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·3. Oktober 2026
Hallgrimsson-PK abgebrochen: Reporter wirft Iren „Mord-Ideologie“ vor

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Berichten zufolge ist eine Pressekonferenz der irischen Nationalmannschaft vor dem Nations-League-Rückspiel gegen Israel abrupt abgebrochen worden. Grund sollen hitzige Wortgefechte über einen mutmaßlichen Terrorakt auf eine Flydubai-Maschine und Vorwürfe rassistischer Beleidigungen gewesen sein.

DUBLIN, IRLAND, 14. Oktober 2025: Dara O’Shea von der Republik Irland läuft mit dem Ball unter Druck von Grant-Leon Ranos aus Armenien im FIFA-WM-Qualifikationsspiel zwischen der Republik Irland und Armenien im Aviva Stadium. (Foto: Charles McQuillan/Getty Images)
Trainer Heimir Hallgrimsson soll sich am Samstag den Fragen israelischer Journalisten gestellt haben, als die Stimmung gekippt sein soll. Ein Reporter soll ihn aufgefordert haben, sich zu dem mutmaßlichen Anschlag vom Mittwoch auf eine Flydubai-Maschine mit 174 Passagieren zu äußern und habe dabei von einer Ideologie gesprochen, die auf Mord basiere. Der irische Pressesprecher soll derartige Fragen abgelehnt haben, woraufhin ein weiterer Journalist dem Trainer vorgeworfen haben soll, irische Spieler hätten israelische Spieler während des Spiels als Affen bezeichnet. Ein Funktionär soll dies vehement bestritten und dem Reporter das Mikrofon entrissen haben, der daraufhin gerufen haben soll, man solle ihn nicht anfassen. Die irische Delegation soll die Pressekonferenz danach beendet haben.
Der Hintergrund des Eklats reicht laut Berichten weit über den Fußball hinaus. Die Republik Irland zählt seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen im Oktober 2023 zu den Ländern, die sich besonders deutlich für die Palästinenser positioniert haben, erkannte 2024 offiziell den Staat Palästina an und betont zugleich ausdrücklich Israels Existenzrecht. Bereits beim Hinspiel in Ungarn sollen irische Spieler auf übliche Fairnessgesten verzichtet und beim Abspielen der israelischen Hymne die Köpfe gesenkt haben, was israelische Stellen scharf kritisiert haben sollen. Israels Außenminister Gideon Saar soll Dublin vorgeworfen haben, auf der falschen Seite der Geschichte zu stehen. In Irland habe es im Vorfeld der Partie zudem Forderungen nach einem Boykott des Spiels gegeben.
Das Rückspiel wird aus Sicherheitsgründen nicht in Israel, sondern im serbischen Backa Topola ausgetragen, was die ohnehin angespannte Lage zusätzlich verschärft. Der mutmaßliche Terrorakt an Bord der Flydubai-Maschine, bei dem ein Co-Pilot den Piloten mit einer Notaxt angegriffen haben soll, bevor Passagiere ihn überwältigten, dürfte die Emotionen rund um das Spiel weiter befeuert haben. Für Einordnungen zu anderen Nationalmannschaften und aktuellen politischen Reibungspunkten im internationalen Fußball lohnt sich auch ein Blick auf die laufende Berichterstattung zur Nations League.
Die Fakten im Überblick:
So geht es weiter: Das Nations-League-Rückspiel zwischen Irland und Israel soll am Sonntag um 20.45 Uhr in Backa Topola ausgetragen werden.







































