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·2. Januar 2026
Maresca weg – und nun? Fragen und Antworten zum Chelsea-Knall

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·2. Januar 2026

An Neujahr gab es in der Premier League einen Knaller. Der FC Chelsea gab die Trennung von Trainer Enzo Maresca bekannt. Und das, obwohl dieser im Sommer mit den Blues noch die Conference League und die Klub-WM gewann und gerade erst im November noch als Trainer des Monats ausgezeichnet wurde.
Doch beim internen Austausch wurde klar, wo die Probleme im zwischenmenschlichen Bereich liegen und dass die Gesamtheit der Meinungsverschiedenheiten einfach zu groß war.
Da alles ein wenig überraschend passierte, stellen sich jetzt natürlich einige Fragen. Diesen wollen wir auf den Grund gehen!
Die Trennung von Enzo Maresca erfolgte schließlich nach einer Krisensitzung, die der Klub an Neujahr schnell einberufen hatte. Zuvor gab es einige Probleme, die hier auf den Tisch kamen. Die Chelsea-Eigentümer waren ebenso mit dabei wie die sportliche Leitung und eben auch der Trainer. Die Standpunkte wurden vorgetragen und am Ende kamen alle gemeinsam, wie Chelsea in einer Pressemitteilung verlauten ließ, zu der Ansicht, dass ein Schlussstrich die ideale Lösung für alle Parteien ist.
Die Gründe sind vielschichtig. Chelsea hat nur eines der letzten sieben Ligaspiele gewonnen. In der Premier League und der Champions League haben sie in dieser Saison bereits 20 Punkte nach Führung verspielt – das reicht nicht. Zudem gab es Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Rückkehrprotokolle für Spieler nach Verletzungen. Chelsea verfügt über eine unabhängige medizinische Abteilung, die das letzte Wort darüber hat, wann Spieler zurückkehren dürfen und wie viel sie spielen dürfen.

Foto: Getty Images
Verbindungen zu Manchester City, die in den Medien auftauchen und eine Ablenkung darstellen, insbesondere wenn die Ergebnisse nicht gut genug waren, spielten auch eine Rolle. Maresca soll gegenüber dem Klub sogar mitgeteilt haben, dass er sich zweimal im Austausch mit Verantwortlichen der Skyblues befand. Zudem war Maresca selbst unzufrieden mit der Art und Weise, wie er von den Verantwortlichen behandelt wurde.
Schon am Sonntag geht es weiter, diesmal mit einem Spitzenspiel gegen Manchester City. Momentan ist noch gar nicht klar, wer dann als Interims-Cheftrainer auf der Bank sitzen wird. Eine entsprechende Mitteilung des Klubs wird es vorher aber noch geben, spätestens auf der Pressekonferenz sollte dann Klarheit herrschen.
Momentan gibt es noch gar nicht so viele Kandidaten und das soll ganz offensichtlich auch so bleiben, Übereinstimmend berichten die Medien, dass die Shortlist beim FC Chelsea sehr klein ist und keine großen Namen wie zum Beispiel Zinedine Zidane oder vergleichbare Coaches beinhaltet. Andoni Iraola von Bournemouth wurde ebenso genannt wie Roberto de Zerbi, aktuell bei Olympique Marseille tätigt. Diese Trainer haben zwar einen interessanten Werdegang hinter sich, der Favorit ist aber Liam Rosenior, der aktuell Straßburg trainiert. Hier sind die Drähte bekanntermaßen kurz. Oliver Glasner scheint zumindest jetzt kein Thema zu sein.
Es wird wohl kaum jemand anzweifeln, dass Enzo Maresca schon wieder irgendwo unterkommen wird. Seine Zeit als Chelsea-Coach war weit weg von der Perfektion, aber auch so lässt sich bedenkenlos konstatieren, dass gute Ansätze vorhanden waren. Ob es schon „reicht“, um am Ende Manchester City zu trainieren? Das wird sich zeigen. Aber wenn es kein Engagement bei den Skyblues wird, dann wird er bei einem anderen interessanten Verein unterkommen.









































