Kommentar: All in für den Aufstieg 26/27 | OneFootball

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·26. Mai 2026

Kommentar: All in für den Aufstieg 26/27

Artikelbild:Kommentar: All in für den Aufstieg 26/27

Und täglich grüßt das Murmeltier. Während die gerade erst zu Ende gegangene Saison eher mäßig erfolgreich war, brodelt der Transfermarkt jetzt schon wieder. Der FCK hat auch schon die erste Verpflichtung getätigt. Wie in jedem Jahr wird auch in dieser Sommerpause von „neu gemischten Karten” und neuen Gewichtsverhältnissen die Rede sein. Der große Vorteil: Während einige starke Gegenspieler den Tisch bereits verlassen haben, sitzt der FCK mit einem guten Blatt da. Gehen die Pfälzer all-in, könnte es 2026/27 für den Jackpot reichen.

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Die eigenen Karten: Starker Kader, Solides Gerüst

Zunächst der Blick auf die Ausgangslage der Roten Teufel: Abgesehen von Luca Sirch verlässt kein Leistungsträger das Team von Torsten Lieberknecht. Zwar gibt es Gerüchte um Naatan Skyttä, allerdings drängt dieser Medienberichten zufolge nicht unbedingt auf einen Wechsel und der FCK muss den Finnen nicht verkaufen. Auch die Festverpflichtung von Paul Joly trägt zu einem starken Gerüst bei. Dieses hat es in der Saison 2025/26 immerhin auf den sechsten Tabellenplatz geschafft.

Auch einzelne Akteure dürften in der kommenden Saison den nächsten Schritt machen: Sei es die natürliche Entwicklung junger, vielversprechender Spieler wie Mika Haas und Leon Robinson sowie diverser NLZ-Talente oder die Rückkehr von Ivan Prtajin. Auch die Wintertransfers Jacob Rasmussen und Mergim Berisha können in Ruhe eine ganze Vorbereitung mit dem Team absolvieren und endlich voll ankommen. Ohnehin soll der Großteil des Kaders schon vor Öffnung des Transferfensters feststehen, was für Ruhe sorgt.

Hinzu kommt die Konstanz auf der Trainerposition, die ebenfalls für Sicherheit sorgt. System und Spielweise der Roten Teufel für die Saison 2026/27 sind klar definiert, ebenso wie die Anforderungen an die aktuellen Spieler und Neuzugänge. Diese Planungssicherheit, gepaart mit einer berechenbaren Personalsituation, liefert eine ideale Ausgangslage für jeden Kaderplaner. Und auf dieser Position hat sich der FCK als äußerst treffsicher gezeigt: Die meisten Neuzugänge unter Marcel Klos haben eingeschlagen.

Die Anderen: Chaos, Chaos, Chaos

Was für den traditionellen Aufstiegsanspruch der Lautrer in der kommenden Saison entscheidend ist, spielt sich jenseits der Barbarossastadt Kaiserslautern ab. Denn das hat die „beste zweite Liga aller Zeiten“ in der Vergangenheit gezeigt: Das Unterhaus ist eine launische Diva. Das lässt sich am besten an der Tabelle festmachen: Der letztjährige Meister aus Köln wäre mit der Punkteausbeute in diesem Jahr sowie in den fünf Jahren davor nicht auf einem direkten Aufstiegsplatz gelandet. Das heißt: Egal, ob 70 oder 61 Punkte, eine Platzierung unter den ersten drei ist relevant.

Angesichts der anderen Topteams der Liga ist diese Einschätzung nicht unrealistisch: Mit Schalke, Elversberg, Paderborn und Düsseldorf verlassen vier Mannschaften die Liga, die in den letzten Jahren entweder im Aufstiegskampf mitspielten oder aufgrund ihrer Größe mit dem FCK konkurrierten. Die restliche Konkurrenz versinkt im Chaos: In Hannover und Berlin steht ein großer Umbruch an, vielleicht sogar mit einem Trainerwechsel. Ob sich die beiden ambitionierten Zweitligisten von diesem Chaos rechtzeitig erholen, bleibt zu bezweifeln. Und auch in Darmstadt stehen wichtige Spieler vor dem Absprung: Fabian Nürnberger, Topscorer Isac Lidberg und Abwehrchef Maglica.

Hinzu kommen zwei vergleichsweise „kleine” Absteiger aus der Bundesliga, die finanziell in ähnlichen Fahrwassern wie der FCK schwimmen dürften. Erfahrungsgemäß sind sie eher Wundertüten als Top-Favoriten. Und wie schnell sich der VfL Wolfsburg sich von der Relegationspleite erholt und sich in der zweiten Liga zurechtfindet, bleibt ebenfalls ungewiss.

Schlussendlich zeigt sich, was bisher vermutet wurde. Angesichts der schwächelnden Konkurrenz und der eigenen Stärke ergibt sich eine Möglichkeit, die sich nicht oft bietet. Die Roten Teufel könnten Nutznießer der „ausgeglichensten zweiten Liga aller Zeiten“ sein.

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