FC Schalke 04
·31. August 2025
Kenan Karaman: Das war eine klare Sache für mich

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·31. August 2025
Mit einem 1:0-Erfolg bei Dynamo Dresden konnte Königsblau am Sonntag (31.8.) den dritten Saisonsieg einfahren. schalke04.de hat anschließend die Trainerstimmen notiert, auch Kapitän Kenan Karaman und Youri Mulder (Direktor Profifußball) kamen zu Wort.
Das war heute ein hartes Stück Arbeit. Aber die 2. Bundesliga ist kein Schönheitswettbewerb, hier muss man viele Oldschool-Tugenden reinhauen, auch mal das Quäntchen Glück haben und sich dann am Ende belohnen. Die erste Halbzeit hat unseren starken Teamgeist gezeigt. Da haben Jungs gespielt, die nicht zu 100 Prozent fit waren, aber unbedingt auf dem Platz stehen und helfen wollten. Und in der zweiten Halbzeit haben wir es dann, wie in der Vorwoche gegen Bochum, geschafft, das Spiel mit den Einwechslungen auf unsere Seite zu ziehen. So wie Ron vor dem Elfmeter den Ball gewinnt, ist genau die Art und Weise, wie wir es angehen wollen: aggressiv und eklig die Bälle holen. Das hätten wir noch öfter machen müssen, aber daran arbeiten wir. Nun müssen wir diesen Weg konsequent weitergehen als Einheit, standhaft bleiben und Widerstände bekämpfen und an ihnen wachsen.
Glückwunsch zum Sieg an Schake 04. Ich habe ein sehr ausgeglichenes Spiel gesehen, in dem wir für mein Gefühl mit der Chance von Christoph Daferner in der ersten Halbzeit lange die beste Möglichkeit hatten. Den Abschluss von Schalke nach Ballverlust in der zweiten Halbzeit blocken wir auch super weg, sind dann aber wenig später in der Entstehung des Elfmeters einen Tick zu ungeduldig. Da müssen wir draus lernen und uns verbessern. Ich habe trotzdem ein gutes Spiel gesehen, mit dem ich zufrieden bin, mit dem Ergebnis am Ende aber eben nicht. Es gab auch einige Situationen, in denen der Gegner eine gute Abwehrhöhe hat und das mit hoher Qualität macht, da fehlen dann auch nur ein paar Zentimeter, die das Spiel in eine andere Richtung lenken können.
Am Ende belohnen wir uns in einem ganz schweren Spiel, wir wollten unbedingt auswärts die ersten Punkte holen. Ich bin stolz, wie wir defensiv gearbeitet haben, das war über weite Strecken sehr gut und Dresden ist oft ins Abseits gelaufen. In der ersten Halbzeit hatten wir vorne noch nicht so viele Lösungen, weil uns die Ruhe am Ball gefehlt hat. Das müssen wir verbessern, aber am Anfang zählen einfach die Punkte, weil zu Saisonbeginn meist noch nicht alles reibungslos läuft. Der Elfmeter war für mich in dem Moment sofort eine klare Sache. Der Schiedsrichter meinte zu mir, dass er keine klare Sicht hatte, aber nach der Prüfung am Monitor hat er genauso entschieden.
Man weiß, wie ekelhaft es ist, hier als Gastmannschaft zu spielen. Dafür haben wir gut dagegengehalten, auch in den engen Momenten. Einige unserer Jungs haben mit Schmerzen gespielt und sich durchgebissen, alle haben bis zum Ende gekämpft. Für den neutralen Zuschauer war die Partie sicher nicht so attraktiv, aber das ist der Fußball in der 2. Bundesliga: Du musst in erster Linie dagegenhalten und kämpfen, und wenn du damit Spiele gewinnst, kommt mit der Zeit auch der spielerische Aspekt zum Tragen.
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