Erst degradiert, jetzt wieder wichtig? Warum der HSV Katterbach nicht ziehen ließ | OneFootball

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·4. Februar 2026

Erst degradiert, jetzt wieder wichtig? Warum der HSV Katterbach nicht ziehen ließ

Artikelbild:Erst degradiert, jetzt wieder wichtig? Warum der HSV Katterbach nicht ziehen ließ

Noah Katterbach spielt in der laufenden Saison eigentlich kaum eine Rolle beim HSV. Der Linksverteidiger stand nur einmal im Profi-Kader und bestritt ausschließlich Spiele für die zweite Mannschaft - sechs an der Zahl. Folgerichtig hat auch jeder damit gerechnet, dass der 24-Jährige im Winter noch abgegeben wird. Ein Angebot von Eintracht Braunschweig lehnte der HSV dann aber kurz vor Transferschluss überraschend ab.

Dies hatte unter anderem damit zu tun, dass der geplante Deal mit Algumera Kabar, der vom BVB kommen hätte sollen, verletzungsbedingt geplatzt war. Hinzu kommt, dass die Hanseaten bei Aboubaka Soumahoro eine Leihe zu Saint-Etienne bereits zugesagt hatten. Der Youngster, der primär in der Innenverteidigung spielt, jedoch auch links hinten aushelfen kann, wird zumindest bis zum Sommer in Frankreich bleiben.


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"Das hat für uns die Konsequenz gehabt, dass wir unseren Kader gut abgerundet behalten müssen. Es gab vorgestern tatsächlich noch eine Anfrage für Noah. Wir haben uns nach vielen Gesprächen aber dafür entschieden, ihn hier zu behalten", machte Sportdirektor Claus Costa laut Hamburger Abendblatt deutlich.

HSV benötigt Katterbach als Backup

Der HSV handelt hierbei definitiv logisch, weil Miro Muheim ohne Katterbach als Backup der einzige nominelle Linksverteidiger im Kader wäre. Zwar ist der Schweizer Stammspieler und Leistungsträger, jedoch kann man nie wissen, ob in der Rückrunde doch mal eine Verletzung dazwischen funkt. Für diesen Fall kann es wichtig werden, Katterbach in der Hinterhand zu haben.

"Noah hat sich nach dem anfänglich unglücklichen Verlauf der Hinrunde nie etwas zu Schulden kommen lassen und immer Gas gegeben", lobte Costa den ehemaligen deutschen U21-Nationalspieler.

Genau das sah zu Saisonbeginn offenbar noch anders aus. Ende September 2025 wurde Katterbach in die Reserve geschickt, weil er mit seiner Körpersprache und seinem Verhalten negativ auffällig geworden war. "Die Maßnahme gilt vorerst und ist keine grundsätzliche Entscheidung, sondern eine klare Reaktion auf das Fehlverhalten. Für alle Spieler gilt gleichermaßen, dem gemeinsamen Weg und den Zielen des Vereins alles unterzuordnen", hatte der HSV damals mitgeteilt.

Katterbach mit zweiter Chance: Erneuter Anlauf bei Kabar geplant?

Katterbach war in Teilen der Aufstiegssaison noch Stammspieler beim HSV, ehe er sich einen Kreuzbandriss zuzog und die gesamte Rückrunde ausfiel. Man darf gespannt sein, ob das Comeback über Umwege doch noch funktioniert. Grundsätzlich ist Katterbach noch bis zum Sommer 2027 an die Hamburger gebunden.

Die Wege könnten sich aber früher trennen, zumal der HSV den Dortmunder Youngster Kabar immer noch auf dem Zettel hat. Im Winter ist der Deal schließlich nur gescheitert, weil der 19-Jährige aufgrund einer Knieverletzung noch einige Wochen benötigt hätte und somit nicht die gesuchte Soforthilfe darstellte. Ein erneuter Anlauf könnte im Sommer folgen.

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