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·22. Mai 2026
Gladbachs Leihspieler-Check: Gewinner und große Verlierer

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·22. Mai 2026

Die Bundesligasaison von Borussia Mönchengladbach ist beendet und die Kaderplanung für die neue Saison läuft bereits auf Hochtouren. Nun kehren auch sämtliche verliehene Spieler zurück an den Borussia-Park. Im heutigen Beitrag analysieren wir, welcher Spieler womöglich noch eine Perspektive besitzt, wen man zwingend verkaufen sollte und mit welchen Ablösen Borussia rechnen kann.
Jonas Omlin wurde im Winter an Bayer 04 Leverkusen verliehen. Für Borussia hat sich die Leihe zumindest finanziell rentiert, da man das Gehalt des Schweizers einsparen konnte. Sportlich brachte der Deal jedoch überhaupt keinen Mehrwert, da der 32-Jährige keinerlei Einsatzzeit erhielt und quasi ohne Spielpraxis zurückkehrt. Sein Vertrag läuft noch bis 2027 und Rouven Schröder dürfte alles daran setzen, den Keeper im Sommer abzugeben. Nach der Verpflichtung von Daniel Batz wäre der Torhüterbereich sonst überladen.
An eine größere Ablöse ist dabei kaum zu denken. Gladbach dürfte froh sein, wenn man das hohe Gehalt von Omlin von der Gehaltsliste bekommt.
Auch die zweite Leihe von Tomas Cvancara ist gescheitert. Nach der enttäuschenden Zeit bei Antalyaspor verlief auch die Station bei Celtic nicht wie erhofft. Zwar kommt der 25-Jährige wettbewerbsübergreifend auf 13 Einsätze und vier Scorerpunkte, doch gerade zum Saisonende nahmen seine Leistungen deutlich ab. Hinzu kommt eine Leisten-OP, durch die der Mittelstürmer nun erneut 2–3 Monate ausfallen wird. Der einstige 10,5-Millionen-Euro-Transfer steht noch bis 2028 unter Vertrag. Durch die Verletzung dürfte es allerdings extrem schwer werden, einen Abnehmer zu finden. Womöglich bleibt Cvancara zunächst bis zum Winter in Gladbach, ehe erneut eine Leihe angestrebt wird. Die hohe Ablösesumme aus dem Jahr 2023 dürfte Borussia wohl endgültig abschreiben müssen.

Cvancara könnte nach Gladbach zurückkehren –
IMAGO / News Licensing
Shio Fukuda brauchte beim Karlsruher SC zunächst Anlaufzeit, steigerte sich zum Saisonende jedoch deutlich. In 22 Einsätzen gelangen dem Japaner sechs Tore. Medienberichten zufolge möchte Karlsruhe den Stürmer gerne behalten. Der KSC besitzt eine Kaufoption in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Da zuletzt bereits David Herold von Karlsruhe nach Gladbach wechselte, bleibt spannend, ob beide Deals womöglich miteinander verrechnet werden. Klar ist jedoch: Hier kann Borussia zumindest mit einer kleinen Ablöse rechnen.
Bei Grant-Leon Ranos deutet vieles darauf hin, dass es weder für die Bundesliga noch dauerhaft für die 2. Liga reicht. Sowohl die Leihe zum 1. FC Kaiserslautern als auch die aktuelle Station bei Eintracht Braunschweig verliefen enttäuschend. Elf Kurzeinsätze und kein einziges Tor sprechen eine klare Sprache. Gladbach dürfte daher versuchen, den Stürmer trotz Vertrags bis 2027 abzugeben.
Anders sieht es bei Noah Pesch aus. Der 21-Jährige konnte beim 1. FC Magdeburg zumindest phasenweise überzeugen und kam auf 22 Einsätze, drei Tore und eine Vorlage. Für die Bundesliga reicht es aktuell zwar wohl noch nicht, dennoch könnte eine weitere Leihe in die 2. Bundesliga sinnvoll sein, um seine Entwicklung fortzusetzen.
Die Leihe von Ibrahim Digberekou zum belgischen Zweitligisten KSC Lokeren ist kaum zu bewerten. Nach zwei Einsätzen fiel der Innenverteidiger verletzungsbedingt langfristig aus. Seit Oktober hat der Belgier kein Pflichtspiel mehr bestritten. Über die genaue Verletzung ist derzeit nichts bekannt. Entsprechend offen bleibt seine Zukunft am Borussia-Park.
Die mit Abstand erfolgreichste Leihe absolvierte Winsley Boteli beim FC Sion. Der 19-Jährige kam auf 38 Einsätze und elf Tore. Der Präsident von Sion deutete bereits an, die Kaufoption in Höhe von 3,5 Millionen Euro ziehen zu wollen. Eine Rückkehr an den Borussia-Park erscheint daher äußerst unwahrscheinlich. Für Gladbach ist das sportlich bitter, da Boteli durchaus als Sturmoption hinter Tim Kleindienst interessant gewesen wäre. Finanziell dürfte die Ablöse jedoch wichtig werden, um einen Nachfolger für Haris Tabakovic zu verpflichten.
Am Ende dürfte Rouven Schröder wohl lediglich mit Transfereinnahmen durch Boteli und Fukuda rechnen. Im Optimalfall könnten dadurch rund fünf Millionen Euro in die Kasse gespült werden. Genau dieses Geld müsste Borussia anschließend in eine neue Sturmoption investieren.
Wie ordnet ihr die Leistungen der Gladbacher Leihspieler ein? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷Photo by IMAGO / Geisser







































