MillernTon
·1. Februar 2026
Goodbye, Dapo!

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Oldadapo Afolayan verlässt den FC St. Pauli und wechselt nach England zu den Blackburn Rovers. Wir blicken wehmütig zurück und wünschen alles Gute!Titelfoto: Peter Böhmer
Ach Mensch, schade.Im Januar 2023 war Oladapo Afolayan zum FC St. Pauli gewechselt. Ein schneller Außenbahnspieler aus England, der dort nicht den üblichen Profi-Karriereweg eingeschlagen hatte und hier rasend (haha) schnell zum Publikumsliebling wurde.Wir erinnern uns: Der FCSP hatte soeben Timo Schultz entlassen und Fabian Hürzeler das Vertrauen ausgesprochen. Die Tabellensituation war… „herausfordernd“, doch dank der WM in Katar war die Winterpause ja etwas länger und mit Dapo sollte jetzt alles besser werden. Und das wurde es tatsächlich auch.
Eineinhalb Jahre später feierte der FC St. Pauli den Aufstieg in der 1. Bundesliga und Dapo hatte in diesen 18 Monaten mit 50 Pflichtspieleinsätzen und 18 Torbeteiligungen einen erheblichen Anteil daran. Um dies zu krönen, traf er im Aufstiegsspiel gegen den VfL Osnabrück gleich doppelt und leistete für den dritten Treffer die Vorlage. FCSP & Dapo? A match made in heaven!
Auch beim MillernTon hatte er schnell großen Eindruck hinterlassen. Wir hatten ihn in unserer Monatssendung im Mai 2023 zu Gast (Podcast / Text) und es war völlig klar, dass da jemand saß, der weit über den Tellerrand des Profifußballs hinausblickte.

Der Tag des Aufstiegs. // (c) Peter Böhmer
Doch der Aufstieg leitete auch sein Ende bei uns ein.Eine geänderte taktische Ausrichtung in der ersten Liga und (auch unter Hürzeler bereits geäußerte) Defizite in der Defensive. Die Dapo selbst gerne verneinte. So es sie denn gab, mag man sie „einem der besten Dribbler Europas“ bei anderen Teams oder in der 2. Liga verzeihen. Für Alexander Blessin aber waren sie zu oft zu sehen und die beiden Charakterköpfe trugen den Konflikt beiderseits leider immer wieder auch in der Öffentlichkeit über- statt miteinander aus.
Insofern war Dapos emotionaler Ausbruch nach dem Klassenerhalt wohl der Anfang vom Ende. Schon in der Sommerpause soll ihm von der sportlichen Leitung deutlich die zu erwartende geringere Einsatzzeit aufgezeigt worden sein, selbst im Sommer 2024 hatte man diese schon prophezeit. Ein Wechsel wäre wohl also spätestens im Sommer 2025 eine sinnvolle Entscheidung gewesen. Doch die Interessenten fehlten oder waren nicht aus der Kategorie, die sich Afolayan erhoffte.
Und so knirschte es weiter, teils öffentlich, und spätestens mit der wiederholten Nicht-Berücksichtigung im Spieltagskader gegen Ende des Kalenderjahres 2025 war dann auch das „Ende in Sicht“, wie Tim es Mitte Dezember formulierte.

Oladapo Afolayan mit Justus, Maik und Tim im Fanladen, bei der Aufzeichnung des MillernTon-Podcasts Nr. 94.
Lieber Dapo, wir haben Dich hier als einen wunderbaren Menschen kennengelernt, der eher zufällig im Körper eines Fußballprofis steckte. Jemand, der auch im Kader ausgesprochen beliebt war und stets gute Laune verbreitete – umgekehrt aber eben schlechte Laune dann auch mal medial herausließ, ohne auf die sonst in der Branche üblichen Gepflogenheiten zu achten.
Wir wünschen Dir alles erdenklich Gute, sowohl im Privaten wie auch in der weiteren Karriere. Wir hoffen, Geschichte wiederholt sich und Du verhilfst Blackburn erstmal zum Klassenerhalt in Liga zwei und trägst dann nächste Saison erheblichen Anteil am Aufstieg in die Premier League – immerhin wartet man dort darauf nun auch schon seit 2012.
You’ll never walk alone!// Maik
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