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·9. September 2026
Für wen die Englische Woche besonders wichtig wird

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·9. September 2026

Früh in der Saison steht eine Englische Woche an, ehe es in die erste Länderspielpause geht. Drei Partien bleiben somit also, um den Fehlstart noch zu korrigieren oder Erwartungen zu bestätigen. liga3-online.de schaut auf fünf Mannschaften, die in der Englische Woche besonders gefordert sein werden.

Als einziges Team in der Liga wartet der SVWW noch auf den ersten Saisonsieg und belegt damit den letzten Tabellenplatz. Sowohl im Gesamtmarktwert als auch im Durchschnitt pro Spieler zählen die Hessen zu den wertvollsten Mannschaften, was angesichts der bisherigen Leistungen jedoch eher wie eine überraschende Feststellung wirkt. Moritz Flotho, Top-Torschütze der Vorsaison, hängt noch in der Luft, der zweitbeste Vorlagengeber sitzt in Person von Niklas May nur auf der Bank.
Zumindest die Unentschieden gegen Essen (0:0) und Rostock (1:1) deuten an, dass der SVWW mit den vermeintlichen Spitzenteams mithalten kann – und nicht völlig umsonst als Geheimtipp vor der Saison gehandelt wurde. Allerdings ist auch die Tatsache nicht von der Hand zu weisen, dass seit dem fulminanten 6:1 im Februar gegen Duisburg nur noch drei Siege aus 18 Partien folgten. Cheftrainer Daniel Scherning braucht Erfolgserlebnisse, egal, wer die nächsten Gegner sind.
Zwei Niederlagen zum Auftakt – das war das, was die Fortuna nach dem bitteren Zweitliga-Abstieg überhaupt nicht gebrauchen konnte. Durchhalteparolen von einem neuen Team, das sich erst einmal finden müsse, wurden vom Umfeld zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig schoss Cheftrainer Alexander Ende bereits die Patrone eines frühen Torwartwechsels von Lasse Rieß hin zu Louis Lord ab. Eine Maßnahme, die glückte, denn Düsseldorf spielte in der Folge zweimal zu Null und konnte sich zumindest mal über den Strich schleppen.
Doch ausgerechnet jetzt steht das Derby gegen den makellosen Tabellenführer MSV Duisburg an, in dem es neben dem sportlichen Aspekt auch ein Stück weit um Prestige gehen wird. Denn Düsseldorf hat in den vergangenen Monaten bekanntlich viel Kredit verspielt – nicht nur auf dem Platz. Und zurückgeholt wurde nur sehr wenig, weshalb besonders ein Sieg in der kommenden Partie ein wichtiger Schritt für die Fortuna werden könnte. Anschließend warten noch Regensburg und Aachen.

In der ersten Partie zerlegte die Jahnelf den FC Viktoria Köln nach Strich und Faden – ein Start an der Tabellenspitze war die Belohnung. Und dann war auch gegen Saarbrücken soweit alles in Ordnung, bis die Gäste aus dem Saarland den Lucky Punch in der Nachspielzeit setzten. Eine Woche später folgte der Tiefschlag gegen Hoffenheim II (1:5) und dann auch noch die verspielte Führung in Überzahl gegen Duisburg (1:2).
Kapitän Felix Strauss fragte sich nach dem letzten Auftritt, wie sich die Regensburger so sehr "selbst in die Scheiße reingespielt" haben. Gegen Aachen, Düsseldorf und Stuttgart II wird Cheftrainer Sascha Hildmann die Antworten suchen, was ihm über weite Strecken ja auch schon nach dem Debakel in Sinsheim gelungen war. Für Regensburg gilt es nun, in den kommenden drei Partien keine Negativspirale entstehen zu lassen.
Dem Waldhof gelang der Auftaktsieg, danach ein spannender 3:3-Schlagabtausch in Rostock. Rui Mota, als Cheftrainer eine wahre Wundertüte im deutschen Profifußball, schien die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt zu haben. Doch dann folgte das Derby im DFB-Pokal, bei dem das sportliche Geschehen – sehr zum Missfallen des Mannheimer Übungsleiters – in den Hintergrund rückte. Stattdessen stand, neben allem, was abseits des Platzes schief gegangen war, auch der Cheftrainer aufgrund seines verweigerten Handshakes mit FCK-Coach Lieberknecht in den Schlagzeilen.
Dass Mannheim schließlich 2:3 nach 2:0 gegen Havelse verlor und auch gegen den SC Verl trotz klarer Überlegenheit als Verlierer vom Platz ging, beruhigte die Nerven keinesfalls. Es knistert und rumort zweifelsohne, und der Waldhof war in den letzten Jahren stets der Klub mit der kürzesten Reißleine. Ein Umstand, der Druck auf dem Kessel erzeugt. In der Englischen Woche mit Partien gegen Wiesbaden, Essen und Münster soll nun die Trendwende eingeleitet werden.
20 Punkte aus zwölf Spielen waren die Vorgabe, die Uwe Koschinat vor der Saison offensiv als Etappenziel ausrief. Ein ambitionierter Schnitt, wie der RWE-Coach einräumte, aber auch eine machbare Aufgabe – obwohl Essen zum Auftakt sein blaues Wunder gegen Saarbrücken (2:5) erlebte. Trotzdem holte der Revierklub schon sieben Punkte aus vier Partien, was im Schnitt sogar 1,75 Zähler pro Partie bedeutet. Und damit liegt RWE zurzeit über dem genannten Soll.
Warum ist die Phase vor der ersten Länderspielpause dann trotzdem so wichtig für die Mannschaft von der Hafenstraße? Weil mit Max Geschwill (Knieprobleme) und Tony Menzel (schwere Bänderverletzung) jetzt zwei Säulen des Saisonstarts wegbrechen werden – und RWE mit der Strategie eines kleinen Kaders nun gefordert ist, um die ambitionierten Ziele weiter zu erfüllen. Denn als Traditionsklub weiß Essen, dass es ungemütlich werden kann, wenn ausgerechnet jetzt die Rückschläge folgen würden.







































