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·24. August 2026

"Es ist uns nicht gelungen, dass …": Fortunas historische Pokalpleite

Artikelbild:"Es ist uns nicht gelungen, dass …": Fortunas historische Pokalpleite

Als Charaktertest war die Pokalpartie von Fortuna Düsseldorf gegen den SC Freiburg ausgerufen worden. Diesen haben die Rheinländer bestanden und damit ein anderes Gesicht gezeigt, wenngleich es eine historische Pleite setzte. Aus der dritten Pflichtspielniederlage sollen nun die richtigen Schlüsse gezogen werden, um schon am Freitag den ersten Sieg einzufahren.

Zweites Erstrunden-Aus seit 2024

Heimniederlagen im DFB-Pokal musste Fortuna Düsseldorf in seiner Historie schon einige einstecken, doch nie zuvor setzte es wie am Sonntagabend gleich fünf Gegentore während der regulären Spielzeit. So stand am Ende zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren das Aus in der ersten Runde, erstmals seit 16 Jahren hat die Fortuna zudem die ersten drei Pflichtspiele einer Saison verloren.


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Dabei konnte Düsseldorf die Partie nach dem frühen Rückstand nach 18 Minuten relativ lange offen halten, erst in der Schlussphase ging es mit vier Gegentreffern in den letzten 25 Minuten dahin. Zwischenzeitlich traf Fabian Schleusener zum 1:3 und nutzte damit einen von nur fünf Torschüssen. "Ich finde, dass wir heute nicht erwarten können, dass wir sechs, sieben, acht Hochkarätige haben", sagte Trainer Alexander Ende nach der Partie bei "Sky". In der Pause habe er seinem Team gesagt, dass er daran glaube, dass seine Mannschaft durch einen guten Spielzug zurück in die Partie finden könne. "Das ist uns nicht gelungen."

Das Endergebnis sei "natürlich bitter", sagte der Fortuna-Coach, verwies aber auch darauf, dass seine Mannschaft in der Schlussphase das Risiko erhöhen musste. "Dann hat Freiburg die Räume, die sich geboten haben, gut genutzt." Trotz der Niederlage gegen "eines der stärksten Teams Deutschlands" war der 46-Jährige vor allem mit dem Anlaufverhalten seines Teams zufrieden, kritisch räumte er ein, dass das erste Gegentor besser hätte verteidigt werden müssen.

Kommt es zum Torhüterwechsel?

"Wenn man die Treffer so einfach zulässt, wird es schwer, ein Spiel zu gewinnen", meinte auch Kapitän Jorrit Hendrix. "Da fehlte uns vielleicht die letzte Überzeugung, den Ball konsequent zu klären." Dominique Heintz sprach gar davon, dass die Gegentreffer zum Teil "naiv" hergeschenkt worden seien. Insgesamt hatten die Beteiligten das Gefühl, dass das Ergebnis um "ein, zwei" Treffer zu hoch ausgefallen ist. Das belegt auch der xG-Wert der Freiburger von "lediglich" 2,97. "Aber wir haben ein anderes Gesicht gezeigt und jetzt gilt es, die Leistung aus der ersten Halbzeit als Standard zu nehmen. Darauf kann man aufbauen und das müssen wir auch über 90 Minuten in der Liga abrufen", blickte Tim Oberdorf voraus. Auch Ende betonte, dass die Fortuna "wertvolle Erkenntnisse" aus der Partie mitnehmen könne.

Dazu zählt etwa, dass Louis Lord, der für Lasse Rieß zwischen die Pfosten gerückt war, seine Sache gut gemacht hat. "Es war abgesprochen, dass ich die Pokalspiele bekomme", sagte Lord und freute sich, "dass die Trainer mir das Vertrauen schenken". Kommt es nun zum Torhüterwechsel, nachdem der Neuzugang aus Aue mit mehreren Paraden eine noch höhere Niederlage verhindert hat? "Wir werden jetzt, wie immer, mit allen Beteiligten im Austausch sein und dann schauen, was für Freitag die beste Aufstellung ist", sagte Ende in der "Rheinischen Post" und betonte: "Es gibt keine Nummer eins, die auf Teufel komm raus die Nummer eins ist. Im Tor kann sich jemand genauso gut an einem anderen vorbeikämpfen wie auf jeder anderen Position."

Lord selbst hielt sich in der "Bild" zurück: "Ich bin der Pokal-Torhüter und verstehe mich gut mit Lasse, damit ist auch alles gesagt. Ansprüche zu stellen, ist jetzt nicht das Richtige, ich bringe einfach meine Leistung – auch im Training."

Gegen Stuttgart II ist ein Sieg Pflicht

Klar ist: Am Freitag muss im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II unbedingt der erste Saisonsieg her. Andernfalls wird die Unruhe im Umfeld noch weiter zunehmen. Darauf angesprochen, sagte Ende: "Es ist doch selbstredend, dass die Sehnsucht nach Glücksmomenten nach der Enttäuschung in der letzten Saison sehr groß ist." Die Rheinländer wollen nun "ergebnistechnisch voll in die Spur zurück", wie der 46-Jährige betonte.

Das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft sei indes intakt, wie Heintz betonte. "Wir versuchen jeden Tag unser Bestes, versuchen Kleinigkeiten anzupassen und jeden Tag besser zu werden." Die Pokalpartie war diesbezüglich trotz der historischen Pleite ein kleiner Schritt nach vorne.

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