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·10. August 2026

Hinter den Kulissen: Bayern schmiedet neuen Bundesliga-Plan

Artikelbild:Hinter den Kulissen: Bayern schmiedet neuen Bundesliga-Plan

Der FC Bayern hat zuletzt mehr internationales Engagement von der Bundesliga-Konkurrenz gefordert. Doch die Münchner wollen es offenbar nicht bei öffentlichen Appellen belassen. Hinter den Kulissen arbeitet der Rekordmeister bereits an konkreten Konzepten – und könnte dabei selbst eine zentrale Rolle übernehmen.

Die internationale Vermarktung der Bundesliga ist beim FC Bayern spätestens seit der jüngsten Asienreise wieder ein großes Thema. Präsident Herbert Hainer hatte mehrfach betont, dass der deutsche Rekordmeister nicht allein für die weltweite Präsenz der Bundesliga verantwortlich sein könne.


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Nun wollen die Münchner offenbar selbst einen konkreten Beitrag leisten. Nach Informationen von SPORT1 werden an der Säbener Straße bereits Ideen und Konzepte entwickelt, die zu einem späteren Zeitpunkt auch den anderen deutschen Profiklubs präsentiert werden sollen.

Das übergeordnete Ziel: Die Bundesliga soll gemeinsam neue Märkte erschließen und international stärker als bisher als Gesamtprodukt auftreten.

Bayern erwägt Mini-Turniere im Ausland

Eine besonders interessante Idee betrifft gemeinsame Auslandsreisen mehrerer deutscher Vereine. Dem Bericht zufolge könnte der FC Bayern dabei als eine Art Gastgeber oder Initiator auftreten und Mini-Turniere mit weiteren Bundesliga-Klubs organisieren.

Statt einzelner Vereine, die unabhängig voneinander durch Asien oder die USA reisen, könnten mehrere deutsche Mannschaften gemeinsam auftreten. Damit ließe sich nicht nur die Aufmerksamkeit für die jeweiligen Klubs erhöhen, sondern gleichzeitig die Bundesliga als Marke stärker in den Mittelpunkt rücken.

Marketing-Vorstand Rouven Kasper hatte bereits während der Asienreise angedeutet, dass der FC Bayern bei diesem Thema künftig stärker die Initiative ergreifen möchte. „Wir müssen, glaube ich, auch mehr in die Situation kommen, dass wir als Speerspitze noch aktiver in die Bundesliga reindiskutieren und Themen anstoßen – nicht nur politisch, sondern gegebenenfalls einfach mit guten Ideen kommen, wie wir gemeinsam mit den anderen Klubs ins Ausland kommen können“, erklärte Kasper.

Hainer fordert Bundesliga-Klubs zum Handeln auf

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Foto: IMAGO

Die Überlegungen passen zu den deutlichen Aussagen von Herbert Hainer. Der Bayern-Präsident hatte die Bundesliga-Konkurrenz während der Asienreise öffentlich in die Pflicht genommen. „Wenn der FC Bayern vorangeht, dürfen die anderen nicht stehen bleiben. Internationalisierung ist kein Solo – die Liga muss mitziehen“, stellte der 72-Jährige klar.

Vor allem gegenüber der Premier League sieht Hainer großen Nachholbedarf. Die englische Liga sei international deutlich präsenter und profitiere dadurch wirtschaftlich von ihrer enormen globalen Reichweite.

„Es kann nicht sein, dass der FC Bayern den Wagen allein zieht, sondern wir brauchen hier eine deutlich aktivere Unterstützung der gesamten Bundesliga – nicht nur von einem oder zwei Vereinen, sondern von der ganzen Bundesliga“, forderte Hainer.

Die Bayern wollen es offenbar nicht bei dieser Kritik belassen. Mit eigenen Konzepten und möglichen gemeinsamen Auslandsturnieren könnte der Rekordmeister nun selbst versuchen, die Internationalisierung der Bundesliga entscheidend voranzutreiben.

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