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·30. November 2025

"Für weniger gab es noch nie Elfmeter": Wollitz hadert trotz Sieg

Artikelbild:"Für weniger gab es noch nie Elfmeter": Wollitz hadert trotz Sieg

Die Tabellenführung musste Energie Cottbus zwar wieder an den MSV Duisburg abgeben, dennoch durften sich die Lausitzer im Duell mit Viktoria Köln über drei weitere Punkte freuen. Vollends zufrieden war Trainer Claus-Dieter Wollitz aber nicht. Nicht zuletzt aufgrund des Elfmeters, der gegen sein Team gepfiffen wurde. Sorgen gibt es indes um King Manu.

"Hatten wenig Zugriff"

Gleich zweimal lag der FCE in Rückstand, kämpfte sich aber immer wieder zurück und drehte die Partie kurz vor Spielende komplett. Ein emotionaler Sieg in einem turbulenten Spiel, der den Lausitzern die nächsten drei Punkte bescherte. Die ganz große Freude kam bei Trainer Claus-Dieter Wollitz im Nachgang allerdings nicht auf. "Wir hatten wenig Zugriff, unabhängig davon, dass der Gegner es gut macht. Wir hatten nicht die Intensität, nicht die Basics, nicht die Abstände. Viktoria hatte das Spiel bis zum 1:0 unter Kontrolle", sagte er auf der Pressekonferenz.


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Dass Energie nicht an seine Leistungsgrenze kam, machte der 60-Jährige an der kräftezehrenden Rückfahrt aus Essen vor einer Woche fest: "Auch wenn sich viele darüber lustig machen: Die Nacht von Essen hat Kraft gekostet und Probleme gemacht." Nicht nur körperlich, sondern auch mental: "In Essen sind einige Spieler wie Cigerci und Borgmann über ihren Punkt gegangen. Dann brauchen die, um ins Spiel zu kommen." Damit erklärte Wollitz, warum Cigerci in der 33. Minute einen Elfmeter nur an den Pfosten setzte. Für den 30-Jährigen war es der erste verschossene Strafstoß in der 3. Liga nach zuvor 13 verwandelten Elfmetern in Folge.

Zwei umstrittene Elfmeter

Zuvor hatte es bereits auf der anderen Seite einen Elfmeter gegeben (24.), nachdem Handle gegen Hannemann zu Fall gekommen war. "Diesen Elfmeter darf es in dieser Situation nie geben", sagte Wollitz bei "MagentaSport" und erklärte: "Beide laufen rückwärts und treffen sich am Fuß. Für weniger gab es noch nie Elfmeter." Auch der Strafstoß für Cottbus in Minute 59 war strittig, zumal Engelhardt für das Einsteigen gegen Hannemann sogar glatt Rot sah. "Über die Szene kann man genauso diskutieren, denn der Spieler rutscht ein bisschen weg", räumte Wollitz ein und sprach sich einmal mehr für die Einführung des VAR aus.

"Es ist nicht mehr passend, wie die 3. Liga begleitet wird. Schiedsrichter in der Bundesliga machen auch Fehler. Die gehören dazu. Nur die haben eine andere Bedeutung, weil es die Möglichkeit gibt, durch den VAR draufzugucken. Da gibt es auch Diskussionen. Aber zumindest gibt es da ein Bild – das gibt es bei uns nicht. Und ich bleibe dabei: Der Verband begleitet das nicht so, wie die Vereine das verdient haben. Das einfach so hinzunehmen, fällt dann auch schwer."

Sorgen um Manu

Insgesamt wäre ein Unentschieden verdient gewesen, gestand Wollitz ein. Dass es nicht beim Remis blieb, war – nach dem Ausgleichstreffer durch Engelhardt (71.) – vor allem Lucoqui zu verdanken, der nur 38 Sekunden nach seiner Einwechslung den Siegtreffer erzielte (84.). Im Nachgang gab er sich aber ganz bescheiden: "Ich mache meinen Job. Ich bin reingekommen. Das freut mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte und dass wir den Sieg mit nach Hause nehmen können. Wir haben Moral bewiesen, das spricht für uns." Auch Wollitz lobte: "Gegen zehn Mann zurückzukommen, ist nicht selbstverständlich."

Die Tabellenführung hat Cottbus zwar verloren, da der MSV Duisburg durch einen höheren Sieg nun die um einen Treffer bessere Tordifferenz aufweist, dennoch sind 32 Punkte nach 16 Partien eine starke Ausbeute. Wollitz schaut aber dennoch weiterhin nach unten: "Wir haben 15 Punkte Vorsprung auf den 17. Platz und werden die Bodenhaltung nicht verlieren." Am nächsten Samstag steht nun das absolute Topspiel gegen den MSV Duisburg an. Ob King Manu dabei sein kann, ist allerdings noch offen, nachdem er zur Pause vom Platz musste. "Er knickt weg und kriegt da noch einen Schlag. Es könnte sein, dass er länger ausfällt", befürchtet Wollitz eine Fraktur. Am Montag soll eine MRT-Untersuchung durchgeführt werden.

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