SV Werder Bremen
·8. März 2025
„Jeder hatte Angst vor diesen Spielen in Bremen“

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·8. März 2025

Bis zum vergangenen Sommer lief Chiara Hahn noch für den SVW auf, nun kehrt sie am Montagabend mit Hoffenheim erstmals nach Bremen zurück (Foto: W.DE).
Chiara Hahn etablierte sich beim SV Werder Bremen in der Google Pixel Frauen-Bundesliga und zählte mit ihren fünf Torvorlagen als Schienenspielerin zu den Stammkräften in der abgelaufenen Spielzeit. Im Sommer schloss sich die 23-Jährige der TSG Hoffenheim an, mit der sie am Montagabend an den Osterdeich zurückkehrt. Im WERDER.DE-Interview spricht Hahn über ihren Start im Kraichgau, die Bedeutung des Wohlfühlfaktors und den Traum eines weiteren Duells mit dem SVW.

Hahn absolvierte insgesamt 28 Ligaspiele für den SVW (Foto: W.DE).
WERDER.DE: Moin Chiara, du hast bei deinem Abschied aus Bremen gesagt, dass du die Raute immer im Herzen tragen wirst. Mit welchen Gefühlen kehrst du an die Weser zurück?
Chiara Hahn: Zunächst einmal mit Freude. Ich freue mich einfach auf die alten bekannten Gesichter und die Fans, denn die Stimmung auf Platz 11 war immer cool. Für mich ist es zum Teil auch ein bisschen, wie in die Heimat zurückzukehren.
WERDER.DE: Zuletzt hast du mit einer Erkältung ein paar Spiele verpasst und bist dann zu ein paar Joker-Einsätzen gekommen. Hast du die Länderspielpause nutzen können, um die Akkus wieder voll aufzuladen?
Chiara Hahn: Die Länderspielpause lag für mich natürlich gut und war auch sehr lang, sodass ich auf jeden Fall einiges aufholen konnte. Ich würde schon sagen, dass ich fit für die kommenden Spiele bin. Ob es für die Startelf reicht, werden wir sehen (lacht).
WERDER.DE: Insgesamt hast du in der laufenden Spielzeit immer wieder mit Rückschlägen wie einem Bänderriss zu kämpfen gehabt. Bist du trotzdem gut in Hoffenheim angekommen?
Chiara Hahn: Anfangs war es schon schwer. Denn es waren sogar zwei Bänderrisse: Ich war gerade wieder ein, zwei Wochen fit, dann kam der nächste. Das war natürlich gerade in einem neuen Team sehr ärgerlich. Trotzdem würde ich sagen, dass ich hier gut angekommen bin und mich hier sehr wohlfühle.
WERDER.DE: Wie wichtig ist für dich der Wohlfühlfaktor, um erfolgreich Fußball zu spielen? Mit deinem Mitspielerinnen Selina Cerci und Ereleta Memeti scheinst du dich so gut zu verstehen, dass ihr eure gemeinsame TSG-Kollektion „inspired by“ herausbringt.
Chiara Hahn: Auf jeden Fall sehr wichtig und für mich sogar der Hauptpunkt, um sich in der Mannschaft und dem Umfeld einzufinden. Die beiden gehören in jedem Fall zu den engeren Leuten, mit denen ich auch öfter neben dem Platz was zusammen mache.
WERDER.DE: Als Mannschaft seid ihr sehr gut ins Jahr 2025 gestartet und habt neben einer Niederlage gegen Meister Bayern vier Pflichtspielsiege eingefahren. Was ist aus deiner Sicht für den Aufschwung verantwortlich?
Chiara Hahn: Gute Frage! Wir haben davor das, was im Training gut lief, nicht auf den Platz bekommen und wussten selbst nicht, woran das liegt. Alle haben an sich gearbeitet und man spürt den Spirit, dass jedem im Team das Potential des Kaders bewusst ist. Wir haben mehr auf die Basics vertraut und dann lief das ein bisschen von allein. Wir haben noch mehr zusammengefunden, weil das Team mit neuen Spielerinnen und einem neuen Trainer noch sehr frisch zusammen ist.
Das Finale in Köln ist natürlich ein Traum, gerade wenn es dann auch noch gegen Werder wäre.
WERDER.DE: Im Sommer verlässt Kapitänin und Rekordspielerin Fabienne Dongus den Verein. Ist es eines deiner Ziele, eines der Gesichter des Hoffenheimer Umbruchs zu sein?
Chiara Hahn: Das ist jetzt nicht mein Hauptziel, weil es zunächst einmal um das Team geht. Fabi ist eines der Gesichter des Vereins, das hier viel mitaufgebaut hat und zur Professionalisierung beigetragen hat. Das ist auf jeden Fall eine sehr coole Leistung.
WERDER.DE: Das Hinspiel hast du leider verpasst, in der Tabelle trennen Werder und die TSG nur vier Zähler. Was für eine Begegnung erwartest du am Montagabend auf Platz 11?
Chiara Hahn: Zu meiner Zeit in Bremen hatte jeder Angst vor diesen Spielen in Bremen. Werder ist sehr giftig in den Zweikämpfen, außerdem ist es schwer auch gegen die Fans auf Platz 11 zu spielen. Deswegen erwarte ich keine leichte Aufgabe für uns.
WERDER.DE: Und es muss ja nicht das letzte Aufeinandertreffen in dieser Saison sein. Was würdest du dazu sagen, wenn ihr euch am 1. Mai in Köln nochmal gegenübersteht?
Chiara Hahn: Das Finale in Köln ist natürlich ein Traum, gerade wenn es dann auch noch gegen Werder wäre. Dafür müssen wir aber erstmal noch die Bayern schlagen.
WERDER.DE: Dafür wünschen wir viel Erfolg. Vielen Dank für das Gespräch, Chiara!









































