„Kinderfußball“ und die fehlende „richtige Einstellung für den Beruf“: Trainer Hartmann findet nach U21-Pleite des 1. FC Köln sehr deutliche Worte | OneFootball

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·5. September 2026

„Kinderfußball“ und die fehlende „richtige Einstellung für den Beruf“: Trainer Hartmann findet nach U21-Pleite des 1. FC Köln sehr deutliche Worte

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„Kinderfußball“ und die fehlende „richtige Einstellung für den Beruf“: Trainer Hartmann findet nach U21-Pleite des 1. FC Köln sehr deutliche Worte

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Daniel Mertens

5 September, 2026

Es war eine gute Gelegenheit, um sich im Spitzenfeld der Regionalliga West festzusetzen. Doch die U21 des 1. FC Köln schafft es weiterhin nicht, konstant gute Leistungen abzurufen. Trainer Manuel Hartmann war entsprechend bedient nach dem 1:2 in Bonn und fand sehr deutliche Worte im Gespräch mit come-on-fc.com.

Am Freitag hat die Kölner Reserve gegen den Bonner SC eine Niederlage hinnehmen müssen. Nach dem Duell fand Trainer Manuel deutliche Worte.

Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln (Foto: 1. FC Köln)

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Die U21 hätte – zumindest für eine Nacht – auf den zweiten Platz der Regionalliga West springen und sich im vorderen Bereich der Tabelle festsetzen können. Doch die FC-Talente schaffen es in dieser Saison weiterhin nicht, zwei Siege in Folge einzufahren. Drei Tage nach dem souveränen 4:0 bei der U21 des VfL Bochum setzte es eine knappe, aber hochverdiente 1:2-Niederlage beim Bonner SC. Für die Bundesstädter, die zuletzt dreimal in Folge unentschieden spielten, war es der erste Saisonsieg. Bemerkenswert: Obwohl der Trainer Manuel Hartmann in Bonn bis auf den Torwart – Martin James kam für Mikolaj Marutzki – derselben Startelf vertraute, die drei Tage zuvor Bochums U21 beim 4:0 dominierte, wirkte die Kölner Mannschaft wie ausgewechselt. Nichts war mehr zu sehen von der Leichtigkeit im vergangenen Spiel.

“Das ist ein Kopfthema“

„Das ist ein Kopfthema“, erklärte Hartmann kurz nach dem Abpfiff gegenüber come-on-fc.com, „das ist ganz klar. Auch letzte Saison schon. Immer wenn die Mannschaft sich in die vorderen Bereiche schieben kann, sind solche Aussetzer-Spiele. Das ist dieser Reife-Prozess, von dem ich spreche. Das sind die Spiele, in denen man sich die Punkte in der Regionalliga holt, um sich die Plätze vorne auch zu verdienen.“ Genau davon ist die U21 aber in diesen Wochen noch weit entfernt. Ein Platz in der Spitzengruppe war zwar formal auch nie das erklärte Saisonziel, dennoch ist der FC vom Potenzial her zweifellos weit oben in der Regionalliga anzusiedeln. Entsprechend ärgerte sich der Trainer: „Wenn man dann so agiert wie wir heute, ist das Kinderfußball, wenn man nicht um die zweiten Bälle kämpft.“

Hartmann wurde noch drastischer mit Blick auf die Bundesliga-Bühne: „Wenn man es manchmal sieht in der Alten Försterei, da wird gekämpft um die zweiten Bälle und dafür wollen wir sie vorbereiten. Das müssen die Jungs aber auch annehmen. Wenn ich aber den einen oder anderen Akteur sehe, dann weiß ich nicht, ob er die richtige Einstellung für seinen Beruf mitbringt.“ Echte Leidenschaft zeigten einige FC-Talente erst nach dem Schlusspfiff, als sie sich auf die Pöbeleien Bonner Zuschauer auf dem Weg in die Kabine einließen – zum Missfallen des Trainers: „Das Verhalten nach dem Spiel gefällt mir nicht, dass man sich mit dem Gegner ständig anlegen muss. Das ist peinlich für mich. Wir haben genug mit uns zu tun, da müssen wir besser werden.“

“Dann erwarte ich einfach…“

Hartmann deutete an, dass seine Schützlinge vom Kopf her nicht richtig auf das Spiel eingestellt gewesen seien: „Wir wussten, dass es regnen wird. Wir wussten, dass es auch ein sehr direktes Spiel wird von unserem Gegner. Dann erwarte ich einfach, dass man sich da als Spieler mental darauf vorbereitet.“ Nicht einmal die Führung, die den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf stellte, sorgte für Sicherheit: „Mir hat es als Trainer eine gewisse Sicherheit gegeben, meinem Trainer-Staff auch. Dann ist es halt ein schwieriges Spiel und da zeigt sich, wer an dem Tag eine breite Brust hat.“ Hier wiederum kam noch Gil Neves ins Spiel, der zweimal körperlich ein Zeichen setzte, beide Male verwarnt wurde und in der Summe vorzeitig vom Platz musste: „Das tut mir für Gil sehr leid, der für mich diese breite Brust heute gezeigt hat, der dann die Zweikämpfe annimmt. Solche Spielertypen finde ich super, die dann versuchen voranzugehen. Es waren heute einige, die sich versteckt haben und damit bin ich nicht einverstanden.“

Unterm Strich stehen für die U21 nach der englischen Woche nur vier von neun möglichen Punkten: „Es ist sehr ärgerlich, weil du einfach gut was hättest erreichen können und das haben wir nicht getan.“ Das Gesetz der Serie macht immerhin Mut: Genauso, wie auf ein gutes in dieser Saison stets ein schlechtes Spiel folgte, folgte andersherum auch stets ein gutes. Demzufolge dürfte die U21 am Sonntag gegen Bergisch Gladbach wieder punkten: „Es wird wieder ein ähnliches Spiel, in dem wir einen anderen Reifeprozess brauchen“, mahnte Hartmann abschließend.

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