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·13. Mai 2026

Kommentar zu Neuer-Gerüchten: Darum wäre eine DFB-Rückkehr nicht sinnvoll

Artikelbild:Kommentar zu Neuer-Gerüchten: Darum wäre eine DFB-Rückkehr nicht sinnvoll

Muss es bei der WM mal wieder der Altmeister richten? Die Hinweise auf ein DFB-Comeback von Manuel Neuer mehren sich, doch Fragezeichen bleiben.. Ein Kommentar.

Nun also doch? Schon seit Monaten wird über eine Neuer-Rückkehr in die Nationalmannschaft diskutiert. Bisher wollten weder Bundestrainer Julian Nagelsmann, noch der Keeper selbst das Thema aufmachen, die Diskussion wurde in erster Linie medial und von Außenstehenden geführt. Wie der kicker berichtet, scheint der Nationaltrainer nun aber doch umzudenken.


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Demnach sei davon auszugehen, dass Neuers Name auf der 55-köpfigen Liste steht, die Nagelsmann eine Woche vor der endgültigen Kadernominierung bei der FIFA einreichen musste. Auch beim FC Bayern sei man sich bewusst, dass derzeit ein Umdenken beim DFB stattfindet.

Sollte Nagelsmann sich tatsächlich dafür entscheiden, den 40-Jährigen bei der WM zwischen die Pfosten zu stellen, würde er jedoch mehr Baustellen öffnen als schließen. Während der gesamten Qualifikation stand Oliver Baumann im Tor und der Bundestrainer nutzte jede Gelegenheit, dem Hoffenheimer den Rücken zu stärken. Der zahlte das Vertrauen mit starken Auftritten zurück. Die Defensive schien sich zuletzt gefunden zu haben, mit dem fußballerisch versierteren Neuer müsste Nagelsmann das Aufbauspiel quasi neu aufziehen.

Neuer oder Baumann? Nagelsmann droht Politikum

Zudem würde sich der Bundestrainer mit einer Kehrtwende beim Torwart-Thema selbst unglaubwürdig machen. „Wenn Oli so stabil und gesund bleibt, wie er es jetzt macht, wird er eine tolle WM spielen. Auf der Torhüterposition haben wir gar keine Bauchschmerzen“, betonte Nagelsmann noch vor wenigen Monaten im viel beachteten kicker-Interview und stellte zudem klar, dass Neuer „aus freien Stücken“ zurückgetreten sei.

Der DFB-Coach muss sich die Frage stellen, ob die sportliche Verbesserung durch eine Neuer-Rückkehr die Diskussionen um die Torhüterpositionen und daraus resultierende Unruhe rechtfertigt. Über jeden Zweifel erhaben ist nämlich auch der jahrelang beste Keeper des Planeten nicht mehr.

Zwar bewies Neuer etwa in der Champions League gegen Real Madrid, dass er noch immer zu Top-Leistungen auf höchstem Niveau fähig ist und alleine mit seiner Ausstrahlung auf die Gegner einschüchternd wirkt, allerdings leistete sich der Routinier in der laufenden Saison auch mehr Unsicherheiten denn je.

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Foto: Getty Images

Mit dem 40 Jahre alten Manuel Neuer zwischen den Pfosten würde sich die Nationalmannschaft insgesamt wohl leicht verbessern. Dafür birgt das Thema die Gefahr, zum Politikum zu werden, zudem hat Oliver Baumann nach der starken Qualifikation jedes Recht dazu, als Nummer eins zur WM reisen zu wollen. Die Entscheidung liegt nun bei Nagelsmann, der beim Thema Neuer nun schnellstmöglich endgültig für Klarheit sorgen muss.

Die Chance dafür hat er am Samstagabend. Dann ist der Bundestrainer im ZDF-Sportstudio zu Gast. Übrigens: Vor rund zwei Jahren hatte Nagelsmann im ZDF-Sportstudio das Comeback von Spielmacher Toni Kroos für die Heim-EM ins Gespräch gebracht. Wenig später stand der Stratege tatsächlich wieder mit dem Adler auf Brust auf dem Rasen.

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