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·30. Juni 2026
Erst aufräumen, dann aufbauen? Nur noch knapp zwei Wochen bis zum Trainingsauftakt – die Uhr tickt

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Simon Bartsch
30 Juni, 2026
13 Tage vor dem Trainingsauftakt und vermutlich elf Tage vor der Leistungsdiagnostik hat sich auf der Zugangsseite bei den Kölnern noch nicht wirklich viel getan. Das soll sich in den kommenden Tagen wohl ändern. Und es wird Zeit. Bislang wurde erst aufgeräumt, nun kann aufgebaut werden.

Die Uhr tickt für Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Wer die reine Transferbilanz der Geißböcke genauer betrachtet, der dürfte sich zunehmend Sorgen um die Breite des Kaders machen. Acht sichere Abgänge haben die Kölner bislang zu verzeichnen. Mit Said El Mala und Jakub Kaminski werden zwei wahrscheinlich folgen. Es könnte mit Wackelkandidaten wie Luca Waldschmidt oder Linton Maina noch weitere geben. Nachdem die ersten Abgänge also sicher vermeldet sind, macht sich Thomas Kessler im nächsten Schritt ganz offensichtlich an die Leihrückkehrer. Imad Rondic und Jusuf Gazibegovic haben nach Informationen von come-on-fc.com tatsächlich das Zeichen bekommen, dass der Weg beim FC für sie ein sehr weiter sein wird.
Beide werden wohl auch in der kommenden Saison nicht für die Geißböcke auflaufen. Jaka Potocniks Vertrag wurde verlängert und der Spieler weiterhin an Essen verliehen, der feste Verkauf von Rasmus Carstensen scheint zudem nur noch eine Frage der Zeit. Emin Kujovic trainierte bereits wieder mit der U21 der Geißböcke, wird bei den Profis erst einmal auch nicht auf der Kaderliste stehen.
Von den aktuellen Leihspielern haben nach aktuellem Stand wohl nur Julian Pauli und Elias Bakatukanda die Chance, sich im Sommer zu beweisen. Gerade beim Letzteren könnte eine weitere Leihe durchaus Sinn machen. Die Liste der Abgänge wird länger und länger, doch auf der Zugangsseite tut sich bislang noch wenig. Es wirkt fast so, als wolle Thomas Kessler erst einmal Platz schaffen, bevor er sich an die Kaderzusammenstellung für die kommende Saison macht. Vielleicht ein Muster? Im Vorjahr kamen neun der elf Neuzugänge erst ab Juli – darunter Spieler wie Jakub Kaminski und Sebastian Sebulonsen, die sich zu Leistungsträgern entwickelten.
Auch, wenn natürlich nicht jeder Transfer saß (davon darf man nun mal nicht ausgehen), kann sich die gesamte Ausbeute sehen lassen. Was diesmal anders ist: Der Umfang des Aufräumens ist ganz offensichtlich größer, und die Ausgangslage schwieriger. Mit El Mala und Kaminski drohen zwei Spieler zu gehen, deren Qualität auf dem Markt kaum zu ersetzen sein wird.
Doch das kann nur die halbe Wahrheit sein. Das Zeitfenster bis zum Trainingsauftakt am 13. Juli ist eng. Zwei Wochen, in denen Kessler auf der Zugangsseite Fahrt aufnehmen muss – und zwar mit einem Budget, das maßgeblich davon abhängt, was El Mala und Kaminski noch einbringen. Kommt das große Geld, hat Kessler Spielraum. Kommt es nicht, muss er kreativ sein. Dass Kessler das kann, hat er bereits bewiesen. Welche Version dieser Sommer braucht, wird sich in den nächsten zwei Wochen zeigen. Dem Vernehmen nach könnte es in den kommenden Tagen schon die ersten Vollzugsmeldungen geben. Bedarf besteht in vielen Mannschaftsteilen.
Die Zusammenstellung des neuen Kaders ist sicherlich die komplexeste Aufgabe, es ist aber ganz sicher nicht die einzige Baustelle, die Thomas Kessler in den kommenden Wochen beackern muss. Etwa die Findung weiterer Trainerposten steht auf der Agenda. Doch die Priorität sollte 14 Tage vor dem Trainingsauftakt woanders gesetzt sein.







































