DFB-Frauen
·29. August 2026
Kapitänin Karl köpft SC Freiburg zum ersten Sieg

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Die Heimpremiere von Marco Konrad als neuer Cheftrainer beim SC Freiburg ist in der Google Pixel Frauen-Bundesliga geglückt. Die Breisgauerinnen bezwangen am 2. Spieltag den 1. FC Union Berlin 1:0 (0:0) und haben damit vier Punkte auf dem Konto. Für die Gäste aus der Hauptstadt war es dagegen die zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel.
Vor 1806 Zuschauer*innen im Dreisamstadion erzielte Kapitänin Lisa Karl (53.) per Kopfball nach einer Ecke den einzigen Treffer der Partie. Union hatte zwar mehr Ballbesitz, die Offensivaktionen des SC Freiburg waren jedoch vor allem in der zweiten Halbzeit deutlich zwingender.
"In der ersten Halbzeit war es noch ein bisschen zu viel Hin und Her. Daran müssen wir arbeiten, um mehr Ruhe in unser Spiel zu bekommen", meinte SC-Trainer Marco Konrad. "Nach der Pause war die Idee, wieder mehr zu machen, auch mit dem Ball. Das haben alle toll umgesetzt. Schließlich haben wir uns durch einen Standard belohnt. Wir wussten um die Qualität von Union. Insgesamt freue ich mich über eine sehr gute Mannschaftsleistung mit großem Einsatz sämtlicher Spielerinnen."
Union-Trainerin Marie-Louise Eta sagte: "In der ersten Halbzeit sind wir gut ins Spiel gekommen. In der ersten halben Stunde hat vieles geklappt, aber wir haben es verpasst, ein Tor zu erzielen. Freiburg kam aktiver und mutiger aus der Pause. Es ist uns dann nicht gelungen, das Spiel nach deren Standardtor zu drehen. Es war insgesamt ein verdienter Sieg für Freiburg."
Die frühere Freiburgerin Leela Egli erklärte: "Wir sind mit viel Energie in das Spiel gestartet, waren dann aber nicht konsequent und griffig genug. Die guten Spielphasen und Spielzüge durch das Zentrum nehmen wir mit, aber das allein hat nicht gereicht. Die Saison ist noch lang, wir müssen noch viel lernen."
Freiburgs neuer Trainer Marco Konrad sah nach dem 1:1 im Auftaktspiel beim Hamburger SV keinen Grund für Veränderungen. Er setzte auf dieselbe Anfangsformation. Weiterhin keine Optionen für das Freiburger Trainerteam sind Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nora Scherer (Aufbautraining) sowie Nia Szenk (muskuläre Beschwerden).
Zwei Umstellungen nahm Union-Trainerin Marie-Louise Eta im Vergleich zur 1:4-Heimniederlage gegen Doublesieger FC Bayern München vor, allerdings nicht ganz freiwillig. Weil Stammtorhüterin Cara Bösl kurzfristig passen musste, rückte Nadine Böhi zwischen die Pfosten. Im Angriff bekam außerdem Sophie Weidauer den Vorzug gegenüber der etatmäßigen Kapitänin Lisa Heiseler. Neben Cara Bösl musste auch Anna Aehling, Hannah Eurlings, Ida Heikkinen, Korina Janež, Mariann Noack, Dina Orschmann und Tanja Pawollek weiterhin verletzungsbedingt passen.
Mit Innenverteidigerin Samantha Steuerwald, die erstmals Spielführerinnenbinde trug, sowie den beiden Offensivspielerinnen Leela Egli und Eileen Campbell gehörten drei frühere Freiburgerinnen zur Startelf der Berlinerinnen. Außerdem nahm noch Judith Steinert an ihrer früheren Wirkungsstätte auf der Bank Platz, wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt.
Von Beginn lieferten sich die beiden Teams eine intensive und recht ausgeglichene Begegnung, in der sich die Gäste aus der Hauptstadt mehr Ballbesitz und zunächst auch die gefährlicheren Abschlüsse erarbeiteten. So verfehlte Sophie Weidauer das Freiburger Tor mit zwei wuchtigen Schüssen jeweils nur knapp. Bei der wohl besten Chance rutschte Leela Egli beim Versuch eines Schlenzers der Ball ab und ging deutlich über das Tor. Gleiches galt für einen Freistoß der früheren Freiburgerin aus 20 Metern kurz vor der Pause.
Die Gastgeberinnen waren in erster Linie nach Standardsituationen gefährlich. Ein Freistoß von Nicole Ojukwu wurde zweimal geblockt. Im Anschluss an einen Eckball kam U 19-Nationalspielerin Emma Memminger aus dem Rückraum frei zum Abschluss, setzte ihren Versuch aber knapp über die Latte.
Den deutlich besseren Start in die zweite Halbzeit legten dann aber die Freiburgerinnen hin. Zunächst parierte Nadine Böhi einen Abschluss von Nicole Ojukwu. Der folgende Nachschuss von Lisa Kolb wurde von der Union-Hintermannschaft abgeblockt. Auch insgesamt waren die Breisgauerinnen nun deutlich aktiver - und belohnten sich mit der Führung. Nach einem Eckball von Nicole Ojukwu stand Kapitänin Lisa Karl am zweiten Pfosten völlig frei und traf per Kopfball zum 1:0 (54.).
Nachdem Sophie Weidauer den möglichen Ausgleich nach einer Kopfballablage der eingewechselten Nele Bauereisen mit einem Schuss an das Außennetz knapp verpasst hatte, ließ der Sport-Club in einer Drangphase einige Möglichkeiten liegen, um den Vorsprung auszubauen. Eine Direktabnahme von Emma Memminger landete auf dem Tornetz, Alena Bienz verzog ihren Abschluss nach einem Eckball und Luca Birkholz schoss von der Strafraumgrenze ganz knapp am Pfosten vorbei.
Zu Beginn der Schlussphase hielt die erst 17 Jahre alte Freiburger Torhüterin Anna Reimann die Führung ihres Teams mit zwei spektakulären Paraden innerhalb weniger Sekunden gegen die eingewechselte Naika Reissner und Samantha Steuerwald fest. Auf der anderen Seite hätten aber auch die Gastgeberinnen nachlegen können. Ein abgefälschter Versuch von Luca Birkholz landete am Außennetz, außerdem lenkte Nadine Böhi einen Flachschuss der eingewechselten Amira Arfaoui, die für viel Schwung sorgte, an den Pfosten. Letztlich brachten die Freiburgerinnen den knappen Vorsprung souverän über die Zeit.







































