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·11. September 2026

"Man schämt sich für so ein Spiel": Brinkmann sieht "desolate Leistung"

Artikelbild:"Man schämt sich für so ein Spiel": Brinkmann sieht "desolate Leistung"

Sie ist gerissen, die Auswärtsserie des F.C. Hansa Rostock – und wie! Nach 201 Tagen ohne Niederlage in der Fremde musste die Kogge am Freitagabend beim 0:4 gegen Viktoria Köln eine krachende Pleite hinnehmen. Trainer Daniel Brinkmann sprach von einer "desolaten Leistung" – und schämte sich gar für den Auftritt.

"Köln war in allen Belangen besser"

Da hatten die Spieler des F.C. Hansa Rostock offensichtlich etwas falsch verstanden. Der Protest zugunsten der Regionalliga-Reform mit Spielbeginn sollte nämlich nur 30 Sekunden und nicht 90 Minuten dauern. So nämlich trat die Kogge an diesem Abend auf, mitunter hatte es etwas von Arbeitsverweigerung. Auch Trainer Daniel Brinkmann, der während der Partie im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stand, war kurz nach Abpfiff mächtig sauer über die schwache Leistung seiner Mannschaft und bezeichnete diese bei "MagentaSport" als "desolat. Dafür kann man sich nur entschuldigen", meinte er in Richtung der mitgereisten Fans. "Man schämt sich für so ein Spiel."


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Wie es zu einem derartigen Leistungsausfall kommen konnte, sei kurz nach Abpfiff "schwer zu erklären", vermochte der 40-Jährige noch nicht auf Ursachenforschung gehen. Gleichwohl hielt er fest: "Köln war in allen Belangen besser. Sie waren ballsicherer, sie waren härter in den Zweikämpfen und besser im Freilaufen. Ich finde keinen Punkt, wo wir besser waren." Auch die Statistiken belegen das: 7:12 Torschüsse, nur 37 Prozent Ballbesitz und lediglich 47 Prozent gewonnene Zweikämpfe. So stand am Ende die erste Niederlage der Saison und die erste Auswärtspleite seit Februar.

Brinkmann will "vieles hinterfragen"

Zwei Doppelschläge, je einer pro Halbzeit, zogen der Kogge den Zahn. Bereits nach einer Viertelstunde stand es 0:2 – auch, weil Hansa zu körperlos agierte und nicht in die Zweikämpfe kam. "Leider gibt es so Spiele, in denen du immer wieder zu spät kommst", meinte Brinkmann. "Trotzdem müssen wir dann schauen, dass wir zumindest besser in der Ordnung stehen." Doch auch das gelang nicht. "Der Plan, den wir uns vorgenommen haben, wurde einfach nicht gut umgesetzt." Das gilt insbesondere für das Defensivverhalten. Mit bereits zwölf (!) Gegentoren stellt Hansa vor den weiteren Partien des Spieltages die schwächste Abwehr der Liga.

"Im Verteidigen geht es um grundlegende Themen. Eines davon ist Zweikämpfe in den entscheidenden Zonen zu gewinnen", mahnte der Coach an. "Es ist nicht so, dass wir diese Dinge nicht bemerken und es ist nicht so, dass wir die Dinge nicht trainieren, aber die Umsetzung muss ganz klar besser sein." Schlägt nun womöglich die Stunde von Kapitän Franz Pfanne, der wie schon in Saarbrücken erst gar nicht zum Kader gehörte? Zwar wollte Brinkmann die Gegentorflut nicht allein an den Innenverteidigern festmachten, meinte aber, dass nach so einem Spiel "vieles hinterfragt" werden müsse und die Karten "neu gemischt werden".

Schnelle Chance auf Wiedergutmachung

Die einzig gute Nachricht an diesem völlig gebrauchten Abend war die Tatsache, dass es Hansa im Rahmen der Englischen Woche schon am Mittwoch zuhause gegen den VfB Stuttgart II besser machen kann. "Zum Glück haben wir direkt diese Chance", meinte Florian Carstens und bekräftigte, dass es "natürlich" der Anspruch sei, weniger Gegentore zu kassieren. "Deshalb müssen wir das aufarbeiten. Wir haben hinten nicht zugepackt, und dann ist es im Kollektiv einfach zu wenig, um hier zu punkten." Auch wenn Viktoria Köln "den besten Fußball der Liga" spiele. Als Ausrede kann dies jedoch nicht herhalten, vielmehr wird es für Hansa nun darum gehen, schnell wieder ein anderes Gesicht zu zeigen. Und eben nicht erneut für die kompletten 90 Minuten das Spielen einzustellen.

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