"Hätte mir mehr Stil gewünscht": Wollitz in Osnabrück beleidigt | OneFootball

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·12. April 2026

"Hätte mir mehr Stil gewünscht": Wollitz in Osnabrück beleidigt

Artikelbild:"Hätte mir mehr Stil gewünscht": Wollitz in Osnabrück beleidigt

Bis auf einen Punkt wäre Energie Cottbus mit einem Sieg in Osnabrück an die Lila-Weißen herangerückt, nach der 0:1-Niederlage trennen beide Klubs nun sieben Punkte. Trainer Claus-Dieter Wollitz haderte mit der Pleite – und monierte Beleidigungen gegen ihn.

Stil? "Mittlerweile leider nicht mehr vorhanden"

"Selbst Wollitz ist bekannt: In Osnabrück wird Cottbus überrannt": Mit einem Spruchband nach der Partie stichelten die Fans des VfL Osnabrück gegen Wollitz, der einst Spieler und Trainer bei den Lila-Weißen war. Allerdings gingen beide Seiten im Mai 2013 im Unguten auseinander, sodass dem 60-Jährigen meist keine schöne Rückkehr an die Bremer Brücke bereitet wird. So auch am Sonntag. Wie er bei "MagentaSport" berichtete, hätten ihm mehrere Fans den Mittelfinger gezeigt und ihn zudem beleidigt. Vor Anpfiff gab es zudem laute Pfiffe. "Ich hätte mir gewünscht, dass dieser Klub ein bisschen mehr Stil hat. Aber das ist mittlerweile leider nicht mehr vorhanden."


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Womöglich sprach da auch ein wenig der Frust aus dem 60-Jährigen, habe sich seine Mannschaft beim Tabellenführer doch "selbst geschlagen", wie Wollitz betonte. Am Ende seien zwei "dumme" und "naive" Fehler bestraft worden, als die Cottbuser nach 50 Minuten sowohl Frederik Christensen auf dem Flügel als auch Ismail Badjie m Strafraum zu viel Platz ließen. Letzterer hatte dann keine großen Probleme mehr damit, den Ball unbedrängt im Tor unterzubringen. "Das müssen wir einfach besser verteidigen", bemängelte Wollitz schon die Entstehung des Treffers und war der Auffassung, "dass wir es nicht verdient haben, das Spiel zu verlieren". Demnach habe nicht die schlechtere Mannschaft verloren, sondern die, "die einen Fehler mehr gemacht hat".

Wollitz will von Reaktion gegen Essen nichts wissen

Durch die Niederlage hat es Cottbus verpasst, sich wieder von Duisburg und Rostock abzusetzen, die am Samstag jeweils gewinnen konnten. Nun liegt der FCE auf dem Relegationsplatz nur aufgrund von zwei mehr erzielten Toren vor den Zebras, der Vorsprung auf Hansa beträgt einen Zähler. Davon, dass Energie im Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen am nächsten Sonntag nun eine Reaktion zeigen müsse, wollte Wollitz aber nichts wissen – und reagierte gereizt auf die entsprechende Frage: "Worauf denn eine Reaktion? Weil wir unglücklich 0:1 verloren haben? Ich verfolge das schon länger: Wenn Energie Cottbus zweimal in Folge nicht gewinnt, wird immer gleich eine Reaktion gefordert. Das ist etwas Negatives. Wenn wir sagen, wir wollen eine Aktion drauf haben, dann gehe ich mit."

Dass seiner Mannschaft das gelingen wird, davon ist der 60-Jährige überzeugt: "Ich bin jetzt im fünften Jahr hier, und es wäre sehr komisch, wenn ich von meiner Mannschaft nicht überzeugt wäre. Im Gegenteil. Ich habe keine schlechte Cottbuser Mannschaft gesehen. Sie hat alles dafür getan, das Spiel vielleicht noch zu drehen." Jetzt gehe es einfach darum, "schlau zu sein" und die letzten fünf Spiele so erfolgreich wie möglich bestreiten. Schon nächste Woche im Heimspiel gegen Essen, das als Zweiter nun vier Zähler vor dem FCE liegt, wird sich Wollitz dann auch wieder über den Zuspruch der eigenen Fans freuen können, als sich über Beleidigungen ärgern zu müssen.

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