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·12. August 2026
Erst Fan-Kritik, dann Bankplatz: Jakub Kaminski kommt bei Benfica noch nicht in Fahrt

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Erik Stalleicken
12 August, 2026
Zwei Spiele hat Jakub Kaminski zwar bei Benfica Lissabon schon in der Startelf gestanden, zuletzt dann jedoch mehr mit der Bank vorlieb nehmen müssen. Auch wenn er noch am Anfang seiner Zeit in Portugal steht, ist der Start schonmal nicht so einfach für den Polen.
Jakub Kaminski muss bei Benfica erst noch in Schwung kommen (Foto: Gualter Fatia/Getty Images)
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Nach seinem Wechsel zu Benfica Lissabon befindet sich Jakub Kaminski spürbar in einer frühen Phase der Eingewöhnung. Der Offensivspieler kam zwar bereits zu ersten Einsätzen in der Qualifikation für die Europa League, fand sich jedoch zuletzt auf der Ersatzbank wieder und konnte nur bedingt überzeugen. Der Leistungsträger des 1. FC Köln aus der vergangenen Saison tut sich bei seinem neuen Arbeitgeber bislang noch schwer.
Obwohl sich zu Beginn andeutete, dass Kaminski schnell eine wichtige Rolle einnehmen könnte. Der Pole stand in beiden Qualifikationsspielen gegen den FC St. Gallen noch in der Startelf und konnte früh Spielzeit sammeln. Während der 24-Jährige bei der 1:2-Hinspielniederlage in der Schweiz ohne direkten Einfluss blieb, konnte er beim deutlichen 5:0-Erfolg zumindest seine erste Torvorlage beisteuern. Trotzdem zeigten sich viele Benfica-Fans auf Social Media kritisch. So gab es einige negative Kommentare auf X. „Er hat nicht das Niveau, um bei Benfica zu spielen. Er ist auf dem Niveau von Vitória Guimarães. Dass er jetzt spielt, zeigt deutlich, in welchen Zustand wir angekommen sind“, meinte ein Fan. Oder auch: „Scheint ein Flop zu sein. Man weiß nie, aber ich habe nichts gesehen, das mich begeistert hätte. Und das ist normal. Mit Spielern aus dem deutschen Tabellen-Mittelfeld kommt Benfica nicht weiter.“
Auch wenn es durchaus Anhänger gab, die dem variablen Offensivspieler nicht sofort abschreiben: „Er braucht noch Zeit, um sich an unseren Fußball und die Ideen des Trainers zu gewöhnen.“ In den beiden darauffolgenden Partien gab ihm sein Trainer Marco Silva jedoch kaum noch die Chance, den Eindruck der Fans richtig zu stellen. Beim 6:1-Sieg gegen Heart of Midlothian wurde Kaminski erst kurz vor Schluss eingewechselt. Im ersten Ligaspiel gegen Académico Viseu (2:2) am vergangenen Sonntag kam er nicht zum Einsatz und saß die komplette Spielzeit auf der Bank. Die Tendenz seiner Einsatzzeit zeigt damit klar nach unten. Ein Hinweis darauf, dass Kaminski aktuell nicht zu den ersten Optionen auf der offensiven Außenbahn zählt.
Ein wesentlicher Faktor dafür ist die Konkurrenzsituation. Am Wochenende bekleideten Gianluca Prestianni und Rafa die Flügelpositionen. Mit Andreas Schjelderup und Ex-Herthaner Dodi Lukebakio erheben weitere prominente Namen Anspruch auf Spielzeit. In einem Kader mit so hoher individueller Qualität ist es entsprechend schwierig, sich unmittelbar festzuspielen – insbesondere in einer Phase, in der Trainer ihre Hierarchie noch austesten und verschiedene Optionen prüfen. Wobei Kaminski natürlich seine Flexibilität helfen könnte, in Zukunft auf Einsatzzeit zu kommen. Die bisherigen Eindrücke lassen sich aufgrund der geringen Menge daher nur vorsichtig einordnen. Zwar steht mit der Vorlage im Europapokal ein erster positiver Moment, die zuletzt stark reduzierte Einsatzzeit zeigt aber, dass der Pole sich seinen Platz in der Startelf noch erarbeiten muss. Von einer klaren Entwicklung in die ein oder andere Richtung kann zu diesem Zeitpunkt noch keine Rede sein.
Trotzdem bewegte es den portugiesischen Journalisten und Kommentator João Rosado beim Medium SIC Notícias bereits jetzt zu einem harten Urteil. „Natürlich kämen die 17 Millionen, die für einen Unbekannten namens Kaminski gezahlt wurden, jetzt sehr gelegen, um die Investition in einen Stürmer-Star zu finanzieren“, kritisierte Rosado die Strategie hinter der Kaminski-Verpflichtung. Die Summe, die der Verein für den 24-Jährigen hingelegt hat, sorgt automatisch für mehr Druck und solche Kommentare, wenn der Pole nicht viel spielt. Spannend wird sein, wie Kaminski mit dieser Situation umgehen wird. In Köln war er von Anfang an sehr beliebt. In Lissabon muss der Linksaußen sich das aber erst erarbeiten. Wichtig wäre dafür Spielzeit, damit sich der Ex-Kölner schnell eingewöhnen kann. Und vielleicht bekommt er dazu direkt am Donnerstag im Rückspiel gegen Heart of Midlothian die Chance. Nach dem 6:1-Sieg im Hinspiel wäre zumindest die Möglichkeit für Trainer Marco Silva da, Kaminski weiter auszutesten.







































