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·1. Oktober 2026
Mika Baur ist der 1000. Nationalspieler: Celtic-Profi schreibt DFB-Geschichte

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Mika Baur geht als 1000. Nationalspieler in die Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes ein. Bundestrainer Jürgen Klopp wechselte den 22-Jährigen von Celtic Glasgow im Nations-League-Spiel Deutschland gegen Serbien in München in der 76. Minute für Tom Bischof ein. Seit dem ersten Länderspiel 1908 haben damit genau 1000 Spieler das Trikot mit dem Adler getragen. Der Sohn des früheren Handball-Weltmeisters Markus Baur sicherte sich so einen ganz besonderen Platz in den Geschichtsbüchern.

Mika Baur (links) im Zweikampf mit dem Serben Filip Kostić: Der Mittelfeldspieler von Celtic Glasgow wurde beim Nations-League-Spiel Deutschland gegen Serbien am 1. Oktober 2026 in der Allianz Arena in München als 1000. Nationalspieler der DFB-Geschichte eingewechselt. (Copyright AFP/Karl-Josef Hildenbrand)
Vor Klopps Amtszeit hatte die DFB-Statistik noch 991 Nationalspieler ausgewiesen. Schon in den ersten beiden Partien gegen die Niederlande und Griechenland gab der neue Bundestrainer mehreren jungen Spielern ihr Debüt, unter anderem Philipp Treu, Younes Ebnoutalib, Yannik Engelhardt, Bambasé Conté und Hennes Behrens. Vor dem Anpfiff gegen Serbien stand der Zähler deshalb bei 996.
Mit Jonas Urbig im Tor und Derry Scherhant standen in der Aufstellung Deutschland heute gleich zwei Neulinge in der Startelf. Im Verlauf der Partie kam ein weiterer Debütant hinzu, ehe Klopp in der 76. Minute Mika Baur für den Torschützen zum 1:0, Tom Bischof, aufs Feld schickte. Damit war die runde Zahl erreicht, über die schon vor dem Spiel spekuliert worden war.
Baur selbst hatte die historische Nummer vorab bewusst kleingeredet. „Ich möchte das hier mitnehmen, alles aufsaugen, die Erfahrung machen. Auch Spaß haben, es genießen“, hatte der Mittelfeldspieler gesagt. Mitbewerber Vitaly Janelt sah es ähnlich gelassen: „Es ist mir relativ egal, ob ich der Tausendste oder der 999. bin.“
Am anderen Ende der Liste steht Fritz Baumgarten. Der Torhüter des Berliner Klubs BFC Germania 1888 war bei der 3:5-Niederlage am 5. April 1908 gegen die Schweiz in Basel dabei, dem ersten Länderspiel einer deutschen Auswahl. Weil der DFB die Debütanten eines Spiels alphabetisch zählt, gilt Baumgarten als erster Nationalspieler, knapp vor Willy Baumgärtner vom Düsseldorfer SV 04. Für Baumgarten blieb es bei diesem einen Länderspiel. Für die Reise in die Schweiz schwänzte der angehende Abiturient sogar die Schule.
Der Weg des 1,72 Meter großen Mittelfeldspielers ging zuletzt steil nach oben. Nach dem Aufstieg mit dem SC Paderborn wechselte Baur im August für eine Ablöse von bis zu rund acht Millionen Euro zum schottischen Rekordmeister Celtic Glasgow und unterschrieb dort bis 2030. In Schottland fand er schnell seinen Platz: In der Saison 2026/27 kam er bis zu seiner ersten Nominierung auf zehn Pflichtspiele und zwei Tore, darunter sein erster Treffer beim Sieg in St. Johnstone und ein Europapokaltor gegen Ferencváros.
Seine Stärken sieht Baur im Spiel mit dem Ball, er hat sein Profil aber erweitert. „Ich habe in den letzten anderthalb Jahren auch gelernt, Spaß dabei zu haben, eklige Arbeit zu machen“, sagte er. Trotz seiner Größe könne er „den Gegenspielern wehtun“ und wolle sein „Herz auf dem Platz lassen“. Für Deutschland bestritt er zuvor 22 Nachwuchsländerspiele, eines davon für die U21. Im September berief ihn Klopp erstmals in die A-Nationalmannschaft.
Ausgerechnet der berühmte Vater war beim historischen Moment nicht in der Arena. Markus Baur, der als Kapitän die deutsche Handball-Nationalmannschaft zum EM- und WM-Titel geführt hatte, reist erst zum Auswärtsspiel am Sonntag in Thessaloniki gegen Griechenland an. Mika Baur hatte das vorab mit einem Lächeln kommentiert und von einem „schlechten Gewissen“ seines Vaters gesprochen. Die Titel des Vaters sind für ihn Ansporn, aber kein Maßstab, an dem er zerbrechen will: „Wir möchten alle Titel gewinnen. Wenn ich das aber nicht erreiche, dann ist meine Karriere nicht für die Katz.“
Der 1000. Nationalspieler in der Geschichte des DFB ist Mika Baur. Der Mittelfeldspieler von Celtic Glasgow wurde am 1. Oktober 2026 im Nations-League-Spiel gegen Serbien in München in der 76. Minute für Tom Bischof eingewechselt.
Mika Baur ist der Sohn von Markus Baur, dem früheren Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Unter seiner Führung wurde Deutschland 2004 Europameister und 2007 Weltmeister.
Mika Baur spielt seit August 2026 für Celtic Glasgow. Der schottische Rekordmeister holte ihn für eine Ablöse von bis zu rund acht Millionen Euro vom SC Paderborn und stattete ihn mit einem Vertrag bis 2030 aus.
Mika Baur ist 22 Jahre alt und 1,72 Meter groß. Er spielt im zentralen Mittelfeld.
Als erster deutscher Nationalspieler gilt Fritz Baumgarten, Torhüter des BFC Germania 1888. Er stand beim ersten Länderspiel am 5. April 1908 in Basel gegen die Schweiz (3:5) im Aufgebot. Weil der DFB Debütanten eines Spiels alphabetisch zählt, liegt er knapp vor Willy Baumgärtner vom Düsseldorfer SV 04.
Vor Klopps Amtsantritt führte die DFB-Statistik 991 Nationalspieler. In seinen ersten drei Länderspielen kamen neun Debütanten hinzu, darunter Philipp Treu, Jonas Urbig, Derry Scherhant und zum Abschluss Mika Baur als Nummer 1000.







































