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·5. Oktober 2026
Kimmich-Debatte spitzt sich zu: Ex-DFB-Stars äußern Zweifel am Bayern-Star

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·5. Oktober 2026

Die Diskussion um Joshua Kimmich und seine Rolle in der deutschen Nationalmannschaft reißt nicht ab. Nachdem Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof zuletzt im zentralen Mittelfeld überzeugten, wird darüber diskutiert, wie unantastbar der Kapitän unter Jürgen Klopp künftig noch ist.
Nun haben sich mit Oliver Kahn und Michael Ballack zwei ehemalige DFB-Kapitäne in die Debatte eingeschaltet. Beide halten Kimmich weiterhin für einen wichtigen Bestandteil der Nationalmannschaft. Gleichzeitig sehen sie durchaus Punkte, über die diskutiert werden darf.
„Klopp hat ihn ein bisschen rausdelegiert für diese beiden Spiele, um zu sehen, wie die Gruppe ohne ihn funktioniert“, erklärte Ballack am Sonntag bei RTL. Kimmich selbst wäre gerne beim zweiten DFB-Kader geblieben, Klopp entschied sich allerdings bewusst für einen nahezu kompletten Wechsel.
Für Ballack ist diese Entscheidung kein grundsätzliches Signal gegen den Bayern-Profi. „Damit schwächt er ihn nicht“, betonte der frühere Nationalspieler und fügte hinzu: „Ich sehe auch niemanden, der ihn derzeit ersetzen könnte.“
Klopp testet derzeit seine Möglichkeiten. „Er fährt zweigleisig, und das finde ich völlig in Ordnung“, erklärte Ballack. Die aktuelle Grundsatzdiskussion um Kimmich komme deshalb für ihn „nicht zum richtigen Zeitpunkt“.
Interessant wurde es allerdings bei der Frage nach Kimmichs Position. Auf die Frage, ob er den 31-Jährigen als Sechser für einen Weltklassespieler halte, legte sich Ballack nicht fest. Stattdessen verwies er auf dessen Vergangenheit als Rechtsverteidiger.
Dort schätzt Ballack den Bayern-Star sogar stärker ein: „Mit all seinen Eigenschaften, so ist er auch groß geworden. Da war er für mich Weltklasse.“
Damit berührt der frühere DFB-Kapitän einen Punkt, der Kimmich bereits über weite Teile seiner Karriere begleitet: Wo kann er seine Qualitäten am besten einbringen?

Foto: IMAGO
Auch Oliver Kahn sieht Kimmich unter dem neuen Bundestrainer nicht automatisch als unantastbar an. Nach einem Trainerwechsel müssten sich die Hierarchien zunächst neu entwickeln. „Alle müssen das Gefühl bekommen, sich ihren Status erarbeiten zu müssen“, erklärte der frühere Bayern-Boss.
Kahn sieht bei Kimmich zudem ein grundsätzliches Problem in dessen Rolle als Führungsspieler. Der Mittelfeldspieler habe „das Pech gehabt, in Nationalmannschaften zu spielen, die nicht besonders erfolgreich waren“.
Genau das erschwere seine Position als Kapitän. „Für eine Führungsfigur wie Joshua ist es schon wichtig, dass die anderen zu ihm aufschauen. Und dafür fehlen ihm diese Erfolge. Das macht seine Aufgabe besonders schwer. Man muss sich die Frage stellen: Ist das die optimale Lösung?“, so Kahn.
Auch Lothar Matthäus sieht Kimmich nicht unabhängig von seinen Leistungen gesetzt. Der Rekordnationalspieler erklärte, Kimmich sei „natürlich gesetzt, wenn er die Leistung bringt“. Sollte ein Konkurrent auf seiner Position allerdings stärker auftreten, „wird Kimmich es schwer haben“.
Mit Pavlovic und Bischof haben sich zuletzt ausgerechnet zwei Bayern-Kollegen für weitere Einsätze empfohlen. Klopp selbst möchte daraus jedoch keine Grundsatzdebatte machen. Auf die wiederholten Fragen zu Kimmich reagierte er zuletzt genervt: „Ich gebe auf. Macht, was ihr wollt.“
Die Diskussion dürfte damit allerdings kaum beendet sein. Gerade die starken Auftritte der jungen Mittelfeldspieler sorgen dafür, dass Kimmichs Rolle beim DFB so intensiv hinterfragt wird wie lange nicht mehr.







































