche vor der Partie in Stuttgart stand der Linksaußen etwa die volle Spielzeit auf dem Platz, konnte aber keinen großen Einfluss auf die Begegnung nehmen. Zwar kam der Angreifer zu zwei guten Chancen nach Umschaltsituation, sein Abschluss war aber jeweils nicht gut genug.
Überhaupt blieb El Mala seit dem ersten FC-Spiel des Jahres in Heidenheim ohne Torbeteiligung. Der Linksaußen wirkte im Vergleich zum Saisonanfang etwas gehemmt. „Er ist im Moment vielleicht nicht so frei, wie er es bis Mitte Dezember gewesen ist“, meinte daher Lukas Kwasniok schon Ende Januar vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Der Coach habe schon im Trainingslager das Gefühl gehabt, dass der Hype den Shootingstar beschäftigte. Ablegen konnte das Top-Talent das bis jetzt anscheinend noch nicht. Außerdem haben sich seine Gegenspieler inzwischen mehr auf ihn eingestellt haben. Das macht es für den 19-Jährigen schwieriger, in seine Situationen zu kommen als noch in den ersten Partien der Spielzeit. Dabei trifft der Youngster gleichzeitig noch zu oft die falsche Entscheidung und übersieht etwa besser positionierte Mitspieler.
Daher muss El Mala jetzt eigentlich den nächsten Schritt in dieser Hinsicht und in Bezug auf seine Defensivarbeit machen. Darin liegt aber der nächste Punkt in Kwasnioks Dilemma. Um sich weiterzuentwickeln, muss der 19-Jährige trotz der zuvor genannten Gründe, warum er nicht so oft in der Startelf steht, eigentlich möglichst viel spielen. Nur so kann er mehr Erfahrungen sammeln und sich dadurch verbessern. Außerdem ist der Angreifer, wenn er das Potential aus der Hinrunde abruft, ein Unterschiedsspieler für die Geißböcke. Gerade auch in Umschaltmomenten kann der Offensivspieler mit seinem Tempo wertvoll sein. Die Chancen, die sich dadurch für ihn zuletzt ergeben haben, hat er zwar in den vergangenen Wochen nicht genutzt. Aber gerade in so einer Phase, wo El Mala seit etwas längerer Zeit auf eine Torbeteiligung wartet, wäre es für einen jungen Spieler wie ihn wichtig, das Vertrauen des Trainers zu spüren.
Somit steht Kwasniok in den kommenden Partien wieder vor dem Dilemma, wie er mit dem Youngster umgeht. Bis zu einem gewissen Grad geht es dabei auch um die Frage, wie kurz- oder langfristig der Coach denkt. Kurzfristig ist es für den Erfolg der Mannschaft vielleicht besser, El Mala als Joker zu bringen, zumindest wenn dessen Leistungsdelle anhält. Langfristig ist es für den Verein aber eventuell sinnvoller, trotz seiner ersten Schwächephase mehr auf El Mala in der Startelf zu setzen, um seine Entwicklung voranzutreiben und ihn vielleicht etwas länger in Köln zu halten. Oder um zumindest seinen Marktwert zu erhöhen, falls der Shootingstar trotzdem unbedingt schon im Sommer wechseln möchte. Wie Kwasniok mit diesem Dilemma umgeht, bleibt abzuwarten. Was viele Fans sich dagegen wünschen würden, wie der Trainer damit umgeht, ist ziemlich klar: mehr Spielzeit für den Shootingstar.
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