Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef? | OneFootball

Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef? | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: come-on-fc.com

come-on-fc.com

·12. Februar 2026

Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?

Artikelbild:Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?
Artikelbild:Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?

OneFootball Videos


Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?

Artikelbild:Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?

Hendrik Broschart

12 Februar, 2026

Nach der „Fisch-oder-Fleisch“-Kritik von Lukas Kwasniok anlässlich der Leipzig-Niederlage stellt sich durchaus eine Frage: Fehlt dem 1. FC Köln ein Abwehrchef? Denn beim FC kommt es in der Hintermannschaft immer wieder mal zu Abstimmungsfehlern.

Das 0:1 gegen Leipzig fiel nach Ansicht von FC-Coach Lukas Kwasniok viel zu einfach. Vor dem Hintergrund der Abstimmungsprobleme in der Defensive des 1. FC Köln kommt die Frage auf: Fehlt dem 1. FC Köln ein Abwehrchef?

Artikelbild:Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?

(Photo by Christof Koepsel/Getty Images)

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Artikelbild:Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?

Teil’ diesen Beitrag mit deinen Freunden:

Artikelbild:Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?
Artikelbild:Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?
Artikelbild:Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?

Neben dem Ärger über die umstrittene VAR-Entscheidung beschäftigte FC-Trainer Lukas Kwasniok nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig vor allem eine Szene aus der ersten Halbzeit. „Das war kein Fisch und kein Fleisch. Jetzt müssen wir in die Ursachenforschung gehen, warum das so etwas Halbschwangeres war“, sagte der Trainer am Sonntag. „Der Raum zwischen Torhüter und Kette ist so groß, dass ein Linksfuß wie Raum den Ball genüsslich reinchippen kann. Wenn du am Elfmeterpunkt stehst, hast du eine gute Orientierung. So hast du nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich saß auf der Bank, habe es kommen sehen und war erst einmal acht Minuten lang böse.“ Wer sich die Entstehung des Gegentreffers noch einmal anschaut, kann das Unverständnis des Trainers gut nachvollziehen.

Fehlt ein Abwehrchef?

David Raum flankte aus dem rechten Halbfeld in den Kölner Sechzehner, Leipzig nutzte mit einem einfachen Laufweg den Moment. Xaver Schlager orientierte sich an Tom Krauß, blockte dessen Rückwärtsbewegung geschickt ab, sodass Baumgartner in die entstehende Lücke stieß und den Ball vor Eric Martel per Kopf im Tor unterbrachte. Die Szene erweckt einen Eindruck: Dem FC fehlt möglicherweise ein bestimmtes Spielerprofil, das gerade bei Standards für klare Absprachen, präzise Zuweisungen und die Übersicht über die Tumulte im eigenen Strafraum sorgt – ein echter Abwehrchef. Bei den Geißböcken hat dieses inoffizielle Amt eigentlich Timo Hübers inne. Eine schwere Knieverletzung im Oktober verbannte den 29-Jährigen jedoch in die Zuschauerrolle. Zu allem Übel reihte sich in der Kölner Innenverteidigung eine Verletzung an die nächste.

Wer kann Hübers ersetzen?

Der Blick richtet sich nun auf spannende Kandidaten im Kader, die die besagte Lücke füllen könnten. Auf dem Papier gibt es nämlich gleich mehrere Spieler, die die Qualitäten eines Abwehrchefs mitbringen. Da wäre zum einen Rav van den Berg. Der 21-Jährige strahlt unter Druck Seelenruhe aus, ist Kapitän der U21-Nationalmannschaft der Niederlande und hat trotz seines jungen Alters bereits viel Erfahrung bei Stationen in Zwolle und Middlesbrough gesammelt. Er wurde mit einem Versprechen von rund zehn Millionen nach Köln geholt und ist prädestiniert, einmal in der Defensive die Zügel in der Hand zu haben. Van den Berg, der erst seit dem vergangenen Sommer in Köln ist, musste sich lange mit einer Schulterverletzung herumplagen. Nach seiner Rotsperre wegen Handspiels im Duell mit Union Berlin stand er in vier Spielen nur gegen den SC Freiburg von Beginn an auf dem Rasen; zuletzt saß er im Spiel gegen Leipzig über die vollen 90 Minuten auf der Bank. Das sind Faktoren, die seine Entwicklung im FC-Trikot ausbremsen.

Chef-Suche: Hängerunde im Kader

Neben der Abgebrühtheit von Anführern aus der Defensive ist ein weiteres Charakteristikum das saubere und risikobewusste Passspiel: scharfe, aber präzise Vertikalpässe, gezielte Spielverlagerungen und das Gespür dafür, wann die sichere Lösung gefragt ist. Andribbeln und Linien brechen: Er erkennt freie Räume vor sich und nutzt sie, um Druck aus dem Spielaufbau zu nehmen und Gegenspieler zu binden. Das hat Jahmai Simpson-Pusey seit seiner Ankunft im Winter eindrucksvoll gezeigt, indem er ohne jeglichen Spielrhythmus ordentliche Leistungen abgeliefert hat. Für van den Berg und Simpson-Pusey ist festzuhalten, dass sie allein aufgrund ihres Profils das Zeug zum Abwehrchef im Trikot des 1. FC Köln hätten. Aber niemand kann erwarten, dass die jungen Spieler die vakante Stelle des Abwehrchefs sofort ausfüllen. Das obliegt Spielern, die sich schon länger am Geißbockheim tummeln.

Knochenhart im Zweikampf, bewiesener Anführer auf dem Platz und Kapitän der deutschen U21-Auswahl: Eric Martel hat das Zeug, sich auch eine Position weiter hinten als Leader festzubeißen. Doch über ihm schwebt die Frage, ob man in Köln auch in Zukunft mit ihm planen kann. Die Anstrengungen von Kessler in der abgelaufenen Transferperiode deuteten zudem auf eine Umstrukturierung auf Martels Sechserposition hin. Ein Verbleib in Köln würde es ermöglichen, ihn dauerhaft in der letzten Kette zu etablieren, wie er es bereits gegen Leipzig getan hat. Die Hängepartie bezüglich seiner Vertragssituation macht es Kwasniok sicherlich nicht leichter, Martel als neuen starken Mann in der letzten Kette zu etablieren. Allerdings fehlte auch dem vermeintlichen Sechser zuletzt die nötige Konstanz.

Antworten auf die „Fisch-oder-Fleisch-Frage“

Die Frage nach dem Abwehrchef ist für den 1. FC Köln nach wie vor kompliziert. Um Gegentore wie das 0:1 gegen RB Leipzig zu vermeiden, muss der Verein einen neuen Lautsprecher im defensiven Zentrum installieren. Vielleicht tut sich ja schon im Spiel gegen den VfB Stuttgart ein neuer Chef in der Abwehr hervor, der für Klarheit in der „Fisch-oder-Fleisch-Frage“ sorgt. Die Frage darf aber durchaus erlaubt sein, ob die Kölner im Winter in der Innenverteidigung nicht doch hätten nachbessern müssen.

Gegen die Schwaben wird eine klare Rollenverteilung auch aufgrund ihrer flexiblen Spielweise unabdingbar sein. Es bleibt abzuwarten, wen Kwasniok in der letzten Kette gegen Sebastian Hoeneß‘ Elf aufbieten wird.


Impressum des Publishers ansehen