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·20. September 2026
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Nachdem Sandro Wagner beim FC Augsburg 2025 entlassen worden war, hat er nun einen neuen Trainer-Job gefunden. Ab kommender Woche wird er der neue Trainer von Hannover 96.
Dass der extrovertierte Fußball-Profi hin und wieder auch aneckt, ist bereits bekannt. Ein Ex-Spieler hat sich nun mit heftigen Vorwürfen zu Wort gemeldet und kein gutes Haar an Wagner gelassen.
Auslöser waren zwei Testspiele in der Vorbereitung auf die Saison 2025/26. Mads Pedersen, der mittlerweile bei der Hertha kickt, berichtete in einem großen Interview mit dem dänischen Portal 'Bold.dk' von dem Konflikt. Nach einer langen Verletzung bestritt der Däne das Testspiel gegen Pisa über 90 Minuten. Bei der Partie gegen Sunderland am nächsten Tag sollte er allerdings schon wieder eingewechselt werden. "Ich versuchte mich aufzuwärmen, bekam aber bei einem Sprintversuch einen Krampf im Oberschenkel", erinnerte sich Pedersen zurück.
Daraufhin bat er Wagner, nicht eingewechselt zu werden, weshalb dieser sehr sauer wurde. "Das Verhältnis zwischen mir und Sandro Wagner wurde von Woche zu Woche schlechter. Er wechselte während eines Spiels einen linken Außenverteidiger aus, brachte mich aber nicht, und es begann Unruhe in der Mannschaft zu entstehen", erzählte der Däne außerdem. Wagner warf den Verteidiger aus dem Spieltagskader, obwohl dieser laut eigener Aussage gut trainiert habe. Doch es schien seinen Trainer nicht zu interessieren. Stattdessen eskalierte die Situation immer weiter.
"Es nahm richtig Fahrt auf, und plötzlich behauptete er, ich sei eine Ratte, wie er es so schön formulierte. Bei jedem Treffen sagte er, dass es Ratten in der Umkleidekabine gebe, und wir waren zwei Spieler, die genau wussten, auf wen er anzuspielen versuchte. Denn wir waren diejenigen, die nie im Spieltagskader standen", erzählte Pedersen. Den zweiten Spieler benannte er dabei nicht, die Beschreibung könnte aber auf Arne Maier zutreffen, heißt es in einem Bericht von 't-online'.
Er habe den Vorwurf überhaupt nicht verstehen können und dachte sich: "Was zum Teufel redest du da? Wir haben keinerlei Kontakt zu den Medien oder so." Aus diesem Grund habe er Wagner auf den Vorwurf angesprochen, doch der Coach behauptete, dass es damit nichts zu tun habe.
"Es vergingen ein paar Tage, und dann wurde ich zusammen mit dem anderen komplett aus der Mannschaft geworfen. Wir wurden komplett aus der Kabine entfernt; wir sollten unsere Sachen packen und wurden gebeten zu verschwinden", berichtete der Neu-Herthaner weiter. Er musste bei der zweiten Mannschaft, die in der Regionalliga spielt, mittrainieren und durfte das Trainingsgelände der Profis nicht mehr betreten. Aus diesem Grund wurden die Anwälte eingeschaltet.
Vier Wochen habe es gedauert, bis der Däne wieder bei den FCA-Profis am Training teilnehmen durfte. Der Klub wiederum bat Wagner, sich bei seinem Spieler zu entschuldigen. "Eine Woche später wurde er dann entlassen. Er hatte die Kabine verloren", erinnerte sich der Abwehrmann zurück.
Zwar erinnert sich Pedersen gerne an die Zeit in Augsburg zurück, durch die Aktion von Wagner hat das positive Gesamtbild aber auch Kratzer abbekommen. Deshalb entschied er sich im Sommer für einen Wechsel und hält nun die Abwehr bei der Hertha dicht. Zum Wiedersehen mit seinem Ex-Coach kommt es dann Anfang Dezember, wenn die Hertha bei Hannover 96 gastiert.
📸 Alex Grimm - 2025 Getty Images















