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·29. Juni 2026
FIFA WM 2026 nach der Vorrunde: Wer wird Fußball Weltmeister 2026?

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Mit Abschluss der Vorrunde der Fußball-WM 2026 haben sich Frankreich und Argentinien als die größten Titelfavoriten herauskristallisiert. Die deutsche Mannschaft muss sich gehörig steigern, während England, Europameister Spanien, die Niederlande und Rekordweltmeister Brasilien bei ihren Fans die Hoffnung auf den großen Coup wachsen ließen. Wir machen den Favoriten-Check nach der Gruppenphase, mit der kompletten Vorrunden-Tabelle und dem Spielplan jedes Top-Teams.
Diese Bildkombination zeigt zwei der größten Stars der WM 2026: Links Argentiniens Superstar Lionel Messi, rechts Frankreichs Kapitän Kylian Mbappé. Beide wollen beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko ihre Torjäger-Bilanz weiter ausbauen. (Copyright AFP/Sameer Al-Doumy, Juan Mabromata)
Der Top-Favorit auf den Titel, und das zu Recht. Die Offensive von Frankreich um Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise rollt bislang unaufhaltsam durchs Turnier. Das Beeindruckende: Die Einzelkönner funktionieren als Mannschaft. Bestes Beispiel war der Sieg gegen Norwegen, als Mbappé einmal nicht traf und Dembélé zur Stelle war. Dazu kommen mit Bradley Barcola, Désiré Doué und Rayan Cherki Edeljoker, die jede Abwehr der Welt knacken können. Auch emotional ist die Équipe Tricolore eng zusammengerückt: Trainer Didier Deschamps, der nach dem Turnier aufhört und vor wenigen Tagen seine Mutter verloren hat, schweißt die Mannschaft zusätzlich zusammen. Pikant: Im Achtelfinale könnte ausgerechnet Deutschland auf die Franzosen treffen.
Superstar Lionel Messi trägt den Titelverteidiger fast im Alleingang durchs Turnier, sechs Tore in drei Spielen sind eine Ansage und unterstreichen seine Extraklasse. Die Patentlösung für die Gegner müsste lauten: Messi ausschalten. Nur ist das bislang niemandem gelungen. Hinzu kommt, dass sich der Weg von Argentinien durch den Turnierbaum vergleichsweise machbar liest. Trainer Lionel Scaloni hat die Albiceleste klug eingestellt, neben Messi sorgen Julián Álvarez und Co. für Tempo. Gut möglich, dass es im WM-Finale zur Neuauflage des Klassikers von 2022 gegen Frankreich kommt.
Der amtierende Europameister hat sich noch nicht so in den Vordergrund gespielt wie die beiden Finalisten von 2022, könnte am Ende aber genau der lästige Stolperstein für die Topfavoriten sein. Das Pfund der Spanier: Als einziges Team der WM 2026 kassierte Spanien in der Vorrunde keinen einzigen Gegentreffer. Die von Jungstar Lamine Yamal angeführte Offensive ist trotzdem jederzeit für Tore gut. Gegen Uruguay zeigte das Team von Luis de la Fuente in einem ruppigen Spiel zudem, dass es auch über kämpferische Qualitäten verfügt. Das hinterlässt Eindruck, ein Halbfinale gegen Frankreich ist gut vorstellbar.
Thomas Tuchels Three Lions hinterlassen bislang stets das Gefühl, dass eigentlich noch mehr drin sein müsste. Entsprechend groß ist der Druck, gerade durch die gnadenlose heimische Presse. Dass England den Gruppensieg trotz der anspruchsvollen Gruppe L mit Kroatien und Ghana souverän einfuhr, ist allerdings ein echtes Statement. Das Problem: Die Mannschaft macht ihr Spiel stark von den Stars Harry Kane und Jude Bellingham abhängig. Sind einer oder gar beide abgemeldet, lahmt der Angriff. Findet Tuchel hier eine Lösung, ist England ein heißer Kandidat fürs Halbfinale und mehr.
Nach dem holprigen 2:2 zum Auftakt gegen Japan folgten zwei überzeugende Auftritte: ein 5:1 gegen Schweden und ein 3:1 gegen Tunesien. Technisch waren die Niederlande schon immer stark, in diesem Jahr haben sie mit Brian Brobbey aber endlich auch einen echten Mittelstürmer, der bereits dreimal traf. Dazu bildet die Elftal eine verschworene Einheit. Offensivspieler Cody Gakpo, dessen Partnerin Noa van der Bij den gemeinsamen Sohn vor der Geburt verloren hat, erfährt von Mitspielern und Trainerstab große emotionale Unterstützung. Im Sechzehntelfinale gegen Marokko wartet allerdings ein dicker Brocken.
Neben diesen fünf Spitzenteams hoffen einige andere auf einen Coup. Sie alle haben das Zeug, einem Favoriten den Turnierbaum zu zerschießen, und mit Deutschland mischt auch der DFB noch mit, wenn auch als Außenseiter.
Rekordweltmeister Brasilien ist mit dem formstarken Superstar Vinicius Junior so unangenehm zu bespielen wie eh und je. Die Seleção hat die individuelle Klasse, um an einem guten Tag jeden zu schlagen, der sechste Stern ist das erklärte Ziel.
Der WM-Vierte von 2022 ist auch 2026 ein extrem unbequemer Gegner. Marokko verteidigt leidenschaftlich und ist über Hakimi und Saibari brandgefährlich, im Sechzehntelfinale gegen die Niederlande ist die Regragui-Elf alles andere als chancenlos.
Portugal mit Altstar Cristiano Ronaldo hat noch deutlich Luft nach oben, das Potenzial im Kader ist aber riesig. Wenn die Selecção ihren Rhythmus findet, ist auch sie ein Kandidat für die Runde der letzten Acht.
Erling Haalands Norwegen ist ein gefährlicher Außenseiter, der gegen Frankreich aber bereits zeigte, wo gegen die ganz Großen noch die Grenzen liegen. Mit einem Haaland in Topform ist trotzdem jederzeit eine Überraschung drin.
Das deutsche Team hat derzeit zu viele Baustellen, um als ernsthafter Titelanwärter zu gelten. Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann bekommt es im Sechzehntelfinale am Montagabend (22:30 Uhr MESZ, ZDF und MagentaTV) mit Paraguay zu tun, ein Sieg ist Pflicht, wenn der Traum vom fünften Stern weiterleben soll. Mehr zur DFB-Elf findest du auf dem Profil von Deutschland.







































