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·4. Oktober 2026

Kimmich-Debatte: Kahn sieht „mit absoluter Sicherheit“ zwei Spieler

Artikelbild:Kimmich-Debatte: Kahn sieht „mit absoluter Sicherheit“ zwei Spieler

Oliver Kahn, Michael Ballack und Roman Weidenfeller haben im TV über Joshua Kimmichs Rolle im DFB-Team diskutiert. Anlass war das Rückspiel in Griechenland, für das der Kapitän gar nicht erst nominiert wurde. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob es einen Bayern-Kimmich und einen schwächeren Nationalmannschafts-Kimmich gibt.

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Der luxemburgische Stürmer #09 Aiman Dardari kämpft mit dem deutschen Mittelfeldspieler #06 Joshua Kimmich und dem deutschen Mittelfeldspieler #20 Serge Gnabry um den Ball während des Fußballspiels der Qualifikationsrunde zur Weltmeisterschaft 2026 in der Gruppe A der Europa-Zone zwischen Deutschland und Luxemburg am 10. Oktober 2025 in Sinsheim, Westdeutschland (Foto: Daniel ROLAND / AFP)


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Kahn diagnostiziert zwei Versionen

Oliver Kahn beantwortete die Frage nach zwei Kimmichs ohne Umschweife mit einem klaren Ja. Bei Bayern könne der Mittelfeldspieler mit dem Rückenwind ständiger Erfolge auftreten, im Nationaltrikot fehle genau dieses Polster. Als Führungsfigur brauche Kimmich Erfolge, damit die Mitspieler zu ihm aufschauen, so Kahn, und genau daran habe es dem DFB-Team zuletzt gemangelt.

Konkret bezog sich Kahn auf das Hinspiel in Augsburg, in dem Kimmich einen Ballverlust im Aufbau produzierte und einen Schuss ins eigene Tor abfälschte. Er erklärte dessen oft gemächliches Spiel damit, dass jeder Mitspieler ihn automatisch anspiele, wodurch viel Zeit verstreiche, ehe der Ball weiterwandert. Auch den Einsatz auf der rechten Seite bei der Weltmeisterschaft bewertete Kahn kritisch und sagte, das habe Kimmich wohl nicht gutgetan.

Weidenfeller und Ballack mit Nuancen

Roman Weidenfeller stellte sich grundsätzlich hinter den Kapitän, machte die Kapitänsrolle aber von dessen Leistung abhängig. Zudem fehle Kimmich im Nationalteam jenes vertraute Umfeld, das er bei Bayern München genieße, im DFB-Mittelfeld verlangsame er das Spiel eher, statt konsequent nach vorne zu spielen.

Michael Ballack verteidigte dagegen den Kurs von Bundestrainer Jürgen Klopp, der sich bewusst neue Optionen abseits von Kimmich schaffe. Er selbst habe Kimmich schon früher lieber auf der rechten Seite gesehen, wo dieser mit seinen Stärken Weltklasseniveau gezeigt habe. Gleichzeitig verwies Ballack auf ein strukturelles Problem der Mannschaft: Es fehlten Außenspieler, die tief stehende Abwehrreihen im Eins-gegen-eins knacken können, weshalb ein schnelleres Spiel durch die Mitte mit anderen Charakteren eine Alternative sein könnte. Wie Klopp dieses Puzzle beim nächsten Aufgebot löst, dürfte sich auch an der Aufstellung der Nationalmannschaft ablesen lassen.

Die Fakten im Überblick:

  • Anlass: TV-Diskussion über Kimmichs Rolle vor dem Rückspiel in Griechenland
  • Hinspiel: 0:1 in Augsburg, Kimmich mit Ballverlust und Eigentor-Abfälscher
  • Aufgebot: Kimmich fehlt im zweiten Block der Länderspielphase
  • Kahn-Zitat: „Den gibt es mit absoluter Sicherheit“
  • Ballack-Position: Bevorzugt Kimmich eher auf der rechten Seite

So geht es weiter: Wie Bundestrainer Jürgen Klopp Kimmichs Rolle künftig gestaltet, dürfte sich bei der nächsten Nominierung und Aufstellung zeigen.

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