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·12. März 2026

Fällt Hannover 96 der Sommer 25 auf die Füße?

Artikelbild:Fällt Hannover 96 der Sommer 25 auf die Füße?

Bei aller Wertschätzung für die Arbeit von Marcus Mann muss man sich inzwischen eine unangenehme Frage stellen: Hat Hannover 96 den möglichen Aufstieg bereits im Sommer 2025 ein Stück weit selbst verspielt? Marcus Mann hat in Hannover ohne Zweifel Eindruck hinterlassen. Viele Entscheidungen wirkten strukturiert, langfristig gedacht und mutig. Auch ich war lange Zeit sehr angetan von der Entwicklung. Doch mit etwas Abstand lohnt sich ein kritischer Blick auf die Kaderplanung – insbesondere auf die Offensive.

Die jüngsten Spiele zeigen deutlich, wo das Problem liegt. In den letzten drei Partien gelangen Hannover 96 gerade einmal zwei Treffer. Das Offensivspiel wirkt erstaunlich harmlos, sobald Källman nicht in Topform ist. Genau hier stellt sich die Frage, ob man im Sommer nicht mehr hätte investieren oder zumindest anders planen müssen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um Nicolo Tresoldi. Wenn ein Spieler mit dem Argument Champions League gelockt wird, kann Hannover 96 schlicht nicht mithalten.


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Hätte Hannover 96 Gindorf und Momuluh halten müssen?

Deutlich schwerer nachzuvollziehen ist dagegen das Leihgeschäft von Lars Gindorf. Rückblickend wirkt diese Entscheidung wie ein klassisches Eigentor. Gindorf stand in der Saison 2024/25 bereits 24 Mal für Hannover 96 auf dem Platz und konnte dabei durchaus überzeugen. Besonders nach seiner starken Zeit in der zweiten Mannschaft, in der er in zwei Spielzeiten auf beeindruckende 45 Scorerpunkte kam, hätte er seine Chance im Profikader verdient gehabt.

Stattdessen mussten wir Fans zusehen, wie er verliehen wurde – und nun in der 3. Liga alles kurz und klein schießt. 20 Tore und acht Vorlagen in 25 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Natürlich wird jetzt gerne argumentiert, es sei „nur“ die dritte Liga. Doch bei diesen Zahlen kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Solche Statistiken lassen aufhorchen, auch bei Hannover 96.

Ähnlich schmerzhaft ist die Personalie Monju Momuluh. Ihn ließ 96 zu Arminia Bielefeld ziehen, wo er inzwischen richtig aufblüht. Sechs Vorlagen und drei Treffer zeigen, wie viel Potenzial in ihm steckt. Momuluh ist ein Spieler, der sich durch sämtliche Jugendmannschaften gekämpft hat und bereits in der Saison 2024/25 zum Stammpersonal bei Hannover 96 gehörte und dort meiner Meinung nach ebenfalls überzeugte.

Besonders bitter: Gerade auf dem linken Flügel fehlt aktuell genau diese Dynamik. Das Offensivspiel wirkt dort ideenlos und zäh. Ein Spieler wie Momuluh hätte hier möglicherweise genau die frischen Impulse liefern können, die in den Spielen gegen Dresden, Bielefeld und Fürth vermisst wurden.

Am Ende bleibt der Eindruck, dass Hannover 96 im vergangenen Sommer zwei Entscheidungen getroffen hat, die sich nun als kostspielig erweisen könnten. Sowohl Gindorf als auch Momuluh stehen für eine unbeschwerte, mutige Spielweise – genau die Art von Energie, die Hannover 96 zuletzt gefehlt hat.

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