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Helge Wohltmann·18. Februar 2026
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Helge Wohltmann·18. Februar 2026
Der Eklat rund um Benficas Gianluca Prestianni, dem von Real-Madrid-Seite vorgeworfen wird, dass er Vinícius Júnior rassistisch beleidigt habe, überschattet weiterhin die Champions-League-Partie, zwischen den Portugiesen und den Spaniern. Benfica und dessen Coach, José Mourinho, brachten nach dem Spiel fragwürdige Argumente zur Verteidigung vor.
So konstatierte der Klub in einem auf X geposteten Video, dass die Real-Spieler doch viel zu weit weg gewesen seien, um hören zu können, was Prestianni zu Vinícius gesagt habe.
Allerdings zeigt das Video klar und deutlich, dass Eduardo Camavinga und auch Kylian Mbappé nur einige Schritte von Prestianni und Vinícius entfernt standen. So sagte Mbappé dann laut 'Real Total' auch nach dem Abpfiff, dass sein Teamkollege als "Affe" bezeichnet worden sei: "Fünfmal, ich habe das gehört."
Mourinho hingegen beschwerte sich, dass Vini Jr. an der Eckfahne provokant mit einem Tanz gejubelt und damit Fans und Benfica-Spieler gegen sich aufgebracht habe: "Warum hat Vini Jr. nicht wie Di Stefano, Pelé oder Eusébio gejubelt?", zitiert ihn Fabrizio Romano. "Du schießt so ein super Tor und dann... Warum?"
Er warf ihm auch noch vor, dass sich ein Muster abzeichne: "Das passiert immer wieder bei ihm. Das ist das Einzige, was ich nicht verstehe." Warum das jedoch rassistische Beleidigungen vonseiten seines Spielers rechtfertigen sollte, verriet Mourinho nicht.
Jamie Carragher, TV-Experte in England, kommentierte die Aussage dann auch folgendermaßen: "Es fühlt sich etwas komisch an, das von José zu hören, wir alle wissen, wie er selbst jubelt. Vinícius kann jubeln wie er will." Mourinho ist bekannt dafür, nach großen Siegen oder wichtigen Toren durchaus provokant zu feiern.
Auch Mbappé kommentierte eine Instagram-Story von Vinícius Júnior, in der dieser ein Foto von seinem Tanz an der Eckfahne zeigte: "Tanze Vini - und bitte hör niemals auf. Sie werden uns niemals vorschreiben, was wir tun müssen oder nicht."
Mourinho brachte jedoch noch ein weiteres Argument vor. Benfica habe mit Eusébio einen Schwarzen Spieler als Klublegende: "Benfica ist kein rassistischer Klub."
Eine Argumentationslinie, die man bei Rassismusvorwürfen des Öfteren hört, die aber gerade in diesem Fall überhaupt nichts zur Sache beiträgt, denn niemand wirft dem Klub vor rassistisch zu sein. Es geht einzig und allein um die Aussagen eines Spielers.
Die UEFA hat mittlerweile zudem angekündigt den Vorfall zu untersuchen: "Die offiziellen Spielberichte der gestern Abend ausgetragenen Partien werden derzeit geprüft. Wenn darin Vorfälle gemeldet werden, werden Verfahren eröffnet, und sollten diese zu Disziplinarmaßnahmen führen, werden sie auf der Disziplinarseite der UEFA bekannt gegeben.“
📸 PATRICIA DE MELO MOREIRA - AFP or licensors









































