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·30. November 2025
Last-Minute-Wahnsinn! Der HSV schlägt Stuttgart zu zehnt

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·30. November 2025

Zum Auftakt des Bundesliga-Triple-Headers am ersten Adventssonntag empfing der Hamburger SV den VfB Stuttgart im heimischen Volksparkstadion. Der HSV ging durch Robert Glatzel verdientermaßen in Führung. Nach der Halbzeit besorgte der eingewechselte Deniz Undav den Ausgleich, doch Fabio Vieira erzielte schließlich den 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit.
Nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen stand der HSV im heutigen Heimspiel unter Zugzwang, endlich die nächsten drei Punkte einzufahren – und das ausgerechnet gegen die formstarken Stuttgarter, die am letzten Donnerstag einen deutlichen 4:0-Auswärtssieg in der Europa League feierten. Trainer Sebastian Hoeneß rotierte kräftig durch und ließ unter anderem Maximilian Mittelstädt, Jamie Leweling, Angelo Stiller und Undav auf der Bank.
Die neu formierte Stuttgarter Mannschaft brauchte jedoch nicht lange, um zum ersten Mal gefährlich vor dem Hamburger Tor aufzutauchen. Josha Vagnoman setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente Badredine Bouanani, der aus kurzer Distanz über das Tor schoss (6.). Doch auch die Gastgeber waren von Beginn an offensiv aktiv: Eine abgefälschte Flanke von Glatzel landete an der Querlatte (8.). Nach zwölf Minuten endete der stille Protest beider Fanlager und es ging auch auf den Rängen heiß her. Den nächsten Abschluss verzeichnete erneut Robert Glatzel – und er war erfolgreich: Nach einem Ballverlust der Stuttgarter ging es schnell in die andere Richtung. Alexander Rössing-Lelesiit setzte sich im Mittelfeld stark durch und bediente Glatzel mit einem präzisen Steckpass. Der Stürmer blieb im Eins-gegen-Eins cool und erzielte seinen ersten Bundesligatreffer für den HSV (17.).

Foto: Getty Images
Der VfB brauchte etwas Zeit, um sich von dem Gegentreffer zu erholen. In dieser Phase unterliefen den Gästen viele kleine Fehler und Fouls – Torgefahr? Fehlanzeige. Dann wurde es bitter für den HSV: Torschütze Glatzel verletzte sich im Zweikampf mit Jeff Chabot und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Ransford Königsdörffer in die Partie (34.). Der neue Mann hatte auch gleich den ersten Abschluss, verfehlte das Tor jedoch deutlich. Die Gäste aus dem Schwabenland waren wieder mehr um Kontrolle bemüht, hatten aber große Schwierigkeiten, den tiefen Block der Hamburger zu knacken. Auch die Gäste mussten sehr früh wechseln: Chris Führich verletzte sich ohne Gegnereinwirkung und musste ausgewechselt werden. Undav kam für ihn ins Spiel (40.).
Es blieb eine chancenarme erste Halbzeit, es ging mit einer verdienten 1:0-Führung für den HSV in die Pause.
Für die zweite Halbzeit brachte Hoeneß mit Leweling einen weiteren Offensivspieler ins Spiel. Die erste Chance hatte Ramon Hendriks, der nach einem Eckball zum Kopfball kam, aber das Tor verfehlte (49.). Wenig später kam der VfB zum Ausgleich. Leweling schloss aus der Distanz ab, Torhüter Daniel Heuer Fernandes konnte den Ball nur nach vorne abprallen lassen, wo Undav zur Stelle war und aus kurzer Distanz den 1:1-Ausgleich erzielte – es war sein siebtes Saisontor (54.). Die Stuttgarter arbeiteten nun am Führungstreffer. Bilal El Khannouss versuchte es mit einer Direktabnahme aus knapp 18 Metern und verfehlte das Tor nur knapp (62.). Der HSV kam in dieser Phase kaum noch zu Entlastungsangriffen – die Gäste waren nun besser in der Partie.
Für den ersten Hamburger Abschluss im zweiten Durchgang sorgte Königsdörffer, der abermals das Tor verfehlte (69.). Es entwickelte sich eine spannende Schlussphase: Der HSV hatte die Stuttgarter Drangphase überstanden und wurde wieder offensiv aktiv. Die Mannschaft von Merlin Polzin erarbeitete sich einige Eckbälle und Freistöße. Plötzlich brach Undav auf der rechten Seite durch und zog in den Strafraum. Er verpasste jedoch das Abspiel auf El Khannouss und wählte den Abschluss aus spitzem Winkel, welcher lediglich das Außennetz traf (80.). Kurz darauf kam Rössing-Lelesiit in einem Zweikampf zu spät und sah die rote Karte – der HSV war somit in der Schlussphase nur noch zu zehnt (81.).
In der Schlussphase warf der VfB Stuttgart alles nach vorne, um unbedingt noch den Siegtreffer zu erzielen. Es kam jedoch anders: Ein schwacher Freistoß von Stiller flog dem VfB um die Ohren, der HSV konterte im eigenen Stadion. Fabio Balde bediente Fabio Vieira, der den vielumjubelten Siegtreffer erzielte (90+4.).
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